Weitere Öffnungen in Baden-Württemberg

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Die neuen Regeln ab heute im Überblick

Baden-Württemberg: Ab Montag (4. Mai) gilt die neue Corona-Verordnung. Der Einzelhandel profitiert, die Gastronomie muss sich gedulden. Alle Regeln, die ab heute gelten:

  • Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Zahl der Infizierten liegt bei 31.901 (Stand: 30. April), es gibt 1.387 Covid-19-Tote.
  • Seit dem 27. April besteht eine Maskenpflicht
  • Nach der Corona-Konferenz mit Angela Merkel am Donnerstag erklärt Ministerpräsident Kretschmann weitere „kleinere Öffnungen“
  • Spielplätze, Museen und Zoos dürfen wieder öffnen, Gottesdienste sind wieder erlaubt.
  • Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. 

Update vom 4. Mai, 14:15 Uhr: Baden-Württemberg sucht in der Corona-Krise den Weg zurück in den Alltag – und wagt nach mehreren Wochen des Lockdowns kleine Schritte zurück in die Normalität. Die Diskussion um die größeren Schritte der Öffnung steht jedoch erst noch bevor: Bei der Corona-Konferenz mit Angela Merkel am 6. Mai sollen Themen wie Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und Kitas auf der Agenda stehen. Über welche Lockerungen noch diese Woche entschieden werden könnte liest Du ab sofort in unserem neuen News-Ticker zur Corona-Krise in Baden-Württemberg

Update vom 4. Mai, 7:30 Uhr: Baden-Württemberg wagt nach einigen Wochen des sogenannten Lockdowns weitere Schritte zurück in die Normalität. Unter anderem Spielplätze, Museen und Zoos sollen kommende Woche wieder öffnen dürfen, wie das Staatsministerium mitteilte. Das grün-schwarze Kabinett habe die Corona-Verordnung am Samstag entsprechend angepasst. 

Ab Montag dürfen Gottesdienste demnach wieder stattfinden. Ab Mittwoch können Spielplätze, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und Tierparks wieder öffnen. Einzelhandelsgeschäfte können ab Montag wieder öffnen, auch wenn ihre Verkaufsfläche größer als 800 Quadratmeter ist. Zahnärzte dürfen wieder alle Leistungen anbieten. Ebenso dürfen Friseursalons und Fußpflegestudios öffnen. Die Ausgangssperre für Heimbewohner wird aufgehoben. Auch Einrichtungen für die außerschulische berufliche Bildung öffnen ab Montag, etwa bei den Industrie- und Handwerkskammern oder für die Pflegeberufe. Demonstrationen sind erlaubt, sofern Hygienevorgaben erfüllt sind. Alle anderen Einrichtungen wie Sportanlagen, Kosmetikstudios oder Gaststätten blieben weiterhin geschlossen, teilte die Landesregierung mit.

Unterdessen wird die Maskenpflicht in Rheinland-Pfalz mit der fünften Corona-Bekämpfungsverordnung (3. Mai) weiter ausgeweitet. 

Corona-Lockerungen in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann warnt Bevölkerung

Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnte zugleich vor einer zweiten Infektionswelle. „Wir müssen auch mit diesen Lockerungen verantwortungsvoll umgehen, weil wir sonst wieder steigende Infektionszahlen riskieren.“ Gerade die Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus bergen aus Sicht des Grünen-Politikers die Gefahr einer neuen Infektionswelle. Er rechne mit Ermüdungseffekten, sagte Kretschmann der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist ja auch nur menschlich.“ Es liege an der Politik, unermüdlich darauf hinzuweisen, wie wichtig die disziplinierte Einhaltung der Maßnahmen ist. Kretschmann warb für eine „neue Normalität“ im Umgang miteinander. „Eine Normalität, in der Abstand halten und Hygienevorschriften im Mittelpunkt stehen und allen klar ist, dass manches einfach nicht geht“, sagte er. 

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Die neuen Regeln ab heute im Überblick

Update vom 3. Mai, 10:18 Uhr: In einem Beschluss vom 2. Mai hat die baden-württembergische Landesregierung die Corona-Verordnung im Land erneut geändert. Die neuen Regelungen treten ab Montag (4. Mai) in Kraft. Im Wesentlichen werden bestehende Maßnahmen vorsichtig gelockert. Ab Montag dürfen sich religiöse Gemeinden unter gewissen Auflagen wieder versammeln. Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen in Kirchen, Moscheen oder Synagogen sind somit wieder erlaubt. Gläubige müssen dabei einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Eine einheitliche Teilnehmeroberzahl gibt es vorerst nicht; für Gottendienste im Freien gilt eine Obergrenze von 100 Personen. Außerdem muss ausreichend Desinfektionsmittel bereitgestellt und ein schriftliches Infektionsschutzkonzept vorgelegt werden.

Auch der Einzelhandel profitiert von den neuen Lockerungen. So dürfen ab Montag (4. Mai) wieder alle Ladengeschäfte öffnen – unabhängig von der Verkaufsfläche. Die 800 Quadratmeter-Regelung gilt nicht mehr. Doch Ladenbesitzer müssen sicherstellen, dass Warteschlangen vermieden werden, der Zutritt gesteuert wird und ein Abstand von „möglichst 2 Metern, mindestens 1,5 Metern“ zwischen Kunden eingehalten wird. Eine Faustregel für Einzelhändler ist, pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nur eine Person (einschließlich Personal) eintreten zu lassen. Friseurbetriebe, Fußpflegestudios und Zahnärzte können unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen.

Schülern und Auszubildenen in Baden-Württemberg stehen auch einige Neuerungen bevor: So sollen ab Montag (4. Mai) Bildungseinrichtungen im Bereich der beruflichen Bildung wieder stufenweise ihren Betrieb aufnehmen. Die Abschlussklassen in allgemeinbildenden Bildungseinrichtungen dürfen nach und nach wieder in die Schule gehen. Kitas und Kindergärten bleiben hingegen vorerst geschlossen. Der Betrieb an den Universitäten und Hochschulen des Landes wird zunächst ausschließlich digital stattfinden. Hochschulbibliotheken dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Musikschulen sollen unter bestimmten Vorraussetzungen wieder öffnen dürfen.

Großes Aufatmen auch bei Pflegeheimbewohnern: Sie dürfen ab Montag (4. Mai) wieder ihr Pflegeheim ohne triftigen Grund verlassen. In den vergangenen Wochen hatten strenge Ausgangsbeschränkungen gegolten. Allerdings gilt für Bewohner, die einen Ausflug außerhalb des Pflegeheims unternehmen, eine 14-tägige Maskenpflicht in Gemeinschaftsräumen bei Wiederankunft im Pflegeheim.

