Bald 4. Impfstoff verfügbar?

Corona-Impfstoff: US-Pharmariese „Johnson & Johnson“ beantragt EU-Zulassung

Johnson & Johnson Impfstoff
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Der US-Hersteller Johnson&Johnson hat die europäische Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt.

Corona-Impfstoff: Jetzt hat auch US-Hersteller „Johnson & Johnson“ die europäische Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Wann das Vakzin freigegeben werden könnte:

Der US-Pharmariese „Johnson & Johnson“ mit Sitz in New Brunswick (New Jersey) hat nun auch die EU-Zulassung für seinen Impfstoff gegen das Coronavirus beantragt. Dies teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde will das Vakzin bis Mitte März begutachten.

Während in der Europäischen Union der Ärger über Lieferengpässe bei bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen wie denen von Biontech/Pfizer oder Moderna groß ist, rückt das Vakzin von „Johnson & Johnson“ auf der Suche nach Alternativen in den Fokus.

Johnson & JohnsonPharmazie- und Konsumgüterhersteller
CEOAlex Gorsky
HauptsitzNew Brunswick, New Jersey, Vereinigte Staaten
GründungJanuar 1886

Corona-Impfstoff: US-Hersteller „Johnson & Johnson“ beantragt Zulassung für EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt des Herstellers. Die EU-Kommission werde eine Zulassung gewähren, sobald die EMA eine positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben habe, erklärte von der Leyen. Es wäre dann neben Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca der vierte Corona-Impfstoff mit einer bedingten Marktzulassung für die Europäische Union.

Noch ist der Impfstoff noch überall in der EU knapp. Von „Johnson & Johnson“ hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt.

Das Besondere am Impfstoff „Johnson & Johnson“: Voraussichtlich reicht eine Dosis zur Immunisierung. Alle übrigen derzeit genutzten Vakzine müssen zweimal gespritzt werden. Außerdem soll das Präparat bei Kühlschrank-Temperaturen drei Monate lagerfähig sein. Der mRNA-Impfstoff von Biontech muss beispielsweise bei minus 70 Grad transportiert und gelagert werden.

Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der „Johnson & Johnson“-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.

Voraussetzung sei, dass die Daten der Firma zur Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität des Impfstoffs umfassend und robust seien. Eine so kurze Prüfung sei nur möglich, weil die EMA bereits einige Daten im sogenannten Rolling-Review-Verfahren vorab begutachtet habe. (dpa/rob)

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