Britische Forscher warnen

Corona-Mutation: Sind auch Kinder gefährdet?

ARCHIV - Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm und einem an der Hand wirft einen Schatten auf eine mit bunten Handabdrücken bemalte Wand einer Kindertagesstätte.
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Datenlage zum mutierten Coronavirus: Kinder möglicherweise genauso anfällig für neue Variante (Symbolbild).

Coronavirus: Nachdem eine neue gefährliche Variante von Sars-CoV-2 entdeckt worden ist, warnen britische Forscher vor einer höheren Ansteckungsgefahr – auch für Kinder!

Eine neue Corona-Variante in Großbritannien macht Untersuchungen zufolge das Virus sehr wahrscheinlich leichter übertragbar. Zu diesem Schluss kommen Experten der englischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHS). Der deutsche Virologe Christian Drosten zeigt sich über die PHS-Daten besorgt: „Das sieht leider nicht gut aus“. Die Mutation ist in der Lage, besser an die Wirtszellen anzudocken. Laut britischen Forschern soll die mutierte Variante möglicherweise auch für Kinder ansteckender sein!

Neue Variante des Coronavirus: Auch Kinder sind gefährdet

Besorgt blicken Wissenschaft und Politik derzeit auf eine neue Corona-Variante, die sich in England rasch ausbreitet. Obgleich der Flugverkehr zur britischen Insel eingestellt worden ist, soll sich das Virus in Europa ausgebreitet haben. Auch aus Deutschland werden erste Fälle des mutierten Coronavirus bestätigt.

Mitten in der ohnehin unübersichtlichen Lage folgt die nächste Hiobsbotschaft. Gegenüber BILD sagt die britische Forscherin Wendy Barclay: „Kinder sind möglicherweise genauso anfällig für dieses Virus wie Erwachsene“. Während die Kleinsten bisher weniger vom Coronavirus betroffen gewesen sind, könnte sich das nun ändern. Aus den vorhandenen Daten ist eine eindeutige Tendenz herauszulesen.

Coronavirus: Kinderschutzbund fordert Ferien bis Ende Januar  

Unterdessen fordert der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) wegen der außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie die Weihnachtsschulferien bis Ende Januar zu verlängern. „Es ist kaum damit zu rechnen, dass bis zum 10. Januar eine grundlegende Besserung eintritt“, sagt Verbandspräsident Heinz Hilgers der „Rheinischen Post“. Für den 10. Januar ist bisher das Ende des Lockdowns anvisiert, Bund und Länder beraten darüber aber am 5. Januar.

Ich würde die Ferien verlängern und dabei Ende Januar in Aussicht stellen. Sollten die Infektionszahlen sich nicht kurzfristig ändern, gibt es dazu keine Wahl“, sagte Hilgers. Doch Schüler sollten sich nicht zu früh freuen, denn im Gegenzug für die Ferien-Verlängerung sollen die schulfreie Zeit im Sommern um drei Wochen gekürzt werden. (dpa/esk)

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