Bei all den Lockerungen hält die Landesregierung an den strengen Regeln bei Veranstaltungen fest. Mindestens bis zum 31. August sind folgende Großveranstaltungen verboten:

  • Volksfeste
  • Größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern
  • Größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen- und Weinfeste
  • Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen

Unter Einhaltung von Hygiene-Auflagen dürfen ab dem 6. Mai Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser, Gedenkhäuser, Tierparks und Zoos, sowie Spielplätze wieder öffnen. Öffentliche Bolzplätze sind hiervon ausgenommen und bleiben geschlossen.

Gastronomen werden vorerst vertröstet. Cafés, Gaststätten, Eisdielen, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen dürfen nicht öffnen. Außer-Haus-Verkauf bleibt aber weiterhin erlaubt. Auch Fitnessstudios, Kinos und Prostitutionsstätten bleiben zunächst geschlossen. Die Landesregierung weist auch ausdrücklich darauf hin, dass das Abstandsgebot und die Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten bleiben. Bürger sollen weiterhin auf private Reisen und Verwandtenbesuche verzichten. Zusammenkünfte in Vereinen sind auch nicht erlaubt und das Besuchsverbot für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bleibt auch bestehen.

Kretschmann wendet sich an Kinder: „Das Coronavirus hat uns ziemlich viel eingebrockt“

Update vom 2. Mai, 15:46 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann nutzte den Feiertag am 1. Mai, um sich in einem Video-Podcast an die Kinder in Baden-Württemberg zu wenden. Denn Kretschmann ist sich bewusst, dass momentan „einiges so richtig komisch ist, wegen des Coronavirus.“ Im Verlauf des Videos bedankt sich der Ministerpräsident bei den Kindern für ihre bisherige Geduld aber bittet sie auch weiterhin um Verständnis, damit die „ganze Mühe“ nicht umsonst war.

Im knapp fünfminütigen Clip erzählt der Ministerpräsident auf verständlicher Art und Weise, weshalb manche Kinder noch Zuhause bleiben müssen, während andere schon zurück in die Schule und Kita gehen dürfen: „Zum Beispiel, wenn ihre Eltern im Krankenhaus arbeiten“, erklärt er. Des Weiteren gibt Kretschmann zu, dass sich die Situation für alle in die Länge zieht. „Am Anfang war das alles vielleicht noch ganz lustig: Einfach Zuhause bleiben, auch mal länger schlafen und öfter als sonst Fernsehen gucken. Ich hätte das als Kind jedenfalls so empfunden. Aber jetzt wird es langsam echt nervig“, sagt er. Trotz des Lagerkollers appelliert er an die Kinder geduldig zu sein und auch für ihre Eltern Verständnis zu zeigen. Die aktuelle Lage sei nämlich nicht nur für Kinder „nervig“, sondern auch für Eltern, Großeltern und auch für den Staat: „Das Coronavirus hat uns ziemlich viel eingebrockt“, gibt Kretschmann ehrlich zu.

Corona-Konferenz: Kontaktverbot, Geschäfte, Spielplatz – diese Änderungen gelten

Update vom 1. Mai, 11:52 Uhr: Es ist DIE Erleichterung für den Einzelhandel: Das Land Baden-Württemberg hebt die umstrittene 800-Quadratmeter-Reglung auf! Nun können größere Läden ihre gesamte Verkaufsfläche wieder nutzen. Es gelten aber künftig strenge Hygiene- und Sicherheitsauflagen, die die meisten Geschäfte wohl gerne einhalten werden. „Egal, wie groß ein Geschäft ist und welche Waren dort verkauft werden: Künftig kann öffnen, wer die Kriterien des Infektionsschutzes einhalten kann", sagt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) der dpa auf Anfrage. Ministerpräsident Winfried Kretschmann begründet diesen Schritt mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Mannheim, wonach die Regelung dem Gleichheitsgebot widerspreche. „Es ist ein gutes Signal an den Handel und nicht zuletzt auch die Innenstädte", si HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann der dpa. „Wir freuen uns sehr, dass damit unsere zentrale Forderung nach einer Öffnung ohne Wenn und Aber erfüllt und die Öffnung im baden-württembergischen Einzelhandel möglich ist - dies natürlich ebenso flächendeckend unter Einhaltung aller notwendigen Hygieneregeln," sagt Hagmann.

Neben den Geschäften dürfen ab der ersten Mai-Woche auch wieder Friseure und Fußpfleger öffnen. Auch die Ausgangsbeschränkungen für Pflegeheim-Bewohner werden gelockert, ebenso die Beschränkungen für Zahnärzte. 

Dennoch macht Winfried Kretschmann klar, dass man jetzt nicht leichtsinnig sein dürfe. „Wir sind mitten in der Pandemie.“ Dennoch sollen über weitere Maßnahmen bereits am 6. Mai gesprochen werden. Die Chefs der Staatskanzleien sollen nun einen Fahrplan für die Öffnung von Schulen und Kitas erarbeiten, sagt Kretschmann. 

Corona-Konferenz: Kretschmann erklärt – Das ändert sich im Mai 

Update vom 30. April, 18:05 Uhr: Wie der baden-württembergische Ministerpräsident in einem Statement nach der Telefonkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel erklärt, hätten sich Bund und Länder am in der Corona-Konferenz auf nur „wenige kleinere Öffnungen“ verständigt. Dieser Weg sei nach Ansicht Kretschmanns sinnvoll und verantwortungsvoll. Man habe sich gemeinsam mit der Kanzlerin und den Landeschefs verständigt, zunächst abzuwarten und keine weiteren großen Lockerungen zu beschließen. Die Besprechungen zu großen Themen der Öffnung, wie etwa Tourismus, Gastronomie und Hotellerie gingen laut Kretschmann erst ab dem 6. Mai los. Zu diesem Termin solle auch ein Fahrplan für Schulen und Kitas stehen. 

Zu den kleineren Öffnungen, die an diesem Donnerstag beschlossen wurden zählen laut dem Ministerpräsidenten die Öffnung von Spielplätzen sowie Kultureinrichtungen wie Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten unter Auflagen. Nachdem Baden-Württemberg zuvor bereits Gottesdienste erlaubt hatte, sei diese Einigung nun auch in der Bund-Länder-Schalte getroffen worden. Großveranstaltungen wie Volksfeste, Festivals und Konzerte blieben weiterhin bis Ende August verboten. 

Corona in Baden-Württemberg: Weitere Neuerungen ab 4. Mai

Unabhängig von den Beschlüssen der Corona-Konferenz der Bundesländer gebe es laut Kretschmann in Baden-Württemberg ab dem 4. Mai auch noch folgende Änderungen:

  • Friseure und Fußpflege dürfen unter Auflagen wieder öffnen
  • Geschäfte über 800 Quadratmeter dürfen öffnen
  • Erste Öffnungen für Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie außerschulische Berufsbildung
  • Beschränkung bei Zahnärzten werden aufgehoben

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann mit Statement nach Merkel-Konferenz

Update vom 30. April, 17:30 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußert sich am Donnerstagabend live nach der Bund-Länder-Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel. 

