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Aus für Corona-Hotline im Rhein-Neckar-Kreis – Sprachassistent CovBot übernimmt

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Nach fast 3 Jahren wird die Corona-Hotline zum 31. Dezember 2022 eingestellt. Wie Du dich künftig über Covid-19 im Rhein-Neckar-Kreis informieren kannst:

Es gibt bekanntlich zwei Kategorien von Jahrestagen: Die einen sind ein Grund zu feiern, auf die anderen kann man getrost verzichten. Daher sind die fleißigen Mitarbeiter der Corona-Hotline im Landratsamt mit Sitz in Heidelberg nicht böse, dass es keinen 3. Jahrestag gibt. Hintergrund: Das Info-Telefon stellt bekanntlich am Freitag (30. Dezember) seinen Betrieb ein – guter Anlass für eine Bilanz.

Digitaler Sprachassistent CovBot ersetzt Corona-Hotline

In den vergangenen Wochen gab es nur noch sehr wenige Anrufer, die Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hatten. Die meisten Anrufe, deren Zahl pro Woche ohnehin nur noch im niedrigen dreistelligen Bereich liegt, dreht sich um Rückfragen zur Corona-Impfung. „Insofern lag es nahe, gleichzeitig mit der Schließung der vom Kreis betriebenen Impfstützpunkte auch hier einen Schnitt zu machen und die Corona-Hotline vom Netz zu nehmen“, so die Vize-Leiterin des Gesundheitsamts, Dr. Anne Kühn.

Unter der Rufnummer 06221/522-1881 steht ab dem 1. Januar 2023 der bekannte und bereits im Juli 2021 eingeführte CovBot – ein digitaler Sprachassistent – weiterhin für allgemeine Fragen zum Coronavirus zur Verfügung. Der CovBot wurde immer weiter optimiert, sodass bereits in den vergangenen Monaten ein Großteil der Anrufe nicht mehr von Mitarbeitern bearbeitet werden musste.

Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg. (Archivfoto)
Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg. (Archivfoto) © HEIDELBERG24/Peter Kiefer

Über 220.000 Anrufe bei Corona-Hotline im Rhein-Neckar-Kreis

Selbstverständlich stellt das Gesundheitsamt weiterhin aktuelle Informationen zum Corona-Virus auf der Kreis-Homepage zur Verfügung. Direkte Anfragen rund um SARS-CoV-2 werden auch zukünftig per E-Mail an covidinfo@rhein-neckar-kreis.de beantwortet.

Die Corona-Hotline, ursprünglich als temporäres Angebot des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg gedacht, war am 27. Januar 2020 eingerichtet worden. Mittlerweile wurden über 220.000 Anrufe beantwortet. „Die Mitarbeitenden an den Telefonen mussten in der gesamten Zeit inhaltlich immer up to date sein, was gesetzliche Regelungen auf Bundes- und Landesebene sowie amtsinterne Vorgaben betraf“, blickt die derzeitige Leiterin der Corona-Hotline, Dr. Sigrid Butz, zurück.

Corona-Hotline zuletzt wegen Impfterminen gefragt

Standen anfangs eher Fragen zum Virus selbst, zu Krankheitssymptomen und Testregelungen im Vordergrund, rückte nach und nach das Thema Impfen in den Fokus der Gespräche. So wurde die Anmeldung zu den Booster-Impfungen in den vom Landratsamt betriebenen Impfstützpunkten im Herbst 2021 nicht mehr über die bundesweite Nummer 116 117 abgewickelt, sondern online und eben über die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes. Der Termin für die Schließung der drei Impfstützpunkte steht inzwischen fest.

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Für Kopfzerbrechen sorgten dort im Verlauf der fast drei Jahre vor allem die themenbedingten plötzlichen Anstiege des Anrufaufkommens. Trotz der stressigen Phasen zieht sie ein positives Fazit des Info-Telefons: „Wir haben gerade in schwierigen Zeiten vielen Menschen in der Region helfen und für mehr Klarheit – etwa was Corona-Regelungen betrifft – sorgen können. Und nicht nur einmal waren wir auch als Seelentröster gefragt!“, erklärt Dr. Butz. (pek mit PM)

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