Neue Corona-Verordnung ab 4. Mai

Coronavirus in Hessen: Diese Regeln werden ab heute gelockert

Corona in Hessen: Bund und Länder haben sicg über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten. Das ändert sich ab heute:

  • Hessen im Kampf gegen das Coronavirus.
  • 8.393 bestätigte Infizierte, 362 Todesfälle
  • Ab Montag (27. April) gilt Maskenpflicht in Hessen.
  • Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten nach Corona-Konferen z: Kontaktsperre soll verlängert werden, Spielplätze und Zoos sollen wieder öffnen.
  • Wie geht es mit der Gastronomie weiter? Volker Bouffier zieht Alkoholverbot in Betracht.  

>>> Unseren neuen Corona-Ticker für Hessen findest Du künftig hier <<<

Update vom 4. Mai, 7:30 Uhr: Friseure dürfen ihre Salons wieder öffnen, Museen und Zoos können Besucher empfangen und auch im Gesundheitswesen werden einige Beschränkungen gelockert. Für die Menschen in Hessen bringt der Wochenstart einige Erleichterungen im Corona-Alltag

Vor allem die Friseure erwarten nach der wochenlangen Zwangspause einen Ansturm der Kunden. Viele Salons sind laut Landesinnungsverband auf Wochen ausgebucht und wollen daher am Montag - dem traditionellen Ruhetag der Branche - bereits öffnen. Dabei sind jedoch strenge Gesundheitsauflagen zu beachten. Stark frequentiert werden dürften auch die Spielplätze, die den Kindern wieder offen stehen. Die bisher geltenden Absperrungen und Verbotsschilder sollen zügig entfernt werden. Es gelten aber weiterhin strikte Hygieneregeln, deren Einhaltung kontrolliert werden soll. 

Gute Nachrichten gibt es für Patienten, die seit Wochen auf nicht zwingend notwendige medizinische Eingriffe und Operationen in Kliniken und ambulanten Praxen warten. Diese sind ab Montag wieder erlaubt. 25 Prozent der Intensivbetten sollen aber weiter für Covid-19-Patienten vorgehalten werden. Auch die strikten Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime werden ein wenig gelockert. Senioren dürfen nun zumindest einmal in der Woche für eine Stunde ihre Angehörigen oder Bezugspersonen sehen. 

Zurückhaltend gestaltet sich auch der Neustart bei den Museen und Zoos. Viele Häuser arbeiten noch an Hygienekonzepten und wollen die Termine für ihre Öffnung erst im Laufe der Woche bekannt geben. Das Kloster Eberbach im Rheingau kann bereits ab diesem Montag seine Tore wieder öffnen.

Keine Veränderungen gibt es vorerst an den Schulen. Den Unterricht vor Ort dürfen weiterhin nur die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen - das betrifft rund 110.000 Jugendliche - in Anspruch nehmen. Wann und wie die schrittweise Öffnung weitergeht, will Hessen nach der nächsten Bund-Länder-Schalte am kommenden Mittwoch entscheiden. Dann stehen auch Lockerungen für Kitas, Gast- und Sportstätten sowie den Handel auf der Tagesordnung.

In Hessen bricht in einem Gottesdienst das Coronavirus aus. Über 100 Menschen infizieren sich dabei mit Covid-19. Mindestens eine Person liegt im Krankenhaus.

Hessen: Immer mehr Demonstrationen trotz Corona-Krise – ist das legal?

Update vom 1. Mai, 13:30 Uhr: Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist die Zahl der Demonstrationen in Hessen deutlich angestiegen. Trotz Corona-Pandemie finden in vielen Städten Hessens wieder Kundgebungen statt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Kommunen zeigt. So werden auch für den 1. Mai Kundgebungen erwartet - das Ausmaß vergangener Jahre wird aber bei Weitem nicht erreicht. 

