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Corona-Gefahr: Aus diesem Grund darfst Du Deine Maske niemals zweimal tragen

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Von: Katja Becher

Corona-Maske: Ist es gefährlich, eine bereits gebrauchte Maske wiederzuverwenden? US-Forscher warnen nach einer neuen Studie davor, gebrauchte Masken zu tragen:

Der Mund-Nasen-Schutz gehört seit Einführung der Maskenpflicht fest in unseren Alltag. Mit dem Tragen einer Maske schützen wir uns und vor allem unsere Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus – und leisten einen wesentlichen Beitrag, um die Pandemie zu bekämpfen. Doch wie penibel muss man darauf achten, einen bereits benutzten Mund-Nasen-Schutz kein zweites Mal zu tragen? Laut einer neuen Studie aus den USA soll das sogar gefährlicher sein, als gar keine Maske zu verwenden! Wie kann das sein?

Corona: Gebrauchte Maske weiter verwenden? US-Forscher warnen vor Gefahr

Die Regel ist einfach: Eine Maske muss nach dem Gebrauch gewechselt oder gewaschen werden. Doch angesichts der vielen Orte, an denen wir im Alltag den Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, kann es durchaus sein, dass man ausnahmsweise mal zu einer bereits gebrauchten Maske greift. Viele Menschen sind der Ansicht, dass eine gebrauchte Maske besser ist, als gar keine. Doch stimmt das? US-Wissenschaftler warnen jetzt vor genau diesem Verhalten.

Wie RTL.de berichtet, haben Forscher der University of Massachussets Lowell und der California Baptist University ein Computermodell benutzt, um herauszufinden, wie gering der Schutz beim Tragen von chirurgischen Masken gegen das Coronavirus ist, wenn sie bereits getragen wurden. Ein Medizinexperte erklärte gegenüber RTL, wieso die Forscher auf das Ergebnis kamen, dass eine bereits benutzte Maske gefährlicher sein kann, als gar keine.

Corona-Maske: Gebrauchter Mund-Nasen-Schutz – wieso er gefährlich werden kann

Die US-Forscher fanden in ihrer Masken-Studie heraus, dass wir beim Einatmen mit Maske die Luft von der gesamten Fläche des Mund-Nasen-Schutzes aufnehmen. „Ohne Maske atmen wir die Luft ein, die direkt vor unserer Nase und unserem Mund ist“, erklärt Dr. Christoph Specht im Interview mit RTL. Der Luftstrom beim Einatmen würde sich beim Tragen einer Maske verändern. Wir atmen zwar immer gleich viel ein, jedoch mit einem langsameren Luftstrom – sodass wir insgesamt länger einatmen müssen, um das gleiche Volumen an Luft aufzunehmen, wie ohne Maske. Laut Dr. Specht würde die Maske quasi wie ein Trichter wirken.

Wer nicht so viel Geld für Masken ausgeben und dennoch immer eine neue griffbereit haben will, der kann sich seine Alltagsmasken einfach selbst basteln.

Corona: Erhöht eine gebrauchte Maske das Infektionsrisiko?

Sofern die Maske sauber und unbenutzt ist, stellt dieser Trichter-Effekt offenbar kein Problem dar. Doch sobald wir eine gebrauchte Maske verwenden, würde die Filterleistung kleiner, warnt der Experte. Man würde also Luft aus einem größeren Bereich aufnehmen, als ohne Maske – und das ungefiltert. Laut US-Studie liege die Filter-Leistung bei einer neuen chirurgischen Maske mit drei Lagen bei 65 Prozent, bei einer gebrauchten aber nur noch bei 25. Die Folge sei laut Experte Dr. Specht eine „Verstärkung der Viruslast von darußen“ und eine Konzentration von Viren, die sonst nicht da wäre.

Corona-Masken: Nicht jeder Mund-Nasen-Schutz dient dem eigenen Schutz

Fazit: Eine gebrauchte Maske könnte tatsächlich gefährlicher sein, als gar keine zu tragen. Man sollte jedoch beachten, dass der Zweck einer Maske in erster Linie nicht der Selbstschutz ist, sondern der Schutz anderer im eigenen Umfeld. Einen wirklichen Selbstschutz erreicht man ohnehin nicht mit einer der sogenannten Alltagsmasken, sondern erst mit FFP2-Masken. Es empfiehlt sich aber natürlich dennoch, die Corona-Maske regelmäßig auszutauschen und sie auch tagsüber (nach Möglichkeit) abzusetzen, sodass sie trocknen kann. Wichtig ist auch, dass man darauf achtet, die Maske richtig aufzusetzen. (kab)

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