Die Kanzlerin hatte zuvor in einem Statement unmittelbar nach der Corona-Konferenz mit dem Ministerpräsidenten mitgeteilt, dass Spielplätze unter Auflagen wieder öffnen dürften, ebenso Kultureinrichtungen wie Museen und Zoos. Außerdem seien Gottesdienste wieder erlaubt. Großveranstaltungen blieben, wie zuvor bereits beschlossen, bis zum 31. August verboten. Die Beratungen am Donnerstag seien nach Aussage von Merkel nur ein „Zwischenschritt“ gewesen. Der große Tag der Entscheidung im Bezug auf die Corona-Einschränkungen wird also der 6. Mai sein. Auch Entscheidungen über Öffnungen der Schulen und Kitas sowie den Bundesliga-Neustart werden auf die Konferenz nächste Woche vertagt. Eine Studie zu Kindern als Corona-Überträgern soll in den kommenden Wochen Klarheit bringen. Über die Perspektiven der Gastronomie soll laut Merkel frühestens in der übernächsten Bund-Länder-Schalte beraten werden. 

Corona in Baden-Württemberg: Spielplätze sollen öffnen, Kontaktverbot verlängert

Update vom 30. April, 14:45 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben mit ihren Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie begonnen. Nach einer Beschlussvorlage des Bundes, die der Deutschen Presse-Agentur schon vor der Corona-Konferenz am Donnerstagnachmittag bekannt wurde, ist mit vorsichtigen weiteren Öffnungen zu rechnen. Zwar werden Kontaktsperren werden verlängert, doch Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können nach Ansicht des Bundes unter Auflagen wieder öffnen. So heißt es in der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Allerdings muss die Landesregierung von Baden-Württemberg den Überlegungen noch zustimmen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Wird das Kontaktverbot verlängert? Entscheidung fällt heute

Update vom 30. April, 7:58 Uhr: Tag der Entscheidung. Am Donnerstag diskutieren die Ministerpräsidenten zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel per Videoschalte über die weiteren Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Wird das Kontaktverbot verlängert? Dürfen Kitas wieder öffnen? Gibt es eine Lockerung für größere Geschäfte? Und: Darf die Bundesliga wieder an den Start gehen? All diese Themen sollen besprochen werden. Allerdings: Mit großen Veränderungen ist nicht zu rechnen. Es werde wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben, sagt etwa Regierungssprecher Steffen Seibert.

Update vom 29. April, 20:30 Uhr: Bei der ersten Plenarsitzung des baden-württembergischen Landtags seit Wochen hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann klargestellt, dass die Pandemie noch nicht besiegt sei, aber man schon jetzt die Lehren aus der Krise ziehen müsse. Weil Deutschland und auch Baden-Württemberg strenge Maßnahmen ergriffen haben, konnte man eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern, so Kretschmann in seiner Regierungserklärung im Landtag. Daher sei es beunruhigend, dass es jetzt Diskussionen gäbe, der Lockdown sei unnötig gewesen.

„Viele unserer besten Fachleute warnen uns ja nicht ohne Grund vor einer zweiten, viel dramatischeren Infektionswelle. Denn der Erfolg, den wir erzielen konnten, ist noch immer zerbrechlich. Bereits wenn der Reproduktionsfaktor von knapp unter 1 auf 1,1 oder 1,2 ansteigt, haben wir ein Riesenproblem. Steckt ein Infizierter im Schnitt 1,2 andere Personen an, kämen wir bereits im Juli an die Kapazitätsgrenze unseres Gesundheitssystems. Das zeigt, wie schmal der Grat ist, auf dem wir uns bewegen“, warnt Kretschmann.

Es sei weiterhin richtig, das öffentliche Leben nicht auf einen Schlag, sondern vorsichtig und schrittweise zu öffnen. „Nur so können wir mit einer Verzögerung von zehn bis zwölf Tagen sehen, welche Auswirkungen eine Maßnahme der Öffnung auf die Infektionszahlen hat. Nur so haben wir die Möglichkeit, den Verlauf der Epidemie zu steuern und bei Bedarf zu korrigieren. Nur so können wir die Gefahr einer zweiten Infektionswelle senken. Wenn wir dagegen zu viele Beschränkungen auf einmal aufheben, haben wir keine Chance, die Verbreitung des Virus zu kontrollieren“, erklärte Kretschmann.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen im Überblick

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 31.901 gestiegen. Das waren 312 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 33 auf 1.387. Rund 22.950 Menschen seien von ihrer Covid-19-Erkrankung wieder genesen, hieß es. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,7 angegeben. Das bedeutet laut Ministerium, dass im Mittel fast jeder mit Sars-CoV-2 Infizierte eine weitere Person ansteckt. Bundesweit lag diese Zahl ein wenig höher: bei 0,9.

Stadt/Landkreis

Infizierte

Todesfälle

Alb-Donau-Kreis

535

13

Baden-Baden (Stadtkreis)

174

18

Biberach

520

22

Böblingen

1.303

40

Bodenseekreis

282

8

Breisgau-Hochschwarzwald

1.079

53

Calw

669

23

Emmendingen

512

37

Enzkreis

553

16

Esslingen

1.673

91

Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)

939

67

Freudenstadt

547

33

Göppingen

749

39

Heidelberg (Stadtkreis)

279

7

Heidenheim

461

33

Heilbronn

882

29

Heilbronn (Stadtkreis)

413

14

Hohenlohekreis

744

37

Karlsruhe

894

60

Karlsruhe (Stadtkreis)

361

6

Konstanz

432

10

Lörrach

635

46

Ludwigsburg

1.613

61

Main-Tauber-Kreis

356

7

Mannheim (Stadtkreis)

447

10

Neckar-Odenwald-Kreis

364

16

Ortenaukreis

1.043

90

Ostalbkreis

1.177

22

Pforzheim (Stadtkreis)

271

5

Rastatt

490

13

Ravensburg

526

6

Rems-Murr-Kreis

1.320

54

Reutlingen

1.455

55

Rhein-Neckar-Kreis

871

28

Rottweil

624

18

Schwäbisch Hall

801

46

Schwarzwald-Baar-Kreis

496

16

Sigmaringen

772

31

Stuttgart

1.326

50

Tübingen

1.219

44

Tuttlingen

471

13

Ulm (Stadtkreis)

254

4

Waldshut

301

35

Zollernalbkreis

1.068

61

insgesamt

31.901 Infizierte

1.381 Todesfälle 

(Stand: 30. April)*

*Aufgrund des Meldeverzugs zwischen Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der Übermittlung ans Sozialministerium Baden-Württemberg, kann es zu deutlichen Abweichungen zu den kommunalen Gesundheitsämtern kommen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Hotels und Restaurants bald wieder geöffnet?

