1. Heidelberg24
  2. Region

Corona-Lockdown: Kontaktregeln verschärft – wie man sich jetzt noch treffen darf

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Hagen

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister diskutieren über weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. Fest steht, dass die Kontakte beschränkt werden.

Update vom 5. Januar, 20:55 Uhr: Die Kontaktsperre wird nochmals beschränkt! Das ist jetzt sicher und gilt in mehreren Bundesländern, wie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ab dem 11. Januar darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Kinder und Jugendliche sind dieses Mal auch davon betroffen. Diese Regel gab es bereits im ersten Lockdown im März.

Meldung vom 5. Januar, 17 Uhr: Während am Dienstag in Berlin noch Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister bei er Corona-Konferenz tagen, um den weiteren Kampf gegen das Coronavirus zu planen, sickern bereits einzelne Entschlüsse durch. So ist jetzt schon klar, dass der bis zum 10. Januar geplante Lockdown bis mindestens 31. Januar verlängert wird. Laut Businessinsider soll am 27. Januar geklärt werden, ob sogar eine Verlängerung im Februar nötig ist. Fest stehen sollen laut mehrerer Medienberichte auch ein Bewegungsradius für bestimme Gebiete und eine 1-Freund-Regel.

InzidenzHäufigkeit von neu auftretenden Krankheitsfällen
Gewünschter Wert50
Durchschnitt Baden-Württemberg124,6

Corona-Lockdown: Merkel und Minister beschließen wohl 1-Freund-Regel

In ganz Deutschland steigen die Corona-Zahlen – sowohl die der Neuinfektionen, der Inzidenzen und der Todesfälle. Weil der erneute harte Lockdown im Dezember 2020 nicht wirklich eine Besserung gebracht hat, ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre 16 Ministerpräsidenten nun die Zügel straffer. Nach Berichten mehrerer Medien wird am Dienstag (4. Januar) der Lockdown verlängert. Zudem sollen sich Personen, die in einem Kreis mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner leben, nur noch einen eingeschränkten Bewegungsradius von 15 Kilometern nutzen dürfen.

Ein weiterer Punkt, der schon beschlossen sein soll, ist die 1-Freund-Regel. Diese sorgt schon seit Monaten für Aufregung, weil sie gerade für Kinder und Jugendliche ein gewaltiger Einschnitt ist. Demnach wären Treffen nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts oder innerhalb der Familie im eigenen Hausstand erlaubt – dazu zählen auch Kinder. Bislang sind Treffen mit einem anderen Haushalt zu fünft erlaubt, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen.

Corona-Lockdown: Aufstand gegen 1-Freund-Regel

Bereits im November 2020 haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister die Empfehlung für die 1-Freunde-Regel als Maßnahme in Betracht gezogen. Weil das aber auch bedeutet, dass Kinder nur noch mit einem Freund spielen dürfen, gehen gleich mehrere Länderchefs auf die Barrikaden. „Ich habe fünf Enkel und weiß, dass das nicht funktioniert. Das ist eine Formulierung, die der Lebenswirklichkeit nicht entspricht, darum haben wir sie nicht akzeptiert“, sagt damals Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff der Bild-Zeitung. Eine solche Regel sei zudem im realen Leben nicht umsetzbar.

Auch Kinder - und Jugendpsychiater melden sich zu Wort und prophezeien schlimme Störungen, wenn Kinder solch einschneidenden Regeln befolgen müssten. Wie es mit der Schule weitergehen soll, ist derzeit noch unklar und wohl ein großer Streitpunkt. So fordert die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann, dass der Präsenzunterricht trotz des Lockdowns wieder beginnen müsse. Dafür erntet sie Kritik von vielen Seiten. Unterdessen hat in Rheinland-Pfalz der Unterricht schon wieder begonnen – aber online. Doch gleich am ersten Schultag sorgt ein technisches Problem für Chaos. (dh)

Auch interessant

Kommentare