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Corona-Regeln: Regierung will Lockerungen für Geimpfte – „Keine höhere Gefahr für andere“

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Von: Daniel Hagen

Die Impfungen gegen das Coronavirus gehen schleppend voran. Unterdessen überrascht die Regierung mit einer überraschenden Aussage für Geimpfte:

Update vom 7. April: Nachdem sich Gesundheitsminister Jens Spahn für Lockerungen für Geimpfte ausgesprochen hat, ist nun auch die Bundesregierung von dieser Idee überzeugt. Auch sie peilt für Menschen mit Corona-Impfungen bundesweit einheitliche Erleichterungen an. Jens Spahn wolle die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu zeitnah den Länderkollegen besprechen, erklärt eine Sprecherin am Mittwoch in Berlin. Sie zitiert dabei eine Bewertung des Robert Koch-Institutes: „Nach gegenwärtigem
Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.“

Regierung will Lockerungen für Corona-Geimpfte

Die Ministeriumssprecherin betont, dass deshalb Geimpfte wie negativ Getestete bewertet werden. In Altenheimen sollen außerdem weitere Lockerungen gelten. „Zwei Wochen nach der Zweitimpfung können die Besuchsmöglichkeiten in Einrichtungen ohne Ausbruchsgeschehen wieder erweitert werden und wohnbereichsübergreifende Gruppenangebote wieder durchgeführt werden“, so die Sprecherin weiter.

Wichtig hierbei: Es handelt sich dann nur um Personen, die beide Impfungen erhalten haben. „Die Vorsichtsmaßnahmen - Abstandsregeln, AHA-Regeln - gelten weiterhin für alle“, sagt die Sprecherin weiter. Auch die Maskenpflicht solle weiterhin für Geimpfte gelten.

Corona-Regeln: Spahn mit überraschender Aussage über Geimpfte – „Wer geimpft ist, kann...“

Meldung vom 4. April: Endlich wieder normal leben – diesen Wunsch haben gerade Millionen Menschen in Deutschland. Seit Beginn der Corona-Krise und der damit verbundenen Einschränkungen ist unser aller Alltag komplett verändert. Geschäfte, Schulen und andere Einrichtungen sind geschlossen und der Mund-Nasen-Schutz ist zu unserem täglichen Begleiter geworden. Mittlerweile werden die Bundesbürger gegen das Coronavirus geimpft – durch mehrere Gründe dauert das aber länger als erwartet. Dass die Maßnahmen mittlerweile vielen Menschen nicht mehr gefallen, hat man am Samstag (3. April) erneut in Stuttgart gesehen, wo sich bei einer Demo tausende Querdenker über die Regeln hinweggesetzt haben. Doch nun macht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn allen Geimpften Hoffnung.

NameJens Georg Spahn
Geboren16. Mai 1980 in Ahaus
EhepartnerDaniel Funke (verh. 2017)
Partei/AmtCDU/Bundesgesundheitsminister

Corona-Regeln: Jens Spahn will Lockerungen für Geimpfte

Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssen nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne“, erklärt Jens Spahn der Bild am Sonntag. Grundlage für diese Aussage sei eine Auswertung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse durch das Robert Koch-Institut (RKI). Demnach sei das Risiko einer Virusübertragung durch vollständig geimpfte Personen spätestens ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung geringer, als bei einem negativen Antigen-Schnelltest. Zu einem ähnlichen Ergebnis ist vor kurzem auch eine Studie aus den USA gekommen. Doch mit diesem Vorgehen dürften nicht alle zufrieden sein.

Corona-Regeln: Ohne Schnelltest in Geschäfte

Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde“, sagt Jens Spahn, gegen den eine Millionen-Klage eingereicht wurde. Kläger ist niemand anderes als der Sohn von Altkanzler Helmut Kohl. Die Erkenntnisse aus dem RKI-Bericht sollen nun „zeitnah“ in Gesprächen mit den Ländern in die Praxis eingeführt werden. Nach Ende der dritten Welle und der daraus resultierenden Öffnung von Geschäften sollen vollständig Geimpfte dann einfach ohne negativen Schnelltest in den Laden gehen dürfen. (dpa/dh)

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