Update vom 29. April, 16:45 Uhr: Tourismus, Hotels und Gaststätten sind von der Corona-Krise weiterhin erheblich betroffen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet haben drei Bundesländer nun einen Plan vorgelegt, der ein Hochfahren der Branche vorsieht. Neben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist auch Baden-Württemberg dabei. Damit es im Mai wieder losgehen kann, liegt von den zuständigen Ministerien ein Drei-Stufen-Plan vor. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mit drei Stufen-Plan zurück zur Normalität?

Die drei Länder wollen ihr Konzept in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen. Der Stufenplan sehe die Einhaltung strikter Abstandsregelungen, Hygienevorgaben und Registrierungspflichten vor. Voraussetzung sei auch immer, dass die Corona-Lage sich weiter stabilisiere

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut will den drei Stufen-Plan auf der Wirtschaftsministerkonferenz einbringen. 

In der ersten Stufe sollen dem Konzept zufolge neben Zoos und Freizeitparks auch Gartenschauen und Museen wieder öffnen dürfen. Ausflugsschiffe sollen wieder ablegen, der Verleih von Fahrrädern und Booten und der Betrieb von Minigolfanlagen erlaubt werden. Besitzer von Zweitwohnungen und Dauercamper sollen wieder in ihre Domizile fahren dürfen. 

In der zweiten Phase sollen Restaurants, Cafés, Biergärten und Imbisse „mit deutlich reduzierten Volumen“ öffnen dürfen. Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie Campingplätze sollen wieder geöffnet werden. Für Hotels, Pensionen und Jugendherbergen ist die Öffnung mit begrenzen Zahlen von Gästen vorgesehen. 

In der dritten Phase sollen dann Theater, Konzerthäuser, Kinos öffnen und andere Kulturveranstaltungen wieder stattfinden. Auch Schwimmbäder dürfen dem Konzept zufolge dann wieder öffnen. Urlauber sollen wieder uneingeschränkt in Hotels und Pensionen übernachten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kommt jetzt die Autoprämie?

Update vom 29. April, 10:42 Uhr: Die Ministerpräsidenten der drei „AutoländerBayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen am Mittwoch (29. April) über mögliche Kaufprämien für Autos in der Corona-Krise beraten. Markus Söder (CSU), Winfried Kretschmann (Grüne) und Stephan Weil (SPD) werden sich am Nachmittag zusammenschalten. 

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat sich indes für weitreichende Förderungen ausgesprochen. Man werde sich dafür starkmachen, „dass die Politik Geld für diesen Impulsstoß bereitstellt“, schrieb Osterloh in einem Brief an die Mitarbeiter. „Wir wissen, dass wir damit nach Steuermitteln rufen. Aber wir wissen auch, dass sich dieses Geld für unsere gesamte Gesellschaft klug anlegen ließe und sich so gleich mehrfach rechnen könnte - nämlich ökonomisch, ökologisch und sozial.

Nach Ansicht des VW-Betriebsrats sollte ein Fördermodell unter anderem eine Impuls-Prämie“ für Neuwagenkäufe inklusive Leasing umfassen, die auch für moderne Verbrenner gilt und über „einen klar begrenzten Zeitraum“ läuft. Sie sollte ähnlich hoch sein wie die „Abwrackprämie“ in der Finanzkrise 2009 und sich auch auf junge Gebrauchtwagen bis zum Alter von einem Jahr erstrecken. Zudem möchte Osterloh eine „zusätzliche Abwrackprämie obendrauf“, die es für verschrottete Altautos der Abgasnormen Euro-3 und Euro-4 gibt. Die deutschen Hersteller seien sich einig, die staatlichen Mittel „je nach zugesagter Summe womöglich sogar zu verdoppeln , zumindest aber die Wechselkosten zu übernehmen“. Daneben solle der CO2-Ausstoß als Bemessungsgrundlage für die Kfz-Steuer stärker berücksichtigt werden.

Update vom 28. April, 20:30 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 31.406 gestiegen. Das waren 229 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 38 auf 1.307. Rund 21.700 Menschen seien von ihrer Covid-19-Erkrankung wieder genesen, heißt es. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,9 angegeben. Das bedeutet laut Ministerium, dass im Mittel fast jeder mit Sars-CoV-2 Infizierte eine weitere Person ansteckt.

Coronavirus: Baden-Württemberg erlaubt Pflegeheim-Besuche und Gottesdienste 

Update vom 28. April, 16:30 Uhr: Anfang Mai dürfen in Baden-Württemberg wieder Gottesdienste stattfinden. Außerdem soll das Besuchsverbot in Pflegeheimen gelockert werden. Das haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Finanzministerin Edith Sitzmann und Sozialminister Manne Lucha am Dienstag in Stuttgart verkündet. 

Laut Ministerpräsident Kretschmann werden Gottesdienste in Baden-Württemberg ab Anfang Mai unter den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus stattfinden können. Wie genau die Regeln aussehen werden, soll nun im gemeinsamen Gespräch mit den Religionsgemeinschaften entschieden werden. Eine Maskenpflicht soll es jedoch nicht geben. In Pflegeeinrichtungen sollen bald Besuche von Angehörigen wieder erlaubt sein – zunächst nur von jeweils einer Person und unter strengen Hygienemaßnahmen mit Schutzkleidung. Die Einrichtungen selbst sollen entscheiden, wie die Maßnahmen zum Schutz der Bewohner umgesetzt werden. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Sorge um Burgen und Schlösser

Update vom 28. April, 7:20 Uhr: Vielen Unternehmen geht es aufgrund der Corona-Krise sehr schlecht. Auch die Burgen und Schlösser in Baden-Württemberg sind wegen des Coronavirus stark belastet. Der Verein Schlösser, Burgen und Garten Baden-Württemberg fürchtet einen regelrechten Dominoeffekt, der in Gang gesetzt wurde. „Den Betreibern der Burgen - Privatleute, Kommunen und staatliche Einrichtungen - fehlen Beträge, die zusammengenommen mehrere Millionen ausmachen", teilt er mit. Damit seien vor allem auch im strukturschwachen ländlichen Raum Arbeitsplätze gesichert und die Sehenswürdigkeiten erhalten worden. 

Zudem könnten Gastronomen und Pächter von Museumsshops ihre Angestellten nicht mehr bezahlen, Konzerte und Theaterstücke müssten abgesagt werden, die Künstler stünden vor dem Nichts. „Rechnungen an Zulieferer und Handwerker, Beherbergungsagenturen, Versicherungen, Wach- und Schließgesellschaften und viele mehr können nicht oder nur unter großer Anstrengung beglichen werden", heißt es bei dem Verein weiter. Wenn einige Unternehmen die Corona-Krise nicht überstehen, würde das der Vielfalt im Tourismus einen schweren Schaden zufügen. 

