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Corona-Impfungen im Rhein-Neckar-Kreis: Ärzte piksten am häufigsten im Land

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Von: Florian Römer

Nicola Buhlinger-Göpfarth (r), Fachärztin für Allgemeinmedizin, impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus. Dabei wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer genutzt. (zu dpa: «Praxen im Südwesten warten noch auf Impfstoff gegen Coronavirus»)

Corona-Impfung bei Hausarzt. © Christoph Schmidt/picture alliance/dpa -Bildfunk

Rhein-Neckar-Kreis - Die Impfkampagne kommt mittlerweile schneller voran, auch weil inzwischen Hausärzte die Schutzimpfung verabreichen. Sie drücken im Kreis richtig aufs Tempo:

Lange verlief die Corona-Impfkampagne in Deutschland schleppend. In den ersten Monaten mangelte es vor allem an Impfstoff. Mittlerweile werden aber immer mehr Impfdosen geliefert und auch die Impfzentren in Baden-Württemberg laufen beinahe auf voller Auslastung. Der Rhein-Neckar-Kreis betreibt drei solcher Einrichtungen: das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) Heidelberg im Patrick-Henry-Village, sowie die beiden Kreisimpfzentren (KIZ) in Weinheim und Sinsheim.

Impfquote im Rhein-Neckar-Kreis über Landesschnitt

Wie das Landratsamt des Kreises mitteilt, haben in den drei Impfzentren 236.800 Menschen eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus bekommen (Stand: 3. Mai). In der Vorwoche waren es noch 213.600 Impflinge (Stand: 26. April). Mit 25 Prozent lag die Impfquote im Rhein-Neckar-Kreis am Sonntag (2. Mai) über dem Durchschnitt des Landes Baden-Württemberg. „Ich freue mich natürlich, dass in unserem Kreis die Impfquote überdurchschnittlich hoch ist – noch wichtiger als irgendwelche Rankings ist jedoch die Tatsache, dass durch solche Zahlen sichtbar wird, wie stark die Impfkampagne mittlerweile an Fahrt aufgenommen hat“, sagt Landrat Stefan Dallinger (CDU).

Unsere Impfzentren laufen mittlerweile fast unter Volllast und wir haben neun mobile Impfteams im Einsatz, die täglich Einrichtungen anfahren. Zudem haben Bürger dieser Region sicherlich den Vorteil, dass noch weitere Impfzentren vorhanden sind, die gut erreichbar sind. Hinzu kommt, dass sich die niedergelassenen Ärzte hier früh in die Impfkampagne eingebracht haben und teilweise in Zusammenschlüssen toll funktionierende eigene kleine Impfzentren errichtet haben“, nennt Landrat Dallinger Gründe für die gute Impfquote im Landkreis. Die mobilen Impfteams des Kreises haben bislang über 39.000 Impfungen gesetzt ‒ die Zahl ist in der aktuellen Gesamtzahl der Impfzentren enthalten.

Corona-Impfung: Ärzte im Rhein-Neckar-Kreis schon tragender Pfeiler

Einen großen Anteil am zunehmenden Impftempo im Rhein-Neckar-Kreis haben niedergelassene Ärzte: Obwohl Hausärzte erst seit Anfang April an der Impfkampagne teilnehmen können, haben Vertragspraxen im Kreis laut Kassenärztlicher Vereinigung Baden-Württemberg wurden in Vertragspraxen im Kreis bis Montag (3. Mai) rund 37.800 Corona-Impfungen durchgeführt. In keinem anderen Kreis in Baden-Württemberg wurden von Hausärzten mehr Covid-19-Impfungen verabreicht. „Momentan brauchen wir noch diese beiden starken Eckpfeiler – Impfzentren und niedergelassene Ärzte – um bis zum Sommer möglichst vielen Menschen ein Impfangebot machen zu können“, erklärt Dallinger.

In der wirtschaftsstarken Metropolregion Rhein-Neckar könnten Unternehmen bald dritte Säule der Impfkampagne werden, hofft Landrat der Landrat. Voraussichtlich ab Juni könnten auch Betriebsärzte mit Corona-Impfungen beginnen ‒ vorausgesetzt, genügend Impfstoff ist vorhanden. „Je früher einem möglichst großen Personenkreis ein Impfangebot gemacht werden kann, desto besser“, findet Dallinger. Der Weg zurück zur Normalität führe „einzig und allein über Impfungen“. (rmx)

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