Nach Einführung des Kontaktverbots war die Zahl der Demos in hessischen Städten nahezu auf Null gesunken. Ein Teil der Protestveranstaltungen wurde abgesagt, ein Teil von Behörden untersagt. Auch Versuche, pandemiegerecht zu demonstrieren, wurden von Kommunen, Polizei und Ordnungsämtern unterbunden. Juristen und Aktivisten kritisierten das Vorgehen. Erst das Bundesverfassungsgericht änderte Mitte April die Situation: Die Karlsruher Richter gaben einem Eilantrag aus Gießen Recht. Dabei ging es um mehrere geplante Demonstrationen. Zum Schutz der Versammlungsfreiheit hätten Behörden einen Entscheidungsspielraum, entschieden die Verfassungsrichter. Die Demo fand statt - und seitdem ändert sich auch die Lage in anderen Kommunen. 

In Frankfurt wurden bis Ende Mai 87 Versammlungen angemeldet. Zwar wurde die Hälfte abgesagt. Doch: „Bei den übrigen Versammlungen gehen wir Stand heute von einer Durchführung unter Auflagen aus", sagt ein Sprecher des Frankfurter Ordnungsamtes. Verboten worden sei keine Demo. Die Protestveranstaltungen drehten sich um Themen wie Grundrechte-Einschränkung durch Corona-Verordnungen sowie die Situation der Flüchtenden in Griechenland. Auch in Kassel machten Demonstranten ihrem Unmut über Corona-Regeln und die wirtschaftlichen Folgen Luft. Es gab aber auch Demos zur Klimakrise und Nutztierhaltung. Seit dem 16. April seien insgesamt elf Versammlungsanmeldungen eingegangen, erklärt ein Stadtsprecher: „Davon wurde keine Versammlung untersagt." Auch in Wiesebaden, Marburg, Darmstadt oder Fulda fanden bislang Demos statt. 

Je nach Kommune völlig unterschiedlich fallen dagegen die Auflagen aus, nach denen sich die Demoanmelder zu richten haben: Einige Kommunen schreiben Masken vor, andere nicht. Mal gibt es zeitliche Begrenzungen und Personenobergrenzen, mal müssen Desinfektionsmittel bereitgestellt oder eine erhöhte Ordnerzahl eingehalten werden. Auch bei den Abständen herrscht Vielfalt: von den üblichen 1,5 Metern zwischen Personen bis hin zu fünf Meter Abstand zu Passanten.

Coronavirus in Hessen: Die aktuellen Zahlen im Überblick

In Hessen gibt es im Vergleich zum Montag 89 neue Corona-Infizierte. Die Zahl der Fälle steigt damit auf 8.393. Das Sozialministerium meldet außerdem 9 neue Todesfälle, was die Zahl der Covid-19-Toten in Hessen auf 362 ansteigen lässt. Die Ausbreitung des Virus in den einzelnen Landkreisen:

Kreis/Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

LK Bergstraße

311

2

LK Darmstadt-Dieburg

362

14

LK Fulda

298

11

LK Gießen

221

3

Lk Groß-Gerau

426

8

LK Hersfeld-Rotenburg

196

22

LK Hochtaunuskreis

242

5

LK Kassel

328

23

LK Lahn-Dill-Kreis

334

15

LK Limburg-Weilburg

264

2

LK Main-Kinzig-Kreis

619

33

LK Main-Taunus-Kreis

267

6

LK Marburg-Biedenkopf

180

2

LK Odenwaldkreis

355

48

LK Offenbach

468

27

LK Rheingau-Taunus-Kreis

198

3

LK Schwalm-Eder-Kreis

469

29

LK Vogelsbergkreis

121

5

LK Waldeck-Frankenberg

143

3

LK Werra-Meißner-Kreis

172

12

LK Wetteraukreis

269

12

SK Darmstadt

201

13

SK Frankfurt am Main

1.268

41

SK Kassel

266

6

SK Offenbach

100

7

SK Wiesbaden

315

10

Gesamtergebnis

8.393

362

*Stand vom 30. April

Corona in Hessen: Darf Gastro unter dieser Bedingung endlich wieder öffnen?

Update vom 30. April, 18:00 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist nach den Beratungen zwischen Bund und Länder vor die Presse getreten: Spielplätze, Zoos, Museen, Ausstellungen und botanische Gärten dürfen kommende Woche unter strengen Auflagen wieder öffnen. Zu welchem genauen Zeitpunkt ist bislang nicht bekannt. Darüber soll am Freitag (1. Mai) beraten werden, gibt Bouffier am Donnerstagnachmittag bekannt.