Nach Angaben des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart geht es in den kommenden Monaten darum, dass die Unternehmen wieder Einnahmen generieren können, ohne dabei die bereits zu verzeichnenden Erfolge bei der Eindämmung der Infektionsdynamik zu riskieren. Die schrittweisen Lockerungen der Beschränkungen könnten dabei eine Chance sein, sagt eine Sprecherin der Behörde. „Für viele Bürgerinnen und Bürger und ihre Familien wird es in diesem Jahr darum gehen, Alternativen zu bisher geplanten Reisezielen zu finden."

Coronavirus Baden-Württemberg: 160 neue Fälle – Zahlen steigen langsamer 

Update vom 27. April, 20:50 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg ist am Montag um 160 auf insgesamt 31.177 gestiegen. Außerdem bestätigt das Sozialministerium 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Die Ausbreitung der Fälle in den einzelnen Landkreisen

Coronavirus Baden-Württemberg: Ab heute Maskenpflicht – halten sich die Menschen daran? 

Update vom 27. April, 14:15 Uhr: Seit Montag gilt Maskenpflicht in Läden und im Nahverkehr. Halten sich die Menschen in Baden-Württemberg daran? Die Polizeigewerkschaft und der Verkehrsminister berichten von ersten positiven Erfahrungen:

„Wir können momentan nur Positives berichten“, sagt der Landesvorsitzende Ralf Kusterer im Radioprogramm von SWR Aktuell. Die Bürger hielten sich größtenteils an die Regelungen. Bisher fänden keine extra Kontrollen an Bussen oder Geschäften statt, das werde innerhalb der normalen Streifentätigkeit erledigt. Nach einer ersten Gewöhnungsstreife ohne Strafen müssen die Bürger in Baden-Württemberg, die keine Maske tragen, ab dem 4. Mai ein Bußgeld von bis zu 30 Euro zahlen. 

Auch nach Eindruck des Fahrgastverbands halten sich die Bahnfahrer in Baden-Württemberg am Montag an die neue Maskenpflicht. Man brauche durch die Maskenpflicht keine Angst in den Bahnen zu haben, sagt Verkehrsminister Winfried Hermann am Montag in Stuttgart. „Wir haben eher Angst, dass die Leute, die bisher im öffentlichen Verkehr unterwegs waren, wieder ins Auto steigen." In dem Fall gebe es mit Umweltbelastungen und Corona-Pandemie einen doppelten Schaden. David Weltzien von DB Regio sagte, dass die Bahn-Mitarbeiter Weisungen bekämen, um maskenlose Fahrgäste - mit Abstand - zum Tragen eines Gesichtsschutzes zu bewegen. „Wenn es eskaliert, dann wird die Polizei gerufen", sagte Weltzien. In den Bahnen solle auch durch „sozialen Druck“ der Fahrgäste untereinander die Verordnung umgesetzt werden. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Ab heute Maskenpflicht – so teuer ist das Bußgeld

Update vom 27. April: Ab sofort gilt Maskenpflicht in Baden-Württemberg. Wer einkaufen geht oder den ÖPNV nutzt, MUSS einen Mundschutz tragen. Doch wie teuer fällt das Bußgeld aus, wenn man keine Maske trägt? In der ersten Woche bis zum 4. Mai werden Mundschutz-Muffel erst einmal nur verwarnt. Danach droht ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro. Wie lange es die Maskenpflicht geben wird, ist unklar. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagt allerdings: „Man sollte sich darauf einrichten, dass es eine Weile geht.“ 

Update vom 26. April: Ab Montag (27. April) gilt in Baden-Württemberg aufgrund der neuen Corona-Verordnung eine Maskenpflicht. Heißt konkret: Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr muss ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Doch welche Bußgelder und Strafen drohen, wenn man keine Maske trägt? Zunächst einmal muss geklärt werden, dass es auch Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt. Für wen das Tragen einer Maske wegen einer Behinderung oder aus medizinischen Gründen wie zum Beispiel bei Asthma, nicht zumutbar ist, ist nicht verpflichtet, einen Mundschutz zu tragen. Gleiches für gehörlose Menschen und ihre Begleitpersonen, die auf das Mundbild oder einer besonders deutliche Aussprache angewiesen sind. Auch Kassierer, die hinter einer Plexiglasscheibe arbeiten, müssen keine Maske tragen. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind außerdem Kinder unter sechs Jahren.

Die wichtigsten Infos zur Maskenpflicht auf einen Blick.

Der Verstoß gegen die Maskenpflicht gilt grundsätzlich als Ordnungswidrigkeit und kann folglich mit einem Bußgeld belegt werden. Doch nicht jedes Bundesland will davon auch Gebrauch machen. In Baden-Württemberg sind zunächst keine Strafen vorgesehen. Die Landesregierung will den Bürgern in einer einwöchigen Übergangsphase genügend Zeit geben, damit sich alle auf die neue Praxis einstellen können. Zwar wird die Maskenpflicht in dieser Zeit durch die Polizei und die Bediensteten des öffentlichen Nahverkehrs kontrolliert, beim Verstoß wird jedoch kein Bußgeld fällig – vorerst!

Coronavirus in Baden-Württemberg: Welche Strafen und Bußgelder drohen?

Mit dem Ende der einwöchigen Übergangsphase ist dann aber ab 4. Mai in Baden-Württemberg vorgesehen, ein Bußgeld beim Verstoß gegen die Maskenpflicht zu erheben. Über die Höhe der Strafe will sich die Landesregierung beraten, die Entscheidung darüber soll in der kommenden Woche fallen. Andere Bundesländern sind hier schon weiter: In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise wird beim Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 25 Euro verhängt, in Hessen 50 Euro. Und während in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gar kein Bußgeld geplant ist, müssen Masken-Muffel in Bayern künftig 150 Euro zahlen. Auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gilt die Maskenpflicht. Doch wie reagieren die Mannheimer in den Planken und die Ludwigshafener im Rathauscenter darauf?

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen im Überblick

Am Sonntag (26. April) liegt die Zahl der Personen, die sich in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert haben, bei 31.017 – 278 mehr als noch am Tag zuvor. Über zwei Drittel (66,7 Prozent) aller Infizierten sind mittlerweile wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung geheilt. In den vergangene 24 Stunden wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium 12 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet. Hier liegt die Zahl im Land mittlerweile bei 1.249. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Fast 31.000 Infizierte – über 20.000 Erkrankte wieder geheilt

Update vom 25. April um 19:50 Uhr: Am Samstagabend veröffentlicht des Gesundheitsministerium Baden-Württemberg die aktualisierten Fallzahlen im Land. Demnach ist die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf 30.739 angestiegen – das sind 370 mehr als noch am Tag zuvor. Rund zwei Drittel (20.0032) der Personen sind mittlerweile wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Darüber hinaus wurden dem Amt 34 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet – hier liegt die Gesamtzahl mittlerweile bei 1.237. Die 34 neuen Corona-Toten in Baden-Württemberg wurden aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Biberach, Böblingen, Bodenseekreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Enzkreis, Esslingen, Lörrach, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Rottweil, Schwäbisch Hall, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tübingen, Tuttlingen und Waldshut sowie aus der Stadt Baden-Baden gemeldet.

