Was bereits jetzt bekannt ist

Corona-Konferenz mit Merkel: Lockdown verlängert – diese Regeln gelten

Am Dienstag (5. Januar) haben sich Bund und Länder entschieden: Der Corona-Lockdown wird verlängert und es gibt neue Maßnahmen:

Update vom 5. Januar, 19 Uhr: Der Lockdown wird bis zum 31. Januar verlängert, das bestätigt Kanzlerin Angela Merkel am Dienstagabend. Außerdem wird die Kontaktsperre erweitert. Es darf sich ab sofort nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Darüber berichtet der SWR. Der Bewegungsradius wird auf 15 Kilometer um den Wohnort beschränkt, wenn es sich bei dem Landkreis um einen Corona-Hotspot handelt. Schulen und Kitas bleiben bis Ende Januar zu.

Update vom 5. Januar, 15:38 Uhr: Es sieht alles danach aus, dass uns ein noch härterer Lockdown bevorsteht. Laut Spiegel, dem die Beschlussvorlage des Bundes vorliegt, sollen Angela Merkel und die Ministerpräsidenten vereinbart haben, dass in Corona-Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 der Bewegungsradius beschränkt wird. Die betroffenen Bürger dürfen das Haus nur in einem Umkreis von 15 Kilometern verlassen. Ausnahmen soll es bei triftigem Grund geben. Außerdem darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Diese Maßnahmen sollen bis zum 31. Januar gelten.

Update vom 5. Januar, 15 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen werden wahrscheinlich ebenfalls verschärft. Laut „Business-Insider“ sind die Länderchefs offenbar bereit Kontaktbeschränkungen wie im Frühjahr einzuführen. Demnach dürfte sich ein Haushalt mit maximal einer weiteren Person treffen. Bislang sind Treffen mit einem Haushalt plus fünf Personen eines weiteren Hausstandes erlaubt.

Corona-Konferenz: Die wichtigsten Punkte auf einem Blick

  • Lockdown: Verlängerung bis zum 31. Januar
  • Schulen: Teilweise Öffnung - Orientierung liefert ein Stufenplan
  • Impfstrategie: Anpassung der derzeitigen Maßnahmen
  • Kontaktbeschränkung: Maximal ein Haushalt mit einer weiteren Person
  • Bewegungsradius um den Wohnsitz
  • Ausgangssperre für Kreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100
  • Weitere Beschränkungen möglich

Update vom 5. Januar, 13:34 Uhr: Der Bewegungsradius in Corona-Hotspots wird eingeschränkt. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten der Länder laut BILD-Information geeinigt. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 soll der „Bewegungsradius“ auf 15 Kilometer beschränkt werden. An der mutmaßlich neuen Regelung gibt es aber auch schon Kritik. FDP-Chef Christian Lindner weist auf Twitter auf die unterschiedlichen Auswirkung des „Bewegungsradius“ in der Stadt und auf dem Land hin.

Corona-Konferenz mit Merkel: Massive Einschränkung möglich – kommt der „Bewegungsradius“?

Update vom 5. Januar, 13.10 Uhr: Eigentlich hätte die Corona-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten um 11 Uhr starten sollen. Allerdings hat sich die Schalte nun um zwei Stunden nach hinten verschoben. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, soll neben der grundsätzlichen Verlängerung des Lockdowns, der Impfstrategie und den Maßnahmen an Schulen noch ein weiterer Punkt für jede Menge Gesprächsstoff sorgen: Eine „Bewegungsschranke

In Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate soll es einen erlaubten Bewegungsradius um den Wohnort geben. Das würde bedeutet, dass sich Bürger in Deutschland nicht mehr frei bewegen dürfen. Ob dieser Punkt im Beschlusspapier landet, ist noch unklar.

Eine Expertin des Max Plack Instituts erklärt gegenüber der dpa, dass es zu Senkung der Infektionszahlen „möglicherweise“ eine „Stay-at-home“-Anordnung beziehungsweise einen eingeschränkten maximal fünf Kilometer großen Bewegungsradius um den
Wohnsitz brauche. Sinnvoll sei auch eine Reduktion der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr auf 25 Prozent der Sitzplätze.
Eingeschränkte Bewegungsradien gibt es in Deutschland bisher nur in Sachsen, hier dürfen sich die Menschen maximal 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Merkel fordert außerdem eine Ausgangssperre für alle Kreise, die eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 haben.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) sagt am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk: „Ich werde heute in der Ministerpräsidentenkonferenz auf der Seite derjenigen argumentieren, die sagen: Wir werden es noch viel schärfer und viel härter angehen müssen.“ Fraglich ist nur: Wer würde die strengen neuen Maßnahmen kontrollieren?