Außerdem ist noch keine Entscheidungen bezüglich der Themen Schulen, Kitas und Sport getroffen worden. Darüber wollen Bund und Länder in einer weiteren Sitzung am Mittwoch (6. Mai) beraten. 

Ministerpräsident Volker Bouffier zieht bei der möglichen Wiedereröffnung der Gastronomie ein Alkoholverbot in Betracht (Symbolbild).  

Im Anschluss daran soll auch eine Prognose bezüglich der Wiedereröffnung der Gastronomie gemacht werden. Der Ministerpräsident zieht dabei auch ein Alkoholverbot in Betracht: „Alkohol macht fröhlich und nimmt die Angst; das dann eine Kontaktsperre im Sinne von Abstand halten, weniger gelingt – ich meine das ist unsere gemeinsame Lebenserfahrung“, scherzt der Ministerpräsident.

Coronavirus Hessen: Beschlussvorlage des Bundes sieht vorsichtige Öffnungen vor

Update vom 30. April, 14:45 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben mit ihren Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie begonnen. Nach einer Beschlussvorlage des Bundes, die der Deutschen Presse-Agentur schon vor der Corona-Konferenz am Donnerstagnachmittag bekannt wurde, ist mit vorsichtigen weiteren Öffnungen zu rechnen. Zwar werden Kontaktsperren werden verlängert, doch Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können nach Ansicht des Bundes unter Auflagen wieder öffnen, ebenso wie Spielplätze. So heißt es in der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Allerdings muss die Landesregierung von Baden-Württemberg den Überlegungen noch zustimmen. Ob bald auch wieder Kitas und Grundschulen geöffnet werden können, ist weiterhin unklar. Eine Studie zu Kindern und Corona in Baden-Württemberg soll neue Erkenntnisse liefern.

Coronavirus Hessen: Kontaktverbot verlängert? Entscheidung fällt heute

Update vom 30. April, 7:50 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier berät an diesem Donnerstag mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Bei der Videoschalte geht unter anderem um eine mögliche Verlängerung der strengen Kontaktbeschränkungen, aber auch mögliche Lockerungen an anderer Stelle. 

So könnte es etwa um einen Zeitplan für die Wiederaufnahme des regulären Betriebs in Kindertagesstätten oder auch der Fußball-Bundesliga gehen. Die Länder wollen außerdem zum Verkaufsverbot für große Geschäfte über 800 Quadratmeter Fläche beraten. Nach der Schalte will sich Bouffier voraussichtlich am frühen Abend zu den möglichen Auswirkungen für Hessen äußern. Im Vorfeld der Schalte wurden die Erwartungen aber schon gedämpft. Es werde wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben, sagt etwa Regierungssprecher Steffen Seibert. 

Hessen hatte am Dienstag bereit beschlossen, vom 1. Mai (Freitag) an wieder öffentliche Gottesdienste, Trauerfeiern und Besuche in Pflegeheimen unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Auch Friseurgeschäfte dürfen vom kommenden Montag wieder öffnen. Ungeachtet dessen wurden die strengen Kontaktbeschränkungen in Hessen bis zum 10. Mai verlängert - bis dahin dürfen unter anderem nur zwei Menschen zusammen in der Öffentlichkeit unterwegs sein, Ausnahmen gelten für Familien und andere Hausgemeinschaften. 

Update vom 29. April, 12:46 Uhr: Große Geschäfte in Hessen dürfen wegen der Corona-Pandemie weiterhin nur einen Teil ihrer Ladenfläche öffnen. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat am Mittwoch eine entsprechende Regelung des Landes bestätigt und einen Eilantrag der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH abgewiesen. Es erscheine „seuchenrechtlich geboten und damit sachlich gerechtfertigt", großen Warenhäusern - ebenso wie dem sonstigen Einzelhandel - nur die Öffnung einer Verkaufsfläche von höchstens 800 Quadratmeter zu gestatten, entschieden die Kasseler Richter. Der Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs ist unanfechtbar.

