Zweite Welle

Lockdown in Deutschland? Corona-Experten glauben an völlig neue Variante

Droht ein zweitere Lockdown in Deutschland?
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Droht ein zweitere Lockdown in Deutschland?

Deutschland hat die zweite Corona-Welle erreicht. Droht uns nun ein weiterer Lockdown? Wenn es nach Christian Drosten und Karl Lauterbach geht, gibt es eine Alternative:

Wenn man die Tabelle der Corona-Entwicklung in Deutschland betrachtet, ist eine zweite Infektionswelle unverkennbar. Die Zahl der Neuinfektionen steigt exponentiell an – ein Ende scheint noch lange nicht in Sicht. Allein am Sonntag (18. Oktober) gibt es in Deutschland 5.587 neue Fälle.

In vielen Bundesländern, wie beispielsweise Baden-Württemberg, ist bereits Alarmstufe Rot ausgerufen worden. Dort gelten nun strengere Regeln, unter anderem eine erweiterte Maskenpflicht oder die Ausweitung der Kontaktsperre. Politiker erhoffen sich durch diese Verschärfungen, dass sich die Corona-Pandemie wieder langsamer ausbreite.t Doch sind die Maßnahmen nur der erste Schritt?

Corona: Angst vor zweitem Lockdown – gibt es eine andere Lösung?

Die Angst vor einem zweiten Lockdown ist groß. Zu viel Schaden hat der erste im Frühjahr angerichtet. Wirtschaftliche Einbußen, Menschen verloren ihre Arbeit, gerieten in finanzieller Not und mussten Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut bringen. Der Anblick von leeren Straßen, Geschäften und Restaurants wirkt immer noch nach.

Dennoch: Solche Szenen könnten wir möglicherweise wieder zu sehen bekommen, wenn das Infektionsgeschehen in Deutschland nicht kontrolliert werden kann. Manche Politiker, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, können einen zweiten Lockdown bei steigenden Zahlen nicht ausschließen.

Aber muss es unbedingt die wochenlange Schließung von Gaststätten, strengere Regelungen der Kontaktbeschränkung und die Absage aller Veranstaltungen sein? Laut Virologen Christian Drosten und SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach könnte es eine Alternative für Deutschland geben.

Corona-Lockdown in Deutschland: Lauterbach und Drosten bringen Alternative ins Spiel

Die Corona-Experten meinen damit eine Idee aus England. Dort beträgt die Inzidenz fast 200 und es muss dringend eine Lösung her. Einen Vorschlag findet daraufhin bei Karl Lauterbach und Christian Drosten Anklang: Ein Mini-Lockdown. Statt einen langen Shutdown könnte es demnach nur einen zeitlich begrenzten, kurzen Lockdwon geben.

Eine interessante Idee, wie Virologe Christian Drosten findet. Auf Twitter schreibt er: „England diskutiert über einen vorsorglichen, zeitlich befristeten Lockdown (#circuitbreaker/“Überlastschalter“), um die Zunahme von Neuinfektionen zu verzögern. Option wäre Herbst- und/oder Weihnachtsferien, um wirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen“

Auch Karl Lauterbach kann sich mit dieser Shutdown-Idee anfreunden und teilt den Post. Dazu schreibt er: „(Die) Studie ist interessant, auch für uns. Weil mit systematischen Kurz-Shutdowns die Unterbrechung eines exponentiellen Wachstums gelingen könnte, bei gleichzeitiger Minimierung der ökonomischen und schulischen Kosten. Auch wären Unterbrechungen planbar, was Akzeptanz erhöhen würde.“ Wie so ein Mini-Lockdown genau sehen würde, ist nicht klar – ausprobiert hat ihn noch keiner. jol

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