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Corona in BW: SPD-Politiker fordert diese harte Strafe bei Gastro-Verstößen

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Von: Eliran Kendi

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Corona in Baden-Württemberg – Der Pandemie-Ticker mit den wichtigsten Zahlen und Entwicklungen im Südwesten sowie der Top 5 der höchsten Inzidenz-Regionen:

Update vom 11. November, 9:31 Uhr: Ob‘s was hilft? Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich für drastische Strafen ausgesprochen, sollten Corona-Zugangsregeln für Geimpfte und Genesene (2G) nicht kontrolliert werden. „Das muss ganz streng kontrolliert werden. Wenn beispielsweise ein Restaurant 2G nicht kontrolliert und fällt dann auf, dann führt das zu sechs Wochen Schließung“, forderte Lauterbach in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. Der SPD-Politiker betonte: „Ohne den Mut, ganz drastisch und auch mit harten Kontrollen flächendeckend 2G einzuführen, werden wir diese Welle nicht in den Griff bekommen.“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vertraut dem Impfstoff von AstraZeneca.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert knallharte Strafen bei Corona-Verstößen. (Archivfoto) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Lauterbach und die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sprachen sich zudem dafür aus, dass Arbeitgeber künftig den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. Zum Auskunftsrecht werde es noch eine Vorlage für den Bundestag geben, kündigten die beiden möglichen Koalitionspartner an. Er sei der Meinung, „dass es in dieser katastrophalen Situation das Auskunftsrecht geben muss“, sagte Lauterbach.

Corona in Baden-Württemberg – Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Biberach595,3
LK Heidenheim541,4
SK Heilbronn473,7
LK Rottweil473,0
SK Pforzheim438,0

Corona in BW: Schock-Inzidenz 551! Diese Gemeinde ist der Hotspot im Südwesten

Update vom 10. November, 12:31 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg nehmen weiter stark zu. Die Zahl der neu gemeldeten Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug am Dienstag (Stand: 16 Uhr) bereits 296,9 nach 256,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mitteilte. Auch die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten stieg um 9 auf 356 weiter an. Sollte die Bettenbelegung an zwei Werktagen in Folge auf 390 steigen, würde die Corona-Alarmstufe mit einer landesweiten 2G-Regelung greifen. Zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hätten dann nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Nach einer Prognose der Uniklinik Freiburg für das LGA könnte die Schwelle zur Alarmstufe noch in dieser Woche erreicht werden.

Die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner in einer Woche stieg auf 5,1 nach 4,9 am Vortag. Im Vergleich zum Montag verzeichnete die Behörde 6.893 neue Corona-Infektionsfälle und 38 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit beträgt die Zahl der gemeldeten Infektionen seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg 673.475, die Zahl der Todesfälle stieg auf 11.163. Das landesweit höchste Infektionsgeschehen in Bezug zur Einwohnerzahl weist der Landkreis Biberach mit einer 7-Tage-Inzidenz von 551,3 auf. Zum Vergleich: Die beiden Hotspots mit den höchsten Inzidenzen in Rheinland-Pfalz (LK Germersheim, 310,8) und dem Saarland (LK Saarlouis, 180,7) haben zusammengerechnet weniger als der LK Biberach.

Corona in Baden-Württemberg – Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Biberach551,3
LK Heidenheim490,9
LK Rottweil437,3
SK Pforzheim425,3
LK Sigmaringen417,0

Corona in BW: Maskenpflicht an Schulen – Comeback noch vor Ausruf der Alarmstufe?

Update vom 9. November, 8:14 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und der befürchteten weiteren Einschränkungen für Ungeimpfte wächst der Druck aufs Land BaWü, erneut Masken in den Schulen vorzuschreiben. Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) schließt eine solche Entscheidung angesichts der steigenden Zahl von Fällen bei Kindern und Jugendlichen nicht aus. Unklar bleibt, wovon das Ministerium die lautstark geforderte Rückkehr zur Maskenpflicht in den Klassenzimmern abhängig macht.

Die Zahl der Corona-Fälle steigt rapide – und bei Kindern und Jugendlichen im Südwesten breitet sich das Virus derzeit besonders stark aus. Die Fallzahlen in den Altersgruppen „6 bis 9 Jahre“ und „10 bis 19 Jahre“ lagen zuletzt weit über dem landesweiten Schnitt, wie aus Daten des Landesgesundheitsamts (LGA) in Stuttgart hervorgeht. Kommt hinzu, dass im Alter zwischen 12 und 17 Jahren nur etwas mehr als jeder Dritte (39,4 Prozent) vollständig geimpft ist (Stand 8. November, 16 Uhr), für Jüngere wird eine Impfung noch nicht empfohlen.

