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Corona-Gipfel: Kommt der Hardcore-Lockdown? Entscheidung fällt am Sonntag

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Von: Josefine Lenz

Droht uns nach Weihnachten wieder ein strenger Corona-Lockdown? Ersten Informationen zufolge soll am Sonntag über die Hardcore-Maßnahmen gesprochen werden:

Update vom 11. Dezember: Es ist entschieden: Am Sonntag (13. Dezember) findet der Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel statt. Darüber berichtet die Bild. Es wird über weitere Verschärfungen in Deutschland diskutiert. Unter anderem fordert Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann den harten Lockdown nach Weihnachten und bis zum 10. Januar.

Corona-Gipfel: Kommt der Hardcore-Lockdown? Entscheidung noch diese Woche

Update vom 10. Dezember: Am Mittwoch, 9. Dezember, haben sich die CDU-geführten Bundesländer für ein weiteres Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel ausgesprochen und auch schon einen Termin vorgeschlagen. Der nächste Corona-Gipfel könnte laut Medienberichten schon am Sonntag, 13. Dezember, stattfinden. Themen sollen unter anderem die Verschärfung der Corona-Regeln, Schulschließungen und weitere Maßnahmen für den Handel sein. Baden-Württemberg soll sich der Forderung der CDU-geführten Länder angeschlossen haben. Die SPD-geführten Länder und Thüringen sollen noch nicht zugestimmt haben. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke signalisierte jedoch, dass man sich einem Corona-Gipfel vor Weihnachten nicht verschließen wolle.

Ein mögliches Szenario des Corona-Treffens mit der Bundeskanzlerin könnte sein, dass man sich auch an Silvester nur zu Fünft treffen dürfte. Dies haben einige Länder, darunter Baden-Württemberg, auch schon so umgesetzt. Außerdem ist vor einem bundesweiten Lockdown vom 27. Dezember bis zum 10. Januar die Rede. Schulen, Kitas, Dienstleistungsbetriebe und Geschäfte bis auf Supermärkte könnten in diesem Zeitraum geschlossen werden.

Corona-Schock: Beginnt der harte Lockdown schon vor Weihnachten?

Update vom 9. Dezember: Kanzlerin Angela Merkel ist von einem knallharten Corona-Lockdown überzeugt. Nun hält sie den Shutdown in Deutschland nicht nur nach, sondern sogar vor Weihnachten für denkbar. Sie stellt sich damit hinter die Empfehlungen der Wissenschaftsorganisation Leopoldina. Diese hat am Dienstag gefordert, dass die Feiertage und der Jahreswechsel für einen harten Lockdown genutzt werden sollen. In einem ersten Schritt sollten Kinder ab dem 14. Dezember nicht mehr in die Schulen gehen, möglich seien Aufgaben zu Hause. Vom 24. Dezember bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte dann in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen, auch die Geschäfte außer für den täglichen Bedarf sollten schließen.

Und wenn die Wissenschaft „uns geradezu anfleht“, vor Weihnachten und dem Besuch bei den Großeltern eine Woche Kontaktreduzierung vorzunehmen, dann müsse man noch einmal darüber nachdenken, die Schulferien schon vor dem 19. Dezember beginnen zu lassen, meint Merkel. „Die Zahl der Kontakte ist zu hoch. Die Reduktion der Kontakte ist nicht ausreichend, sagt sie weiter. Es müsse verhindert werden, dass die Infektionszahlen wieder ein exponentielles Wachstum erreichen. Das Ziel heiße nicht, nach Tagen zu rechnen, sondern nach Resultat. „Sonst entgleitet uns die Pandemie wieder und wieder.“ Ziel bleibe es, auf 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen herunter zu kommen.

Corona-Lockdown: Wird nach Weihnachten ALLES geschlossen?

Meldung vom 7. Dezember: Erst besinnliche Weihnachten, dann Abschottung im neuen Jahr? Möglicherweise droht nach den Festtagen wieder der „Ultra“-Corona-Lockdown. Laut Bild-Informationen soll zwischen dem 27. Dezember und dem 3. Januar oder 10. Januar ALLES geschlossen werden. Die einzige Ausnahme wären Supermärkte. Eine weitere Corona-Maßnahme sei außerdem die Verlängerung der Weihnachtsferien: Sie sollen nicht nur früher beginnen, sondern auch länger andauern.

Zwar ist das noch keine beschlossene Sache – es könnte aber bald eine werden. Kanzlerin Angela Merkel will sich noch diese Woche mit den Ministerpräsidenten zusammen setzen, um über die Corona-Lage in Deutschland zu entscheiden. Denn: Trotz Verschärfungen will die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen nicht sinken. Aber muss trotzdem zu dieser harten Maßnahme gegriffen werden?

Corona-Lockdown: Bund und Länder sollen sich noch diese Woche zusammensetzen

Es wird sich zeigen. Bereits jetzt scheinen sich die Ministerpräsidenten nicht einig zu sein. Während der Süden strengere Corona-Regeln befürwortet, hält sich der Norden eher bedeckt. Kanzlerin Merkel zeigt sich währenddessen knallhart: „Wir werden den Winter ohne zusätzliche Maßnahmen nicht durchstehen können. Vor Weihnachten muss noch entschieden werden“, zitiert Bild. Man dürfe nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen, dass die seit einigen Tagen wieder steigenden Zahlen heruntergehen würden.

In Merkels Augen werde derzeit zu viel über Glühweinstände gesprochen und zu wenig über die Krankenschwestern und Pflegekräfte, die unter Hochdruck und mit großem Einsatz auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen arbeiten müssten. Die Kanzlerin macht deutlich: Mit den bisher ergriffenen Maßnahme komme man von den auf einem viel zu hohen Niveau stagnierenden Infektionszahlen nicht herunter. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Corona-Lockdown nach Weihnachten? Merkel hofft auf gemeinsame Entscheidung von Bund und Ländern

Merkel betont außerdem, dass es wichtig sei, dass Bund und Länder gemeinsam an einem Strang ziehen. Nur so würden die Corona-Maßnahmen auf Akzeptanz treffen. Sie lobt zudem die Entscheidung, dass Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz über 200 weitere Regeln gemacht haben. Bedauerlich sei wiederum, dass viele ältere Menschen etwa in Pflegeheimen betroffen seien. Hier werde unter Hochdruck etwa mit Schnelltests gearbeitet. Diese würden sich aber nicht so schnell durchsetzen, wie man sich das erhofft habe. Wann genau auch mit den Corona-Impfungen gestartet werden kann, ist weiterhin unklar.

Bund und Länder hatten vereinbart, bei Familientreffen vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar zehn Personen plus Kinder
zuzulassen. Ansonsten dürfen maximal fünf Leute aus zwei Hausständen zusammen sein. In Baden-Württemberg ist dies auf den 23. bis 27. Dezember beschränkt. (jol/dpa)

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