Update vom 28. April, 15:45 Uhr: In Hessen werden die Regeln für Gottesdienste, Trauerfeiern und Bestattungen sowie die Kontaktsperren in Alters- und Pflegeheimen ab Anfang Mai gelockert. Das teilt Ministerpräsident Volker Bouffier bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sozialminister Kai Klose am Dienstagnachmittag in Wiesbaden mit. Ab dem 1. Mai können demnach in Hessen wieder Gottesdienste stattfinden und auch Trauerfeiern und Beerdigungen in mehr als nur dem engsten Kreis. Das Konzept für Gottesdienste, das alle Glaubensgemeinschaften mit dem Robert-Koch-Institut gemeinsam erarbeitet hätten, beinhalte sehr detaillierte Regeln, wie das religiöse Leben wieder möglich gemacht werden könne, so Bouffier. 

Auch das bisher bestehende Besuchsverbot in Alten-, Pflegeheimen und Hospizen werde laut dem Ministerpräsidenten ab kommenden Montag (4. Mai) gelockert. Ab dann könnten nähere Angehörige wieder für eine Stunde am Tag zu Besuch kommen. Gleichzeitig solle das Schutzniveau in den Einrichtungen aber weiter hochgehalten werden. Jede Einrichtung müsse ein individuelles Schutzkonzept vorweisen. 

„Wir stehen in einer Situation, in der wir sagen können, der Verlauf der Pandemie lässt es zu, in Schritten zu überlegen, wo man ein Stück öffnen und Begegnungen wieder ermöglichen kann“, erklärt Bouffier. Die Corona-Maßnahmen im religiösen Leben und in Pflegeeinrichtungen hätten zuvor sehr stark in die Grundrechte der Bürger eingegriffen. 

Coronavirus in Hessen: Strenge Regeln für Pflegeheim-Besuche und Gottesdienste

Laut Sozialminister Kai Klose muss bei Gottesdiensten und religiösen Zusammenkünften der Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Teilnehmern eingehalten werden, es müssten „geeignete weitere Hygienemaßnahmen" wie das Aufstellen von Desinfektionsspendern getroffen werden und es dürften keine Gegenstände wie Kollektenkörbe herumgereicht werden. Weitergehende Regelungen wie der Verzichte auf Gesang und das Tragen einer Maske würden nicht vorgeschrieben, die Religionsgemeinschaften hätten aber signalisiert, solche auf Bundesebene vereinbarten Schritte trotzdem zu berücksichtigen. 

Der Besuch in Alten- und Pflegeheimen bleibt laut der Landesregierung stark eingeschränkt: Möglich sei ab Montag einmal pro Woche der Besuch durch einen Angehörigen oder eine enge Bezugsperson für eine Stunde. Dabei müsse persönliche Schutzkleidung getragen werden. Das Land Hessen hatte Mitte März wegen der Corona-Pandemie Gottesdienste verboten. Der Besuch in Krankenhäusern und Heimen war zunächst eingeschränkt und später bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls untersagt worden.

Coronavirus Hessen: Tag der Entscheidung – weitere Lockerungen möglich

Update vom 28. April, 7:50 Uhr: Kommt es in Hessen zu weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen? Am Dienstagnachmittag um 15:30 Uhr wollen Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) über neue Regeln zum Besuch von Gottesdiensten und Altenheimen berichten. Bislang gilt für beide Bereiche ein Besuchverbot.

Die Minister wollen außerdem einen Ausblick auf die geplante Telefonkonferenz zur Corona-Krise mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den anderen Ministerpräsidenten geben. Die Konferenz ist für Donnerstag geplant. 

Auch in Handel ist das Thema Lockerungen akut: Nach einer entsprechenden Gerichtsentscheidung in Bayern fordert der Einzelhandel in Hessen die Aufhebung des Verkaufsverbots für große Geschäft in der Corona-Pandemie. „Die vergangene Woche hat gezeigt, dass der Handel verantwortungsbewusst mit Öffnungsmöglichkeiten umgeht", erklärt Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen. Hygiene- und Abstandsregelungen würden in den Geschäften eingehalten und auch die Begrenzung der Personen in den Flächen funktioniere sehr gut. „Aus diesem Grund sollte nun auch alle Geschäfte ihre Verkaufsflächen komplett öffnen können und diese nicht auf 800 Quadratmeter beschränken müssen.