Theresa Schopper
Theresa Schopper (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerin von Baden-Württemberg. © Bernd Weißbrod/dpa

Während zum Beispiel das Nachbarland Bayern seit Montag wieder Masken vorschreibt, will Baden-Württemberg die Ansteckungszahlen in den Schulen in dieser Woche zunächst weiter genau ins Auge nehmen. „Ein konkretes Datum für die Rückkehr der Maskenpflicht am Platz gibt es nicht“, sagte ein Sprecher des Ministeriums der dpa. „Aber die steigenden Infektionszahlen mit dem Rekordwert bei den Inzidenzen seit Beginn der Pandemie sind natürlich auch Thema im Haus.“ Es bleibt also unklar, von welchen Werten eine Maskenpflicht abhängig gemacht wird.

Womöglich wird in puncto Maskenpflicht unabhängig und noch vor der Verhängung der Alarmstufe entschieden, die ohnehin eine schärfere Maskenpflicht auch in Schulen vorgeschrieben wäre. Das Kommen dieser Alarmstufe scheint angesichts stark steigenden Corona-Intensivpatienten in den Kliniken im Ländle unvermeidlich! Modellrechnungen gehen davon aus, dass „in jedem Fall“ spätestens Mitte November entsprechende Fallzahlen erreicht werden. Die Stufe wird automatisch ausgerufen, wenn mindestens 390 Covid-19-Patienten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf Intensivstationen behandelt werden. Am Montag lag die Zahl der Fälle bei 347, das waren 24 mehr als am Tag zuvor.

Corona in Baden-Württemberg – Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Biberach467,7
LK Rottweil4124
SK Pforzheim399,2
LK Heidenheim394,5
LK Enzkreis368,5

Corona in BW: Inzidenz-Schock! Höchster Wert aller Zeiten bundesweit

Update vom 8. November, 8:14 Uhr: Dramatischer Wochenbeginn für ganz Deutschland und das Ländle: Denn im inoffiziellen Ranking der Bundesländer mit den höchsten 7-Tage-Inzidenzen belegt Baden-Württemberg nach Sachsen (491,3), Thüringen (427,5) und Bayern (316,2) den unrühmlichen vierten Platz. So hat die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit 201,1 laut Robert Koch-Institut (RKI) den höchsten Wert seit Beginn der Corona-Pandemie überhaupt erreicht! Der bisherige Rekordwert wurde auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle am 22. Dezember 2020 mit 197,6 erreicht. Es ist wichtig zu beachten, dass anders als vor einem Jahr mittlerweile viele Menschen geimpft sind, insbesondere unter den besonders gefährdeten Hochbetagten ist die Quote hoch. Experten gehen deshalb davon aus, dass das Gesundheitssystem jetzt mehr Neuinfektionen aushalten kann als vor den Impfungen, da diese sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen schützen.

Am Vortag hatte die Inzidenz bei 191,5 gelegen, vor einer Woche bei 154,8 (Vormonat: 63,8) Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15.513 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4:15 Uhr wiedergeben. Am Freitag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 37.120 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 9.658 Ansteckungen gelegen.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 33 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 23 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.782.546 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Ein Intensivpfleger arbeitet auf einer Intensivstation des RKH Klinikum Ludwigsburg an einem Covid-19-Patient. (Zu dpa «Bei zu wenig Corona-Impfungen wieder viele Klinikfälle möglich»). | Archiv
Die Intensivstationen in deutschen Kliniken werden immer voller. (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/picture alliance/dpa - Bildfunk

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI zuletzt am Freitag mit 3,91 an (Donnerstag: 3,73). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4,38 Millionen an. Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, ist auf 96.558 gestiegen.

Corona in Baden-Württemberg – Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten:

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Biberach444,5
LK Rottweil399,5
LK Heidenheim393,8
SK Heilbronn361,4
LK Sigmaringen349,8

Corona in BW: Über 310 Infizierte auf Intensivstation – die dramatische Entwicklung

Corona in Baden-Württemberg – Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten:

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Biberach404,4
LK Heidenheim390,8
SK Heilbronn356,6
LK Sigmaringen339,1
SK Pforzheim324,6

Corona in BW: Impfpflicht und Booster-Impfung – Was verkünden Gesundheitsminister heute?