Unter den Verstorbenen waren 733 Männer und 504 Frauen. Das Alter lag zwischen 36 und 102 Jahren. 64 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Coronavirus Baden-Württemberg: Starker Anstieg befürchtet – Land will deutlich mehr Tests durchführen

Update vom 25. April um 11 Uhr: Bislang wurden in Baden-Württemberg 30.369 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, 1.203 Menschen sind an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird aktuell vom Robert Koch-Institut mit R 0,8 angegeben. Heißt: Im Mittel steckt eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person 0,8 weitere Personen an. Um diesen Wert weiter zu drücken und einen erneuten exponentiellen Anstieg der Corona-Fälle zu verhindern, sollen in Baden-Württemberg künftig deutlich mehr Menschen auf eine Infektion getestet werden als bislang.

Diesen Entschluss fasste die Corona-Lenkungsgruppe der Regierung laut einer Mitteilung vom 25. April. Demnach sollen künftig auch Menschen getestet werden, die in engem Kontakt zu Infizierten stehen, die in medizinischen oder Pflegeeinrichtungen arbeiten oder in deren Umfeld es eine Häufung von Erkrankungen gibt – und das auch, wenn sie selbst keine Symptome zeigen

Deutlich mehr Corona-Tests angestrebt: Künftig sollen in Baden-Württemberg auch gewisse Personen getestet werden, die keine Symptome haben.

Dadurch könnte die Zahl der Tests von zuletzt 80.000 auf mehr als 160.000 pro Woche steigen, hieß es. Durch die allmähliche Lockerung der Corona-Maßnahmen wird befürchtet, das es wieder vermehrt zu Corona-Fällen kommen könnte, deshalb sei es wichtig, Infizierte frühzeitig zu identifizieren und zu isolieren und Kontaktpersonen zu ermitteln.

Mehrheit befürwortet Maskenpflicht – doch nicht in allen Altersgruppen

Update vom 25. April: Ab Montag (27. April) gilt in Baden-Württemberg in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften die Maskenpflicht. Wie nun aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts Civey (im Auftrag der „Schwäbischen Zeitung“) hervorging, befürwortet eine Mehrheit der Baden-Württemberger die Einführung einer Mundschutzpflicht: Rund 60 Prozent bewerteten die Pflicht, Mund und Nase in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit zu bedecken „sehr positiv“ oder „eher positiv“.

Doch was in der Umfrage zur Maskenpflicht infolge des Coronavirus in Baden-Württemberg auffällt, ist der Umstand, dass es beim Alter der Befragten deutliche Unterschiede gibt. Während 73,1 Prozent der Baden-Württemberger über 65 Jahren die Maßnahme befürwortete, waren es bei den 18- bis 29-Jährigen nur 45,6 Prozent.

Was denkst Du über die Maskenpflicht? Mach mit bei unserer Umfrage!

Coronavirus Baden-Württemberg: Über 30.000 Fälle – Maskenschutz ab Montag

Update vom 24. April, 19:30 Uhr: Wie das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg mitteilt, ist die Zahl der Covid-19-Infizierten auf mindestens 30.369 angestiegen. Somit ist die Zahl der Infizierten um 457 innerhalb eines Tages gestiegen. Von den 30.369 Infizierten sind schon ungefähr 19.339 Personen genesen: Die Zahl der Genesenen ist also weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Tragischerweise sind heute in Baden-Württemberg 31 weitere Personen an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt somit auf insgesamt 1.203.

Coronavirus Baden-Württemberg: Fastenmonat Ramadan beginnt – Gesundheitsminister appelliert an Muslime

Am heutigen Freitag (24. April) beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen die 600.000 Muslime in Baden-Württemberg auf gemeinsame Rituale und Traditionen verzichten und stattdessen Abstand halten und Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Beispielsweise muss das gemeinschaftliche Fastenbrechen am Abend mit Freunden und Familie dieses Jahr im kleinen Kreis stattfinden. Die gemeinsamen Gebete in der Gemeinde werden dieses Jahr auch nicht wie üblich stattfinden. Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha ist guter Dinge: „Wir sind sicher, dass die islamischen Gemeinden und Familien im Land gute und praktikable Lösungen für die Ramadanzeit finden werden“, erklärt der Minister.

Ab Montag (27. April) gilt in Geschäften in Baden-Württemberg die Maskenpflicht.

Islamische Verbände und Moscheen haben in Baden-Württemberg ihre Gemeinden aufgefordert, Fastenrituale und -gebete während des Ramadans in der Obhut ihrer eigenen Wohnung durchzuführen. Es wird auch Online-Ramadan-Predigten für Zuhause geben und außerdem bieten einige Gemeinden Koran-Lesungen per Videokonferenz an. „Allen 600.000 Menschen, die sich in Baden-Württemberg zum Islam bekennen, wünsche ich einen gesegneten Ramadan“, so Lucha abschließend.

Coronavirus Baden-Württemberg: Maskenpflicht - wer KEINEN Mundschutz tragen muss

Update vom 24. April, 9 Uhr: Am Donnerstag (23. April) ist die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 29.912 angestiegen. Davon sind ungefähr 18.558 Personen bereits wieder genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt auf 1.172 an.

Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,8 angegeben (siehe Abbildung). Ein R von 0,8 bedeutet, dass im Mittel fast jeder mit SARS-CoV-2 Infizierte eine weitere Person ansteckt und somit die Zahl der Neuerkrankungen leicht abnimmt. Die Verdopplungszeit beträgt momentan 41 Tage. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen in einer Epidemie verdoppeln.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Maskenpflicht ab Montag – für diese Menschen gelten Ausnahmen

Update vom 23. April, 18 Uhr: Ab Montag gilt Maskenpflicht in Baden-Württemberg - außer für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr. So lautet die Neuauflage der Corona-Verordnung, die am Donnerstag beschlossen wurde. Auch während des Unterrrichts an den Schulen soll keine Maskenpflicht gelten, allerdings für die Fahrt zu Schule mit dem ÖPNV schon. 

Außerdem gilt: Für wen das Tragen einer Maske wegen einer Behinderung oder aus medizinischen Gründen, zum Beispiel bei Asthma, unzumatbar ist, muss auch keinen Mundschutz aufziehen. Dies gilt auch für gehörlose Menschen und ihre Begleitpersonen, die auf das Mundbild oder einer besonders deutliche Aussprache angewiesen sind. Ebenso Kassierer, die hinter einer Plexiglasscheibe arbeiten, müssen keine Maske aufziehen. Außerdem muss laut Landesregierung auf Wochenmärkten ebenfalls kein Mundschutz getragen werden. Es sei aber grundsätzlich sinnvoll, eine Maske zu tragen, wo immer der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne. 