Corona-Konferenz mit Merkel: Was bislang bekannt ist

Meldung vom 4. Januar: Wahrscheinlich haben es sich schon viele Menschen gedacht, am Dienstag (5. Januar) wird es wohl nur noch offiziell bestätigt: Der Lockdown wird in die Verlängerung gehen. Eigentlich hätte der Coronavirus-Shutdown am 10. Januar enden sollen, wie Bund und Länder im Dezember gemeinsam entschieden haben. Aufgrund der Tatsache, dass die Infektionszahlen weiterhin deutlich über den gewünschten Grenzen liegen, wird es wohl bei der neuen Schalte der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel keine Überraschungen geben. Einzig und allein die Frage, was mit Schulen passiert, dürfte noch spannend werden. Der Rest sei Medienberichten zufolge schon ziemlich abgeklärt.

KrankheitCoronavirus, Covid-19
ÜbertragungTröpfcheninfektion
KrankheitsverlaufIn 80 Prozent der Fällen mit leichten oder moderaten Symptomen

Corona-Konferenz: Lockdown wird verlängert – bis zu diesem Tag

Der Lockdown soll in Deutschland bis Ende Januar verlängert werden. Am Montag heißt es in einem Beschluss der Kultusminister, dass beschlossene Maßnahmen „unter Umständen“ fortgeführt werden. Allerdings haben bereits die Unions-geführten Länder am Vortrag angekündigt, dass sie den Lockdown um weitere zwei Wochen verlängern wollen. Lediglich zwei SPD-Länder seien noch skeptisch, so die Deutsche Presse-Agentur. Der Bund stimmt ebenfalls für eine Shutdown-Verlängerung bis Ende des Monats.

Das Ende des Lockdown oder die nächste Verlängerung wird demnach erst in 14 Tagen besprochen. Möglich wäre dann eine Teil-Öffnung, wie es im Sommer 2020 der Fall war.

Corona-Konferenz: Dürfen Schulen öffnen – wenn ja, wie?

Während also der Corona-Lockdown höchstwahrscheinlich weiter in die Länge gezogen wird, könnte es für Schulen eventuell eine Lockerung geben. Allerdings nur nach und nach – angepasst an einen Stufenplan.

Dieser Plan sehe vor, dass zunächst Schüler der Klassen 1 bis 6 wieder Präsenzunterricht haben dürfen und weitere Jahrgänge weiterhin im „Home-Schooling“ bleiben. Anschließend sollen höhere Stufen „halbiert“ werden, damit ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht stattfinden könne. Eine weitere Ausnahme soll Abschlussklassen betreffen, damit sich diese gut für die Prüfungen vorbereiten können. Die Öffnung der Schulen ist jedoch ein heikles Thema und wird bei der Corona-Schalte noch für einige Diskussionen sorgen.

Corona-Konferenz: Impfstrategie steht ebenfalls auf der Agenda

Deutschland rast derzeit auf eine höchst gefährliche Auslastung des Gesundheitssystems hin. Man steure auf die Marke von 6.000 Corona-Intensivpatienten zu. „Eine Lockerung von Maßnahmen, Begegnungen von mehr Menschen oder die Öffnung von Geschäften können wir uns aus medizinischer Sicht deshalb absolut noch nicht leisten“, mahnt der Präsident der Deutschen
Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx.

Währenddessen haben sich in Deutschland bereits 264.000 Menschen gegen Corona impfen lassen. Bei der Konferenz mit Merkel und den Ministerpräsidenten wolle man über die Impfstrategie in Deutschland sprechen. SPD und FDP kritisieren diese und fordern Merkel auf, sich einzuschalten. Deutschland stehe im Vergleich mit anderen Ländern schlechter da, sagt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in der ARD. Die Schuld hierfür gibt er Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Klingbeil fordert „eine nationale Kraftanstrengung“ unter der Leitung Merkels. Spahn sagt der „Rheinischen Post“: „Wir haben ausreichend Impfstoff für Deutschland und die EU bestellt.“ Das Problem sei die geringe Produktionskapazität zu Beginn - „bei weltweit extrem hoher Nachfrage.“ Am Abend erklärte Spahn: „Das Ziel ist und bleibt es, allen Deutschen im Sommer ein Impfangebot zu machen.“ (dpa/jol)

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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