Update vom 5. November, 8:41 Uhr: Zum Corona-Kurs in den Wintermonaten wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am heutigen Freitag (13 Uhr) bei einer Pressekonferenz gemeinsame Beschlüsse verkünden. Diskutiert wird auf der zweitägigen Gesundheitsministerkonferenz in Lindau am Bodensee unter anderem, wie mehr Menschen zu Auffrischungsimpfungen bewegt werden können. Auch eine mögliche Ausweitung der Testpflicht in Pflegeheimen und finanzielle Unterstützung für Krankenhäuser sind Themen bei den Gesprächen.

Klaus Holetschek, bayerischer Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (CSU).
Klaus Holetschek, bayerischer Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (CSU). © Karl-Josef Hildenbrand/picture alliance/dpa

Eine von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) am Donnerstag geforderte Impfpflicht für Mitarbeiter in Pflegeheimen hatte der Vorsitzende der Konferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), schon vor Beginn abgelehnt. Er befürwortete dagegen wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Auffrischungsimpfungen „in einer größeren Art und Weise“. „Ich glaube, dass wir da gemeinsam einen Schritt weiter kommen“, sagte Holetschek. Es müsse aber gewährleistet werden, dass zwischen den Impfterminen für die zweite und dritte Impfung sechs Monate vergehen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich zuletzt nahezu wöchentlich in Videoschalten ausgetauscht. Dass in Lindau nun vor Ort beraten wird, sei „sehr wichtig im Moment“, so Holetschek.

Corona in BW: Wegen Pandemie! Immer mehr Kinder und Jugendliche süchtig

Update vom 4. November, 8:34 Uhr: Krankhaftes Computerspiel-Verhalten und Social-Media-Sucht haben bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie laut dpa einer Studie zufolge zugenommen. Das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) kommt in einer Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse DAK zu dem Schluss, dass bei mehr als 4 Prozent der 10- bis 17-Jährigen in Deutschland ein sogenanntes pathologisches Nutzungsverhalten vorliegt. Pathologische Spieler und Social-Media-Nutzer zocken oder chatten der Studie zufolge vier oder mehr Stunden am Tag. Im Bereich Computerspiele hat sich demnach die Zahl der Betroffenen mit Suchtverhalten von rund 144.000 im Jahr 2019 auf 219.000 in diesem Jahr erhöht, bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Tiktok, Snapchat, WhatsApp oder Instagram von 171.000 auf 246.000.

Studienleiter Rainer Thomasius vom DZSKJ des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) warnt vor den Folgen durch die Vernachlässigung von Aktivitäten, Familie, Freunden und einen verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus: „Da persönliche, familiäre und schulische Ziele in den Hintergrund treten, werden alterstypische Entwicklungsaufgaben nicht angemessen gelöst. Ein Stillstand in der psychosozialen Reifung ist die Folge.“

Ein Junge spielt auf seinem Mobiltelefon. «Unsere Studie zeigt, dass wir dringend ein verlässliches und umfassendes Frühwarnsystem gegen Mediensucht brauchen», sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Foto: Philipp Branstädter/dpa
Durch die Corona-Pandemie werden immer mehr Kinder und Jugendliche süchtig nach Computerspielen und Social-Media. (Symbolfoto) © Philipp Branstädter/dpa

Grundlage der Untersuchung ist eine wiederholte Befragung von Eltern und Kindern durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa. Die erste fand im Herbst 2019 vor der Pandemie statt, die zweite zur Zeit der ersten Schulschließungen im Frühjahr 2020, eine weitere im November 2020, bevor die Schulen erneut geschlossen wurden und die vierte schließlich im Mai und Juni dieses Jahres, als Schulen nach monatelangen Schließungen und Wechselunterricht langsam wieder zu einem gewissen Normalbetrieb zurückkehrten.

Corona in Baden-Württemberg – Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten:

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Sigmaringen298,6
LK Biberach293,2
LK Heidenheim284,6
LK Enzkreis256,8
SK Pforzheim250,8

Corona in BW: „Bedeutet nichts Gutes“ – SPD-Experte Lauterbach warnt vor Weihnachtsfeiern

Update vom 3. November, 8:11 Uhr: Die Corona-Situation in Baden-Württemberg und ganz Deutschland wird immer brenzliger! Deshalb blickt Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) auch mit großer Besorgnis dem Winter und speziell den anstehenden Weihnachtsfeiern entgegen: „Obwohl bereits viele Menschen geimpft sind, kann es immer noch zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen“, so der Mediziner gegenüber der „Rheinischen Post“. Immer mehr Intensivstationen würden bereits am Limit arbeiten: „Für geselliges Beisammensein in der Vorweihnachtszeit bedeutet das nichts Gutes“, so Lauterbach weiter.

