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Corona in BW: Keine Gruppen-Quarantäne mehr für Schulklassen und Kitas

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Von: Marten Kopf

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Baden-Württemberg - Das Land aktualisiert seine Corona-Regeln: Bei größeren Ausbruchsgeschehen müssen Schulklassen und Kitagruppen nun nicht mehr komplett in Quarantäne.

Das Land Baden-Württemberg ändert seine Quarantäne-Regeln in Schulen und Kitas: Künftig müssen nicht mehr ganze Klassen oder Gruppen in häusliche Isolation geschickt werden, selbst wenn es einen größeren Corona-Ausbruch gibt. Einen entsprechenden Handlungsleitfaden für die Gesundheitsämter hat die Landesregierung nun aktualisiert. „Damit schützen wir den Präsenzunterricht und gewährleisten einen einigermaßen geregelten Schul- und Kitabetrieb“, so Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche35.751,46 km²
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann

Demnach müssen sich von nun an nur noch positiv getestete Kitakinder und Schülerinnen und Schüler absondern. Bisher lautete die Regel, dass die ganze Klasse oder Kitagruppe in Quarantäne geschickt werden muss, wenn mehr als fünf Jugendliche oder 20 Prozent einer Klasse infiziert sind. Nach wie vor werden jedoch auch weiterhin alle nicht-quarantänebefreiten Schülerinnen und Schüler einer Klasse an fünf Tagen hintereinander getestet, wenn dort Infektionsfälle auftreten.

Quarantäne-Maßnahmen: Mehr Flexibilität für Schulleitung

Die Omikron-Virusvariante breite sich auch unter Kindern und Jugendlichen rasant aus. Als Reaktion hatte die Landesregierung zum 28. Januar eine neue Corona-Verordnung verkündet. „Nach der alten Regel hätten immer mehr komplette Schulklassen und Kitagruppen in Quarantäne gehen müssen - das wollen wir verhindern“, erklärt der Grünen-Politiker. Auch Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hält den Schritt für verantwortbar: „Mit regelmäßigen Testungen, Masken, dem Förderprogramm für Luftfilter und Vorgaben zum Lüften können wir diesen Schritt gehen und gewähren weiterhin einen sehr hohen Schutz für die Jugendlichen und ihre Familien.“ Auch Gesundheitsminister Lucha ist überzeugt, dass mit den regelmäßigen Tests und der Maskenpflicht nach wie vor ein sehr hoher Infektionsschutz an den Schulen und Kitas sichergestellt ist. „Es zeigt sich aber, dass die aktuelle Omikron-Variante etwas milder verläuft. Zudem sind immer mehr Menschen im Land geboostert und damit auch die Familienmitglieder der Schülerinnen und Schüler und Kitakinder geschützt“.

Der Deutschen Presse-Agentur sagte Schopper außerdem, über Fernunterricht sollten künftig die Schulleitungen noch flexibler entscheiden können. „Eigentlich ist es so, dass die Schulleitungen das relativ selbstständig entscheiden können.“ Zwar bleibe 20 Prozent positiv Getestete der ungefähre Richtwert. Aber auch hier könnten die Schulleitungen selbst einschätzen, ob es sinnvoll sei, etwas früher oder erst später mit der Klasse in den Fernunterricht zu gehen. (mko/dpa/PM)

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