Riesiges Familien-Treffen

Corona-Regeln: Großfamilie will nicht aufhören zu feiern – und begeht dafür Straftat

Corona-Sünder in Brühl/Nußloch: Gleich zweimal muss die Polizei wegen der Zusammenkunft einer Großfamilie ausrücken.
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Corona-Sünder in Brühl/Nußloch: Gleich zweimal muss die Polizei wegen der Zusammenkunft einer Großfamilie ausrücken.

Brühl/Nußloch - Bei einem riesigen Großfamilien-Treffen wird gezielt gegen die Corona-Regeln verstoßen. Super dreist: Nach dem Polizei-Einsatz geht es einfach in die nächste Runde.

Trotz Lockdown hat das Coronavirus ganz Baden-Württemberg weiterhin fest im Griff. Insbesondere leichtsinnige Treffen, bei denen nicht die Hygiene-Regeln beachtet werden, treiben die Pandemie immer weiter an. Um eine weitere Ausbreitung des gefährlichen Erregers einzudämmen, haben sich Bund und Länder zuletzt auf weitere Verschärfungen der Maßnahmen und Regeln geeinigt. Eine entscheidende Verschärfung ab Montag (11. Januar) ist hierbei: Private Treffen, ob zu Hause oder in der Öffentlichkeit, sind nur mit einer anderen Person erlaubt. Zuvor dürfen sich bis zu fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten treffen. Doch selbst über diese Einschränkung, setzt sich eine Großfamilie bei mehren Treffen in der Rhein-Neckar-Region dreist hinweg.

Brühl/Nußloch: Großfamilie pfeift auf Corona-Regeln

Zunächst wird die Polizei am Samstag (9. Januar) gegen 17:45 zu einem Einfamilienhaus in Nußloch gerufen. Zeugen wollen gesehen haben, wie eine ganze Reihe von ortsfremden Personen das Haus in der Karl-Gehrig-Straße betreten haben sollen. Die Beamten stellen nach ihrem Eintreffen fest, dass tatsächlich eine Zusammenkunft mehrerer Hausstände einer Großfamilie abgehalten wird.

Wie das Polizeipräsidium Mannheim bekannt gibt, wird die Familien-Zusammenkunft unverzüglich aufgelöst. Insgesamt sind 32 erwachsene Personen bei der Kontrolle anwesend. Alle werden schließlich wegen des Verstoßes gegen die Corona-Verordnung angezeigt. Hierfür werden zwölf Polizeibeamte zur Überprüfung eingesetzt. Offenbar zeigen sich die Anwesenden einsichtig und die Arbeit der Polizei ist damit erledigt – sollte man meinen.

Brühl/Nußloch: Großfamilie verlagert die große Zusammenkunft nach erstem Polizeieinsatz

Doch es kommt alles ganz anders: Keine zwei Stunden später wird der nächste Polizeieinsatz durch eine größere Zusammenkunft provoziert – diesmal im knapp 20 Kilometer entfernten Brühl. Dort werden vor einem Haus in der Bachstraße zahlreiche Autos mit auswärtigen Kennzeichen abgestellt.

Bei der Überprüfung durch acht Polizeibeamte werden in zwei Wohnungen im Erd- und Obergeschoss insgesamt 33 Personen angetroffen. Bei den Anwesenden handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine Großfamilie aus mehreren Hausständen. Am Treffen sollen Personen aus Süddeutschland, dem Saarland und der Schweiz teilgenommen haben.

Erwartungsgemäß wird auch diese Zusammenkunft unverzüglich aufgelöst und Anzeige gegen die 33 anwesenden erwachsenen Personen erhoben. Doch damit nicht genug! Wie sich schnell herausstellt, haben einige der Teilnehmer zuvor schon am Treffen in Nußloch teilgenommen – Einsicht und Respekt vor den Regeln sehen anders aus. (esk/pol)

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