Der Politiker fordert, dass jetzt Restaurants, Kinos und andere Einrichtungen strenge 2G-Vorschriften mit einem Zugang nur für vollständig geimpfte und genesene Personen durchsetzen und die Bundesländer rasch die Auffrischungsimpfung für Ältere ermöglichen. „Nur dann wären Menschenansammlungen bei Weihnachtsfeiern mit vielen Beschäftigten vertretbar“, so Lauterbach.

Corona in Baden-Württemberg: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten:

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Heidenheim283,9
LK Biberach279,4
SK Pforzheim279,3
LK Enzkreis277,8
LK Sigmaringen246,7

Corona in BaWü: Wiedereröffnung der Impfzentren – „Brauchen längeren Vorlauf“

Update vom 2. November, 8:03 Uhr: Um schnell mehr Menschen für die Erst- und die Booster-Impfung zu erreichen, ist eine Wiedereröffnung von Impfzentren nach Auskunft des Gesundheitsministeriums in Stuttgart nicht das richtige Mittel, da die Zeit drängt. In der Verantwortung stünden die niedergelassenen Ärzte, die auch bei der Booster-Impfung eine Schlüsselstellung hätten, sagte eine Sprecherin am Montag. In den vergangenen Tagen habe das Gesundheitsministerium vermehrt Hinweise erhalten, dass die Impf-Angebote der niedergelassenen Ärzteschaft nicht überall in Baden-Württemberg ausreichten.

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder aufgefordert, ihre Impfzentren wieder hochzufahren. „Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Der Vorschlag käme überraschend, da die Impfzentren erst vor wenigen Wochen geschlossen worden seien, sagte die Stuttgarter Behördensprecherin. Die Impfungen seien zum 1. Oktober in die Regelversorgung der Ärzteschaft übergegangen beziehungsweise würden vom Land dort, wo Bedarf bestehe, derzeit durch 30 mobile Impfteams unterstützt. Die Ärzteschaft möge ihrem Versorgungsauftrag nachkommen. „Sie haben hier eine große Verantwortung und im Übrigen von Beginn der Impfkampagne an darauf gedrängt, die Impfungen in den Praxen vornehmen zu dürfen.

Noch in dieser Woche sollen weiter 50 mobile Impfteams in der Fläche eingesetzt werden, um mit dem Impfen schnell weiter voranzukommen. Dies könne zum Beispiel in Form von niedrigschwelligen Popup-Impfungen der Fall sein. „Für die Wiederöffnung von Impfzentren würden wir einen wesentlich längeren Vorlauf benötigen“, so die Behördensprecherin.

Corona in Baden-Württemberg: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten:

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Heidenheim364,4
SK Pforzheim324,6
LK Biberach321,4
LK Sigmaringen303,9
LK Enzkreis295,4

Corona in BaWü: Hotspot-Alarm – Diese Kommunen haben die höchste Inzidenz

Corona in Baden-Württemberg: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten:

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Heidenheim362,9
SK Pforzheim359,5
LK Biberach336,7
LK Enzkreis306,9
LK Sigmaringen302,4

Corona in BaWü: Alarm auf Intensivstationen – Kritische Marke überschritten

Update vom 29. Oktober, 20:10 Uhr: In Baden-Württemberg werden Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen ab Mitte der kommenden Woche wahrscheinlicher. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen im Südwesten ist am Freitag (Stand: 16 Uhr) auf 258 geklettert und liegt damit erstmals über der kritischen 250er-Marke. Wird die 250er-Hürde an zwei Werktagen hintereinander erreicht oder überschritten, gelten in Baden-Württemberg vom nächsten Tag an Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen. Dazu könnte es nun frühestens am kommenden Mittwoch kommen - und zwar dann, wenn auch am Dienstag die 250er-Marke überschritten wird. Der kommende Montag ist in Baden-Württemberg ein Feiertag. (dpa)

Corona in BaWü: Aufatmen an Halloween – Warnstufe frühestens ab Mittwoch

Update vom 29. Oktober, 9:30 Uhr: Ungeimpfte können am Halloween-Wochenende vorerst noch einmal durchatmen. Anders als befürchtet wird die Warnstufe in dieser Woche nicht mehr erreicht werden. Die nämlich tritt erst in Kraft, wenn die Zahl der Intensivpatienten an zwei aufeinander folgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Bis einschließlich gestern, Donnerstag (28. Oktober), lag der Wert knapp unterhalb dieser Grenze, allerdings könnte er die Schwelle heute erstmals überschreiten. Fällt das Wochenende und/oder ein Feiertag dazwischen, wird die Zählung danach fortgesetzt, wegen des Feiertags am Montag also erst am kommenden Dienstag. Die Regeln würden dann folglich frühestens ab Mittwoch gelten.