Kretschmann zum weiteren Corona-Kurs: Vorschnelle Lockerung „wird sich bitter rächen“

Update vom 23. April, 13:30 Uhr: Die Regierungschefs von Baden-Württemberg und Bayern, Winfried Kretschmann und Markus Söder haben sich nach gemeinsamen Beratungen zum weiteren Corona-Kurs entschieden gegen zu schnelle Lockerungen der Maßnahmen ausgesprochen. Dank guter Taktik, hoher Disziplin und Vorbereitung läge das Land nun „in der Mitte der ersten Halbzeit gegen einen übermächtigen Gegner“, betont Kretschmann in seinem Statement. Bayern und Baden-Württemberg seien sich einig, nun keine leichtfertigen Schritte zu machen. Beide Ministerpräsidenten zeigen sich entschlossen, sich in der Diskussion mit den anderen Regierungschefs entschieden gegen zu schnelle Lockerungen auszusprechen. „Der Süden muss zusammenstehen“, so Kretschmann.

Baden-Württemberg und Bayern gegen zu schnelle Corona-Lockerung – Söder für Impfpflicht

„Wir glauben fest daran, dass Corona bleibt“, sagt auch der bayrische Ministerpräsident. Es gebe aktuell keinen Grund, leichtsinnig zu werden. Alle Wissenschaftler würden dringend vor einem Rückfall warnen. „Wir wollen keinen erneuten Lockdown, sondern den Weg besonnen und Schritt für Schritt gehen“, so Söder. So lange es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe, könne auch keine Entwarnung gegeben werden. Der Regierungschef von Bayern zeigt sich in diesem Zusammenhang sogar offen für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus

Laut Winfried Kretschmann habe man in Baden-Württemberg und Bayern großen Respekt vor einer zweiten Infektionswelle„Die würde uns deutlich härter treffen“, so der Ministerpräsident. „Wenn wir jetzt zu sorglos handeln, wird sich das bitter rächen.“ Das Leben und die Gesundheit der Menschen müsse immer im Zentrum stehen – und das würde man auch in dienächste Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel mitnehmen. 

Corona-Krise: Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg will weitere Lockerungen in Gastronomie und Handel

Update vom 23. April, 12 Uhr: Zusammen mit Kollegen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen will Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut weitere – und vor allem einheitliche – Lockerungen der Corona-Vorgaben durchsetzen. Vor allem Gastronomie und Hotels sollten eine Perspektive für die Zeit nach dem 4. Mai bekommen – aber auch im Einzelhandel müsse es weitere Möglichkeiten geben, teilt das Landeswirtschaftsministerium von Baden-Württemberg am Donnerstag mit. Ein entsprechendes Konzept der drei Bundesländer soll bis zur nächsten Runde der Regierungschefs von Bund und Ländern nächste Woche stehen. In einer Ministerkonferenz am Donnerstagnachmittag sollte zudem bei den übrigen Bundesländern für die Pläne geworben werden.

Corona-Krise: Baden-Württemberg und Bayern beraten über nächste Schritte 

Update vom 23. April, 9 Uhr: Die Regierungschefs von Baden-Württemberg und Bayern beraten am Donnerstag um 12 Uhr in Ulm über die Corona-Krise. Bei dem Treffen von Markus Söder und Winfried Kretschmann soll es um die nächsten Schritte gehen, heißt es vom baden-württembergischen Staatsministerium. Im Anschluss (13 Uhr) wollen sich die Regierungschefs per Live-Übertragung im Internet an die Öffentlichkeit wenden. 

Winfried Kretschmann und Markus Söder

Söder hatte sich bei seiner Regierungserklärung Anfang der Woche für eine Zusammenarbeit beider Länder ausgesprochen. „Weil wir in Bayern und Baden-Württemberg ganz eng Seite an Seite und eins zu eins gehen, weil wir eine ähnliche Entwicklung haben.“ Kurz nacheinander haben beide Bundesländer in dieser Woche die Einführung einer Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen ab dem kommenden Montag beschlossen. In anderen Bereichen wie Ladenöffnungen wird in Bayern und Baden-Württemberg unterschiedlich verfahren. Die Bayern zeigen sich bisher konservativer und lassen sich mehr Zeit bei den Lockerungen. Söder wurde immer wieder für sein Vorpreschen in der Corona-Krise kritisiert.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Jetzt dürfen auch große Läden öffnen

Update vom 22. April, 17:37 Uhr: Bislang durften in Baden-Württemberg nur Geschäfte öffnen, die insgesamt nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Nun wird diese Corona-Verordnung etwas gelockert. Noch am Mittwoch soll die Richtlinie für den Einzelhandel angepasst werden, wie Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mitteilt.

Nun dürfen auch größere Läden aufmachen, die ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter eingrenzen. Kaufhäuser können die Fläche beispielsweise durch Absperrungen oder Stellwände verkleinern. „Ich habe von Anfang an diese Flexibilität für notwendig gehalten", sagt auch Hoffmeister-Kraut. 

Zuvor hat ein Modegeschäft aus Ulm sich gegen die erzwungene Schließung gewährt. Dder Laden hat eigentlich rund 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, hat dieser aber auf 800 Quadratmeter begrenzt. Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat keinen Grund in der entsprechenden Corona-Verordnung gefunden, der dagegen spricht. Auch die notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen seien eingehalten worden. Die Richter verwiesen auch darauf, dass es in den Corona-Verordnungen einiger anderer Bundesländer ähnliche Formulierungen zur Beschränkung der Verkaufsfläche gebe wie in Baden-Württemberg. Dort würden sie aber so ausgelegt, dass die Öffnung abgetrennter Bereiche in Ordnung sei. 

Ob es insgesamt rechtswidrig ist, dass größere Geschäfte geschlossen bleiben müssen - zum Beispiel weil das gegen das im Grundgesetz festgelegte Gleichbehandlungsgebot verstoßen könnte -, haben die Richter offen gelassen. 

Coronavirus: Sind Kinder „immun“ gegen Covid-19?

Update vom 22. April, 12:45 Uhr: Sind Kinder „immun“ gegen das Coronavirus? Jüngste Studien aus Island und ein Fall aus Frankreich legen nahe, dass Kinder unter zehn Jahren nicht an Covid-19 erkranken und das Virus auch nicht übertragen. Um mehr über Corona und die Verbreitung bei Kindern zu erfahren, hat die Uniklinik Heidelberg jetzt eine landesweite Studie gestartet. An der Uniklinik in Heidelberg blieb der große Ansturm bisher aus. Seit März stehen hier ein Großteil der Intensivbetten leer, weshalb die Krankenhausleitung in eine „neue Normalität“ schreiten will.