Am Montag hatte Bayerns höchstes Verwaltungsgericht das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte für verfassungswidrig erklärt. Dabei freue sich der hessische Handel auch über die bereits vollzogenen Lockerungen, sagt Ruths: „Jeder Tag ist für den Handel wichtig, da die Kosten zum Beispiel für Miete weiterlaufen." Allerdings stelle man auch fest, dass es „den klassischen Einkaufsbummel aktuell nicht gibt". Die Kunden-Frequenzen in den Innenstädte und auch die Umsätze lägen im Schnitt bei 30 bis 50 Prozent der Zeit vor der Corona-Krise. 

Auch in Hessen wird diese Woche eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes(VGH) über das Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern erwartet. Ein entsprechendes Verfahren der Firma Karstadt/Kaufhof sei anhängig, erklärt ein VGH-Sprecher. Gleichzeitig wehren sich immer mehr Firmen und Bürger vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen Beschränkungen. „Beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) sind bisher insgesamt 37 Verfahren, davon 26 Eilverfahren eingegangen, die "Corona-Bestimmungen" betreffen", sagt ein VGH-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Inhaltliche Schwerpunkte seien die Schließung von Geschäften, Sport und Freizeitaktivitäten wie Fitnessstudios, das Verbot von Gottesdiensten sowie von Versammlungen.

Coronavirus Hessen: Nur 35 Neu-Infektionen – ab sofort Maskenpflicht

Update vom 27. April, 14 Uhr: In Hessen gibt es im Vergleich zum Vortag nur 35 neue Corona-Infizierte. Die Zahl der Fälle steigt damit auf 8.000. Das Sozialministerium meldet außerdem 6 neue Todesfälle, was die Zahl der Covid-19-Toten in Hessen auf 326 ansteigen lässt. Rund 1.500 Menschen in Hessen liegen aktuell mit Covid-19 im Krankenhaus.

Coronavirus in Hessen: Der neue Schulalltag beginnt 

Update vom 27. April, 8:25 Uhr: Ab Montag startet für rund 110.000 Schüler in Hessen wieder der Unterricht. Die Abschlussklassen müssen dabei nicht nur ihren Stundenplan sondern auch einem "Hygieneplan Corona" einhalten. Der Plan umfasst neun Seiten. Lehrer sollen das Thema Corona umfangreich im Unterricht behandeln und alle Regeln genau erklären. So muss die Lehrkraft unter anderem zeigen, wie man sich richtig die Hände wäscht und wie man die Niesetikette korrekt einhält. Schüler, die Krankheitssyptome aufzeigen, sollen sofort ein einen anderen Raum abgesondert und von ihren Eltern abgeholt werden. Es findet außerdem kein Sportunterricht statt und im Musikunterricht darf nicht gesungen werden. Die Abstandsregelung von 1,5 Meter müssen eingehalten werden – auch in den Pausen. Die Pausenzeiten werden versetzt sattfinden, damit nicht alle Schüler gleichzeitig auf dem Pausen‚hof sind. Lehrer müssen außerdem die Tolietten überwachen, damit nicht zu viele Jugendliche in einem Raum sind. Auch im Lehrerzimmer müssen die Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Coronavirus Hessen: Ab heute Maskenpflicht – bei Verstoß droht diese Geldstrafe

Update vom 27. April: Von jetzt an gilt in Hessen die Maskenpflicht. Wer Bus und Bahn nutzt, einkaufen geht oder Bank- und Postfilialen betritt, der muss eine Maskne aufziehen. Es droht ein Bußgeld von 50 Euro, wenn man sich nicht an die neue Corona-Vorschrift hält. In vielen Discountern, Supermärkten und Drogeriemärkten werden künftig Masken verkauft.

Update vom 26. April: Ab Montag (27. April) gilt auch in Hessen die Maskenpflicht – ab diesem Tag müssen Personen in Geschäften, Bank- und Postfilialen und im öffentlichen Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ausgenommen von der neuen Corona-Regel in Hessen sind Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können, Kinder unter sechs Jahren und Angestellte wie beispielsweise Kassierer, die hinter einer Plexiglasscheibe arbeiten. 