Vor allem für Ungeimpfte würden die Zügel dann angezogen: Sie müssen in der Warnstufe bei Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen einen teuren PCR-Test vorweisen. Ein Schnelltest reicht dann nicht mehr aus, dieser genügt lediglich als 3G-Nachweis im Freien.

Corona in Baden-Württemberg: Kurz vor Warnstufe – für Ungimpfte wird‘s teuer 

Update vom 28. Oktober, 17:45 Uhr: Die Corona-Warnstufe für Baden-Württemberg verzögert sich: Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen war bereits am Mittwoch um acht auf 242 gestiegen und bleibt damit unter der kritischen Schwelle von 250. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte noch am Dienstag verkündet, dass er bereits am Mittwoch mit dem Erreichen der für die Warnstufe erforderlichen Zahl an Corona-Kranken auf Intensivstationen rechne.

Die Warnstufe tritt in Kraft, wenn die Zahl der Intensivpatienten an zwei Werktagen in Folge den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Fällt das Wochenende oder ein Feiertag dazwischen, wird die Zählung danach fortgesetzt. Die strengeren Regeln vor allem für Ungeimpfte gelten ab dem Folgetag, an dem die Bedingungen für die Warnstufe erreicht werden. Sollte die Intensivbettenbelegung mit Covid-Patienten erstmals am Freitag über 250 steigen, könnte die Warnstufe aufgrund des Wochenendes und dem darauffolgenden Feiertag frühestens am Dienstag in Kraft treten. Die Regeln würden dann ab Mittwoch gelten. (dpa)

Ungeimpfte müssen in der Warnstufe bei Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen einen teuren PCR-Test vorweisen. Ein Schnelltest reicht dann nicht mehr aus. Dieser genügt dann lediglich als 3G-Nachweis im Freien. Auch bei Museen, Messen oder Kantinen wird künftig ein Schnelltest nötig. Seit Ende der kostenlosen Bürgertests müssen Ungeimpfte ihre Schnelltests selbst bezahlen. Außer im Falle einer möglichen Corona-Infektion müssen die wesentlich teureren PCR-Tests seit jeher selbst bezahlt werden.

Corona in Baden-Württemberg: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten:

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Pforzheim348,4
LK Heidenheim280,1
LK Sigmaringen250,5
SK Baden-Baden241,7
LK Biberach234,9

Unterdessen gibt es eine neue Maskenregel für Betriebe und Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg.

Corona in BaWü: Zu viele Intensiv-Patienten – Warnstufe ab Freitag?

Erstmeldung vom 28. Oktober, 09:30 Uhr: Während sowohl 7-Tages- als auch Hospitalisierungsinzidenz vor allem unter Ungeimpften weiter kontinuierlich steigen, ziehen Veranstalter vielerorts Konsequenzen: In Mannheim etwa wird sogar der Weihnachtsmarkt nur unter 2G-Bedingungen stattfinden, Ungeimpften bleibt selbst mit aktuellem Corona-Test der Zutritt verwehrt. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hatte bereits vergangene Woche befürchtet, schon ab dem morgigen Freitag (29. Oktober) könne womöglich die Warnstufe erreicht sein – diese zweithöchste Stufe nach der derzeit noch geltenden Basisstufe greift, sobald mehr als 250 Infizierte an zwei Werktagen hintereinander zeitgleich intensivbehandelt werden. Aktuell liegt der Wert bei 242, ein Anstieg von immerhin 8 im Vergleich zum Vortag. Damit dürfte die Warnstufe am Freitag zwar aller Wahrscheinlichkeit noch erreicht werden – allzu weit entfernt liegt sie aber nicht.

Die Schuld an der Misere der vielen Neuinfektionen schiebt Minister Lucha den Ungeimpften in die Schuhe: „Die wenigen Prozente der Nichtgeimpften sind verantwortlich für rund 80 Prozent der Infektionen und damit natürlich auch für die angespannte Lage in den Intensivstationen.“ Und sein Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht das ganz genauso: „Die Träger der Pandemie sind jetzt die Ungeimpften. Sie entscheiden letztlich darüber, ob es zu diesen Maßnahmen kommt oder nicht.“ (esk/pk)

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