Dabei werden ab Mittwoch (22. April) Kinder und Eltern in 2.000 Haushalten in Baden-Württemberg untersucht. Die Untersuchung soll klären, ob und wie schwer Kinder unter zehn Jahren an Covid-19 erkranken. zudem soll auch geklärt werden, welchen Anteil Kinder an der Verbreitung des Coronavirus haben. Mit ersten Ergebnissen wird bereits Anfang Mai gerechnet.   

Baden-Württemberg: Maskenpflicht ab Montag – was man jetzt beachten muss

Update vom 22. April, 8:45 Uhr: Die Tafeln in Baden-Württemberg sind dringend auf der Suche nach Freiwilligen, die längerfristig helfen können. Zwar hätten sich in der Corona-Krise bei allen Tafeln viele neue Helfer gemeldet, sagt Udo Engelhardt, Sprecher der Tafeln Baden-Württemberg. Nicht alle habe man aber auch einbinden können. „Für ein oder zwei Wochen rentiert sich das in vielen Fällen nicht“, sagt Engelhardt. Denn Helfer bräuchten erstmal viel Anleitung. Erfahrene Freiwillige wissen seinen Angaben zufolge zum Beispiel, welche Lebensmittel für die Tafeln geeignet sind, sie kennen die Ansprechpartner in den Supermärkten sowie die Kunden und Regeln der Tafel. Viele Tafeln werden von älteren Ehrenamtlichen geleitet. Doch sie gehören in der Corona-Pandemie zur Risikogruppe. „In der aktuellen Krise ist dieses große Kapital der Tafeln zum Risikokapital geworden“, sagte Engelhardt. Etwa 40 Prozent der 147 Tafeln im Südwesten sind derzeit geschlossen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zahl der Infizierten steigt auf fast 28.800

Update von 20:15 Uhr: Laut den aktuellen Zahlen des Sozialministeriums Baden-Württemberg ist die Anzahl der Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden wieder angestiegen. Aktuell sind im ganzen Bundesland 28.793 Personen mit Covid-19 infiziert. Von diesen sind 17.045 aber bereits wieder genesen. Zudem sind ungefähr 1.062 Menschen mit dem Coronavirus gestorben. Laut Robert Koch-Institut liegt die Reproduktionszahl bei 0,6 – das bedeutet, dass jeder Sars-CoV-2 Infizierte weniger als eine Person ansteckt. Damit nimmt die Anzahl der Neuerkrankungen ab. 

Update von 13:45 Uhr: Weil zu wenige Menschen freiwillig eine Maske tragen, hat Baden-Württemberg nun durchgegriffen und wird in wenigen Tagen eine landesweite Maskenpflicht einführen. Ab kommenden Montag (27. April) wird die Gesichtsverhüllung in Bus, Bahn und Laden zur Pflicht. Ministerpräsident Winfried Kretschmann begründet das am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Stuttgart damit, dass sich bisher zu wenige Menschen in Baden-Württemberg an die dringende Empfehlung zum Tragen von Masken hielten. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Maskenpflicht ab 27. April – welchen Mundschutz muss ich tragen?

Laut Kretschmann ginge es bei der Maskenpflicht in ÖPNV und beim Einkaufen nicht um einen medizinischen Mundschutz, sondern um eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung. „Notfalls tut es auch ein Schal." Es reicht also, wenn man in Läden oder öffentlichen Verkehrsmitteln die sogenannten Alltagsmasken trägt – oder eben Schals und Tücher.

Baden-Württemberg: Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr ist das Tragen einer Atemschutzmaske ab dem 27. April Pflicht.

Ob Strafen eingeführt werden, wenn man beim Einkaufen oder in Bus oder Bahn ohne Maske erwischt wird, steht noch nicht fest. Zunächst sollen Polizisten und Mitarbeiter im Nahverkehr genau kontrollieren und Personen ohne Mund- und Nasenschutz auf die Maskenpflicht hinweisen. Am Dienstag entscheidet auch Hessen, dass es eine Maskenpflicht im Land geben wird.

Update vom 21. April, 12:10 Uhr: Baden-Württemberg führt eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Vom 27. April an gelte die Pflicht, Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr zu bedecken, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Wird heute eine Maskenpflicht eingeführt?

Erstmeldung vom 21. April: In Baden-Württemberg sind aktuell 28.537 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Davon sind nach Angaben des Sozialministeriums bereits 16.337 wieder genesen. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,6 angegeben. Ein R von 0,6 bedeutet, dass im Mittel jeder mit Covid-19 Infizierte deutlich weniger als eine weitere Person ansteckt. Im Bundesland gibt es mittlerweile über 1.000 Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (Stand 20. April 2020)

Seit dem 23. März besteht im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg ein Kontaktverbot. Mit der neuen Corona-Verordnung, die im Bundesland seit dem 20. April gilt, wurden die harten Regeln vorsichtig gelockert. Erste Läden konnten wieder öffnen und auch die Schulen sollen schrittweise geöffnet werden. Jetzt will das Kabinett um Ministerpräsident Kretschmann über eine Maskenpflicht beraten: 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann berät am Dienstag über Maskenpflicht

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfahren hat, geht die Diskussion um eine Maskenpflicht in Baden-Württemberg am Dienstag in die nächste Runde. Offenbar will das Kabinett um Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart über eine Pflicht, beim Nahverkehr und beim Einkaufen eine Maske zu tragen, beraten. Bisher galt das Tragen einer sogenannten Alltagsmaske nur als Empfehlung. 

Bisher haben in Baden-Württemberg nur die Städte Sulz am Neckar und Kirchheim unter Teck eine Maskenpflicht im Kampf gegen das Coronavirus eingeführt. Kommt diese Regel nun auch landesweit? „Ich befürworte eine Verpflichtung zum Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen, im ÖPNV und in den Pausen auf den Schulhöfen, wenn die Schulen wieder öffnen", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha der Deutschen Presse-Agentur.   Ein Regierungssprecher sagte außerdem, dass man die Infektionsrate im Griff behalten müsse, wenn die Geschäfte nach und nach wieder eröffneten. Sollte man den Eindruck haben, dass die Masken-Empfehlungen nicht hinreiche, müsse womöglich im Südwesten eine Maskenpflicht kommen. In Sachsen und bald auch in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits eine landesweite Mundschutz-Pflicht.

Alltagsmaske selber nähen: Die Anleitung für den DIY-Mundschutz liest Du hier.  

Bei Kindern verläuft eine Coronavirusinfektion oft symptomfrei. Jetzt wollen Forscher an der Universitätsmedizin Mannheim herausfinden, wie viele Kinder infiziert sind. Dabei bekommen sie prominente Unterstützung von Deutschlands bekanntestem Virologen, Christian Drosten.

kab

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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