Ab dem 27. April gilt in Hessen in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht.

Der Verstoß gegen die Maskenpflicht in Hessen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Wer also keine Schutzmaske aufhat und auch nach Ansprache durch Polizei oder den Ordnungsdienst keine Maske aufsetzt, muss bei wiederholtem Verstoß mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen. Auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gilt die Maskenpflicht. Doch wie reagieren die Mannheimer in den Planken und die Ludwigshafener im Rathauscenter darauf?

Coronavirus in Hessen: 24 Tote in 24 Stunden – Polizei zufrieden mit Wochenend-Kontrollen

Update vom 25. April: Sommerliche Temperaturen und das erste Wochenende, an dem die Geschäfte nach der coronabedingten Zwangspause wieder geöffnet haben – aber die Menschen in Hessen bleiben vernünftig! Die Polizeipräsidien zeigten sich am Samstag zufrieden mit dem Verhalten der Bürger. „Für den Bereich Mittelhessen ist alles mehr als überschaubar“, so ein Polizeisprecher in Fulda. Hier wurden keine Verstöße verzeichnet. 

Auch aus anderen Teilen Hessens meldete die Polizei keine Auffälligkeiten. „Es ist alles im Rahmen“, teilte ein Sprecher der Kasseler Polizei mit. Bis zum Nachmittag sei auch nicht viel los gewesen, es habe keine „riesigen Schlangen“ vor den Läden gegeben. Die Polizei in Wiesbaden zeigte sich ebenso zufrieden wie die Kollegen aus Offenbach. „Alles beim Alten“, hieß es aus dem Polizeipräsidium Südost in Darmstadt.

Auch in Frankfurt bleibt es am Samstag für die Polizei ruhig, die Hessen bewahren trotz sommerlicher Temperaturen einen kühlen Kopf.

In Frankfurt kam es einem Sprecher zufolge bislang ebenfalls nicht zu größeren Verstößen. Die Polizei hat dort am Samstagnachmittag auch mit vier Demonstrationen zu tun und kontrolliert nach Angaben eines Sprechers, ob die von der Versammlungsbehörde festgelegten Auflagen wie beispielsweise die Abstandsregelungen eingehalten werden. 

Am Nachmittag veröffentlich das Hessische Ministerium für Soziales und Integration die aktualisierten Fallzahlen aus dem Land. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden dem Gesundheitsamt 461 neue Coronavirus-Fälle* gemeldet. Insgesamt haben sich bis dato 8.257 Personen* in Hessen mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem wurden 24 weitere Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 bestätigt. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten in Hessen auf 325*.

*Anmerkung der Redaktion: Am Sonntag (26. April) hat das Sozialministerium Hessen Fallzahlen vom Samstag korrigiert. Die Behörde hat diese zurückgezogen, weil es nach eigenen angaben aufgrund eines technischen Fehlers zu falschen Angaben gekommen sei. Die korrigierten Zahlen kannst Du der Tabelle (siehe oben) entnehmen.

Coronavirus in Hessen: Verwirrung um Schulöffnung – doch kein Unterricht für 4. Klassen

Update vom 24. April: Eigentlich hätten die Viertklässler in Hessen bereits am Montag wieder zurück in die Grundschule gedurft – doch daraus wird nun nichts. Wie das hessische Kultusministerium am Freitag mitteilt, findet der Unterricht weiterhin nicht statt. Zuvor hat der Verwaltungsgerichtshof des Landes in Kassel die Schulpflicht für Viertklässler in der Corona-Krise vorläufig außer Kraft gesetzt. 

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich auch darauf geeinigt, die Grundschulen für die 4. Klassen wieder zu öffnen, damit die Kinder auf den Übergang zur weiterführenden Schule vorbereitet werden können. Dies war allerdings nicht Wunsch der hessischen Regierung gewesen: „Wir wollten die Schulen von oben nach unten öffnen. Also mit den älteren Jahrgängen beginnen und sukzessive zu den jüngeren Jahrgängen vorarbeiten", sagt Lorz. Doch um einen Flickenteppich unterschiedlicher Regeln in Deutschland zu vermeiden, hat Hessen sich anderen Bundesländern angeschlossen. In den Schulen laufen bereits die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Unterrichts.

