Konferenz der Ministerpräsidenten und Kanzerlin

Neue Corona-Regeln: Muss jetzt eine Maske am Arbeitsplatz getragen werden?

Wird die Maskenpflicht in Baden-Württemberg nochmal verschärft? Am Mittwoch (25. November) diskutieren die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzerlin Angela Merkel darüber:

Seit Ende April gilt in Deutschland die Maskenpflicht. Zunächst galt die Regel nur für Aufenthalte in Bus und Bahn oder beim Einkaufen. Über die Monate hinweg ist diese Corona-Maßnahme ausgeweitet worden, sodass man beinahe überall in Baden-Württemberg einen Mundschutz tragen muss. In Städten wie Heidelberg ist es unter anderem verpflichtenden eine Maske in der Fußgängerzone zu tragen. In Karlsruhe wiederum besteht die Regel, dass teilweise sogar beim Spaziergang eine Mund-Nasen-Bedeckung aufgezogen werden muss.

Die Maskenpflicht in Baden-Württemberg dient in erster Linie dem Schutz der anderen. Studien zeigen, dass sogar eine Alltagsmaske eine mögliche Coronavirus-Infektion verhindern kann. Hintergrund: Ein Mundschutz hält die Tröpfchen, die beim Reden und Husten entstehen, zurück. Da sich das Coronavirus über eine Tröpfcheninfektion überträgt, kann eine Maske bei der Ausbreitung dagegenwirken.

Neben den gängigen Stoffmasken gibt es auch Einweg- und sogenannte FFP2-Masken. Letztere schützen nicht nur die anderen vor Corona, sondern den Träger selbst. Auf den Straßen und Einkaufszentren sieht man jedoch fast ausschließlich die anderen beiden Mundschutz-Arten.

Corona-Regeln: Wird die Maskenpflicht erneut verschärft? Am Mittwoch fällt die Entscheidung

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt aber nicht nur die Maskenpflicht, sondern diverse andere Regeln. Alle werden in der Corona-Verordnung von Baden-Württemberg zusammengefasst. Über die Regeln wird regelmäßig neu entschieden, hierfür treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Am Mittwoch (25. November) findet erneut solch ein Zusammentreffen statt.

In der Beschlussvorlage des Kanzleramtes stehen neue Verschärfungen zu den Themen Kontaktbeschränkungen, Weihnachten und Silvester. Aber auch das Wort Maskenpflicht fällt. Darin heißt es, dass die Regel rund um den Mundschutz erneut angepasst werde soll.

Maskenpflicht wegen Corona – jetzt auch am Arbeitsplatz?

Medienberichten zufolge, heißt es in der Corona-Beschlussvorlage, dass das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen verpflichtend werden soll. Dies umfasse auch Arbeitsplätze. Allerdings heißt es auch, dass ein Mundschutz nur dann getragen werden müsse, wenn am Arbeitsplatz der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Weiter heißt es, dass die Maskenpflicht auch an Orten im Freien gelten soll, wenn sich auch hier zu viele Menschen auf engem Raum befinden. Die Orte sollen von den zuständigen Behörden festgelegt werden. Am Mittwoch wird entschieden, dass die Maskenpflicht in Innenstädten ausgeweitet werden soll, konkrete Maßnahmen obliegen jetzt den Behörden.

Neue Corona-Regeln am Mittwoch? Diese Maßnahmen werden besprochen

Neben der Maskenpflicht steht auf der Agenda der Beschlussvorlage unter anderem die Punkte Schulen, private Feiern, Gottesdienste und staatliche Hilfen. Ganz zentral müssen die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel aber vor allem die Frage klären, wie Weihnachten und Silvester in der Corona-Krise gefeiert werden dürfen. Unter anderem soll es ein Böllerverbot geben und an Weihnachten ein Treffen von maximal fünf oder zehn Menschen erlaubt sein. Wie die Maßnahmen letztlich ausfallen, wird aber erst am Mittwoch geklärt sein. Der Beginn einer Corona-Impfung wird daran eher nichts verändern. (jol)

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