Die aktuelle Lage im Bundesland

Corona in Baden-Württemberg: Zahl der Infektionen geht stark zurück

Corona in Baden-Württemberg: Die aktuellen Entwicklungen und Zahlen in der Corona-Krise täglich im Überblick.

  • In Baden-Württemberg haben sich bislang 134.819 (+ 1.246) Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt aktuell bei einem Wert von 137 (Stand: 23. November)
  • Absprachen zwischen Bund und Ländern vor Corona-Gipfel: Medienbericht enthüllt Details zu Lockdown-Verlängerung.

Update vom 23. November: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg stärker zurückgegangen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Montag wurden 1.246 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden bestätigt, insgesamt sind es somit seit Beginn der Pandemie 134.819. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Virus stieg hingegen stark um 48 auf nunmehr 2.496, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) weiter mitteilte. Das liege vor allem an unregelmäßigen Nachmeldungen aus den Standesämtern, die die Zahlen nicht täglich an die Gesundheitsämter weiterreichten, sagte eine LGA-Sprecherin. Als genesen gelten 87 910 Menschen, 1433 mehr als am Tag zuvor bekannt war.

Corona in Baden-Württemberg: Lockdown-Verlängerung – jetzt sickern erste Details durch

Update vom 20. November: Am Montag gab es zuletzt große Aufregung, aber keine Einigkeit rund um die Beschlussvorlagen aus dem Kanzleramt beim Corona-Gipfel. Vor dem nächsten Gipfel am Mittwoch, den 25. November, sind nun das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten in Gesprächen. Einem Medienbericht des Business Insider zufolge sind die angedachten Vorschläge schon ziemlich konkret.

So wollen die Länder offenbar in Einklang mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den „Lockdown light“ verlängern, aber noch vor Weihnachten enden lassen: Im Gespräch ist angeblich der 20. Dezember als vorläufiger Schlusspunkt. Eine Verschärfung heißen die Landeschefs demnach auch beim Thema Kontakte gut. Details stehen hier aber wohl noch nicht fest. Die Obergrenze von einem festen Kontakt lehnen die SPD-geführten Länder sowie Schleswig-Holstein und Hessen laut Business Insider aber ab.

Baden-Württemberg: Kommt eine Verlängerung der Weihnachtsferien?

Nicht umsetzbar ist offenbar die zunächst vom Kanzleramt vorgeschlagene Halbierung der Schulklassen. Dafür fehlten schlicht Räume und Lehrer, heißt es. Dagegen soll der Präsenzunterricht für Oberstufen- und Berufsschüler noch weiter heruntergefahren werden. Sollten die Infektionszahlen über die Weihnachtstage steigen, wollen einige Bundesländer eine bundesweit einheitliche Verlängerung der Weihnachtsferien erreichen, heißt es. Diese sollten nach aktueller Planung dann erst am 10. Januar enden.

Baden-Württemberg: Gibt es Gottesdienste zu Weihnachten?

Eine der großen Fragen im Hinblick auf Weihnachten: Werden Gottesdienste erlaubt sein? Laut Business Insider wollen die Länder hier wohl keine Beschränkungen beschließen, sondern mit den Religionsgemeinschaften sprechen, inwiefern große Weihnachtsgottesdienste vermieden werden.

Alle Vorschläge sollen dem Bericht des Business Insider nach über das Wochenende zwischen den Ländern und am Dienstag mit dem Kanzleramt abgestimmt werden. So soll es beim Corona-Gipfel am Mittwoch weitestgehend Übereinstimmung für die Beschlüsse geben.

Corona in Baden-Württemberg: Einzelhandel in Sorge – darum ist der Weihnachtsbummel so wichtig

In wenigen Wochen ist Heiligabend, doch durch die Corona-Pandemie kommt wohl bei vielen keine Weihnachtsstimmung auf. Das ist auch kein Wunder: Weihnachtsmärkte fallen aus, Treffen mit Freunden sind zur Seltenheit geworden und den Weihnachtsbummel will man am liebsten auch nur online machen. Allerdings bedeutet das Meiden der Einkaufsstraßen möglicherweise eine Katastrophe für den Einzelhandel. Denn die Weihnachtszeit ist normalerweise die umsatzreichste Zeit. Fallen nun aber viele Kunden weg, bedeutet das weniger Einnahmen und bei einigen eine finanzielle Notsituation.

BundeslandBaden-Württemberg
EinwohnerCa. 11 Millionen
Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Baden-Württemberg: Einzelhandel sieht Weihnachtszeit wegen Corona besorgt entgegen

Eine deutliche Mehrheit der Einzelhändler in Baden-Württemberg erwartet hohe Umsatzeinbußen aufgrund des Coronavirus. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, geht das aus einer Umfrage hervor. Etwa zehn Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sie in den Wochen vor Weihnachten mit einem Einbruch von mehr als 50 Prozent rechnen müssen. Knapp 40 Prozent glauben, dass sie einen Erlösrückgang von 30 bis 50 Prozent erwartet.

Die Corona-Politik und die Sorge vieler Kunden seien die Gründe für einen extremen Umsatzrückgang. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist der Kunden-Andrang in den Innenstädten in Baden-Württemberg deutlich weniger geworden. Dass sich das jetzt in der Vorweihnachtszeit ändert, ist zu bezweifeln. Zwei Drittel (65 Prozent) der stationären Einzelhändler erwartet laut der Umfrage hohe Rückgänge bei den Besucherfrequenzen – unter anderem aufgrund der fehlenden Weihnachtsmärkte. Aber auch die Weihnachtsstimmung kommt nicht wirklich auf. Die Mehrheit der Betriebe gibt an, dass die Kunden durch die Pandemie verunsichert sind.

Baden-Württemberg: Gottesdienst an Weihnachten – neue Ideen wegen Corona

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stimmt die Menschen auch hinsichtlich kirchlicher Gottesdienste auf ein Weihnachtsfest mit Corona-Beschränkungen ein. „Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind“, sagt der Grünen-Politiker in der SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“, die am Donnerstag (19. November) im TV ausgestrahlt wird. Kretschmann betont jedoch, dass Gottesdienste beschränkt stattfinden können.

Kirchen in Baden-Württemberg sammeln bereits im Internet Ideen, wie trotz Corona-Regeln im Advent eine festliche Stimmung aufkommen kann. Beispielsweise könnten Wander-Krippen und Weihnachtskonzerte vor Altenheimen und Auto-Gottesdienste stattfinden. Wie diese genau ablaufen können, dazu warten die Verantwortlichen auch auf Ergebnisse des Treffens von
Bund und Ländern kommenden Mittwoch (23. November) ab, bei dem längerfristig wirksame Maßnahmen beschlossen werden sollen.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann über Winterurlaub – „keine großen Reisen“

Zum Thema Winterurlaub gibt Winfried Kretschmann ebenfalls einen Dämpfer: „Sicher werden wir dringend empfehlen, keine großen Reisen zu machen, schon gar nicht ins Ausland.“ Die Kurve der Infektionszahlen in Baden-Württemberg flache zwar ab, aber richtig runtergehe sie noch nicht, so meint Ministerpräsident. Deshalb kann es sogar sein, dass Verschärfungen kommen. Eine „Lockerung ist jedenfalls nicht in Sicht.“ (jol)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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