In Hessen bleiben die Grundschulen nun doch geschlossen – Viertklässler müssen nicht zum Unterricht.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) erklärt, dass es die Notbetreuung für Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, unverändert weiter gebe. Er sagt, es täte ihm leid für die Schüler, die sich vielleicht schon auf den Schulstart gefreut hätten. Die Vorbereitungen an den Schulen seien nicht umsonst gewesen, denn zu einem späteren Zeitpunkt kehrten ja auch die Grundschüler zurück in die Klassen. 

Die Kasseler Richter hatten dem Eilantrag einer Schülerin aus Frankfurt Recht gegeben, die sich gegen eine Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie richtete. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und in ihrem Grundrecht verletzt. Der Beschluss ist unanfechtbar. 

Während wegen der Infektionsgefahr die meisten Schüler in Hessen weiter zu Hause bleiben sollen, soll am Montag (27. April) der Unterricht für Abschlussklassen der weiterführenden Schulen wieder beginnen. 

Coronavirus Hessen: Schreibfehler auf Ladenschild sorft für Lacher im Netz

Update vom 23. April, 9:45 Uhr: Bei den ganzen Begriffen rund um Covid-19, Corona und Co. kann man schon mal durcheinander kommen. Ein Ladenbesitzer aus Hessen hat das Wort „Pandemie“ auf einem Schild in seinem Schaufenster jetzt komplett neu interpretiert – und sorgt mit seinem kuriosen Schreibfehler für Lacher im Netz. Die Instagram-Seite „Notes of Corona“ hat den witzigen Vertipper direkt aufgegriffen und zeigt das Schild in einem Laden in Bad Hersfeld mit der Aufschrift: „Wegen Corona-Pantomime geschlossen“. Die Instagram-Community steigt direkt ein und macht sich jetzt über die „gemeingefährlichen Pantomime“ aus Hessen lustig. Für den Ladenbesitzer dürfte dieser kleine Fehler jetzt tatsächlich gar keine schlechte Werbung sein...

Coronavirus in Hessen: Maskenpflicht in Fußgängerzone – diese Stadt verschärft die Regeln

Update vom 22. April: Hessen verordnet eine landesweite Maskenpflicht, wenn Bürger einkaufen gehen oder den ÖPNV nutzen. Die Kreisstadt Bad Homburg verschärft diese Maßnahme aber nochmals. Denn ab Freitag (24. April) muss dort auch in der Fußgängerzone in der Louisenstraße ein Mundschutz getragen werden. „Die Louisenstraße ist vergleichbar mit einem gut frequentierten Einkaufszentrum. Wir haben in den vergangenen Tagen beobachtet, dass wieder viele Menschen unterwegs sind und der Mindestanstand von 1,50 Metern oft nicht eingehalten wird und manchmal auch nur schwer einzuhalten ist“, so Oberbürgermeister Alexander Hetjes. „Es macht keinen Sinn, die Maske in einem Geschäft zu tragen und sie abzunehmen, wenn man wieder auf die belebte Fußgängerzone tritt“, sagt er weiter.

Übrigens: Nicht nur für Sport-Fans, sondern auch für die Betreiber ist die Schließung von Fitnessstudios ein harter Schlag. Wann können Studios wieder öffnen und muss man aktuell bezahlen?

Coronavirus in Hessen: Maskenpflicht ab Montag – droht eine Strafe bei Verstoß?

Update um 19:45 Uhr: Die hessische Landesregierung hat eine Maskenpflicht für das gesamte Bundesland beschlossen. Damit folgen sie Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und auch Baden-Württemberg. Ab Montag (27. April) müssen alle Bürger einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie „die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs nutzen oder den Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen betreten“, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden mitteilt. Von der Pflicht ausgeschlossen sind Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer physischen oder psychischen Erkrankung keine Masken tragen können. Wer wiederholt gegen die Regelung verstößt, kann ein Bußgeld von 50 Euro erhalten!

Coronavirus in Hessen: Kommt eine Maskenpflicht?

Seit dem 20. April gilt in Hessen die neue Verordnung im Kampf gegen das Coronavirus. Viele Geschäfte dürfen dadurch wieder öffnen, in den kommenden Tagen geht für einige Schüler wieder die Schule los und auch Friseure können sich schon mal auf eine Wiedereröffnung freuen. Doch das Kontaktverbot, das unser soziales Leben ziemlich einschränkt, gilt auch weiterhin – bis mindestens 4. Mai. Neu dazu kommt eine Masken-Pflicht, zwar noch nicht für ganz Hessen, allerdings ziehen langsam immer mehr Städte nach. Ob eine landesweite Mundschutz-Pflicht kommt, wird sich aber bereits am Dienstagabend klären.

Coronavirus in Hessen: Frankfurt führt Masken-Pflicht ein

Bereits in Bundesländern wie Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg gibt es die Masken-Pflicht. Hessen hält sich bislang mit diesem Schritt zurück, doch das kann sich bald ändern. Ein paar Städte haben bereits eine Mundschutz-Pflicht eingeführt. In Hanau gibt es bereits eine und ab Montag (27. April) zieht nun auch Frankfurt nach. Wer in der Metropole einkaufen oder mit dem ÖPNV unterwegs ist, muss dann eine Maske tragen. Es reicht aber auch aus, wenn sich Bürger ein Tuch oder einen Schal um Mund und Nase wickeln. 

Die Landesregierung in Hessen empfiehlt bislang nur das Tragen einer Maske. Dennoch könnte eine landesweite Pflicht kommen. Denn wie der Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer erklärt: „Wir gehen jetzt einen notwendigen Schritt weiter, denn Frankfurt hat in Hessen eine Sonderposition. Wir wissen aber auch, dass die Bürgerinnen und Bürger von uns erwarten, dass es keine Insellösungen gibt.“ 

Schaut man sich andere Bundesländer wie Baden-Württemberg an, hat es dort auch erst mit vereinzelnden Masken-Pflichten angefangen, bis dann am Dienstag (21. April) eine landesweite Mundschutz-Pflicht ausgesprochen wurde.

Coronavirus in Hessen: Kommt die Masken-Pflicht für das gesamte Bundesland?

Die Landesregierung reagiert auf die Masken-Pflicht in Frankfurt und will nun ebenfalls eine einführen, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Wiesbaden erklärt. Ein Kabinettsbeschluss dazu stehe aber noch aus und sei für Dienstagabend geplant. Wenn der Beschluss einer Masken-Pflicht zustimmt, dann müssen Bürger in Hessen eine Alltagsmaske beim Einkaufen und im ÖPNV tragen. 

Coronavirus in Hessen: Neue Verordnung – das ist jetzt erlaubt und verboten

Die neue Corona-Verordnung für Hessen ermöglicht einigen Läden wieder zu öffnen. Auch Schulen können wieder den Betrieb aufnehmen. Wichtig ist aber, dass alle Einrichtungen Hygienemaßnahmen einhalten, wie beispielsweise eine Personenobergrenze, das Tragen von Schutzmasken und ausreichend Desinfektionsmittel, das zur Verfügung steht. 

Eine Übersicht über die Geschäfte und Einrichtungen, die ab dem 20. April wieder öffnen dürfen:

  • Läden mit einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmeter
  • Kfz- und Fahrradhändler
  • Bücherläden
  • Eisdielen (ausliefern oder von der Theke aus verkaufen)
  • Bibliotheken, Autokinos und Archive
  • Super-, Drogerie-, Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Tankstellen
  • Waschsalons
  • Banken

Eine Übersicht über die Einrichtungen, die ebenfalls wieder öffnen dürfen:

  • Friseure (4. Mai)
  • Schulen (27. April, beginnend mit Abschlussklassen)

Das bleibt weiterhin verboten:

  • Theater, Opern, Konzerthäuser
  • zoologische und botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen 
  • Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen)
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen 
  • Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern Fitnessstudios Spielplätze
  •  Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios
  • Veranstaltungen (bis zum 31. August)

jol

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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