Die aktuellen Zahlen im Bundesland

Corona in Rheinland-Pfalz: Rasanter Anstieg – drohen diesem Kreis Verschärfungen?

Rheinland-Pfalz - Die aktuellen Entwicklungen, Zahlen und Regeln zur Corona-Lage im Bundesland im News-Ticker: 

  • Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Seit Beginn der Pandemie gab es 13.642 bestätigte Fälle (+246 Stand: 18. Oktober)
  • 2.829 Corona-Fälle gelten aktuell als aktiv, 263 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.
  • Besonders kritisch ist die Lage aktuell in der Stadt Mainz und in den Landkreisen Neuwied, Bitburg-Prüm und der Vulkaneifel.
  • Land verschärft Maßnahmen: Maskenpflicht im öffentlichen Raum und Sperrstunde für Gastronomie.

Update vom 18. Oktober, 15:38 Uhr: Weitere 248 Rheinland-Pfälzer haben sich innerhalb eines Tages nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Erreger bleibt unverändert bei 263, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Sonntag mitteilt.

Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt 13.642 Infektionen registriert worden. Als genesen gelten 10.550 Menschen. Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) hat weiterhin der Landkreis Bitburg-Prüm:
Der Wert liegt hier bei 119 und ist damit im Vergleich zum Vortag etwas gesunken. Im Kreis Birkenfeld steigt die Inzidenz auf 108.
Mehrere Kommunen liegen über dem kritischen Wert von 50 Neuinfektionen. Neu hinzu kommen der Kreis Altenkirchen, wo der Wert deutlich von 45 auf 75 steigt, sowie Zweibrücken. Die Inzidenz in der Stadt liegt nun bei 73 nach 32 am Vortag. Weiterhin über der Schwelle rangieren zudem der Kreis Vulkaneifel mit 79 sowie die Landeshauptstadt Mainz mit 67.

Angesichts der Zahlen im Kreis Altenkirchen solle dort über die nun nötigen Maßnahmen beraten werden, teilt das Ministerium weiter mit. Einer der Gründe für den starken Anstieg sei eine größere Feier einer religiösen Gemeinschaft. Auch in Zweibrücken sollte über das weitere Vorgehen beraten werden.

Stadt/Landkreis7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage
Altenkirchen75
Alzey-Worms39
Bad Dürkheim35
Bernkastel-Wittlich38
Birkenfeld108
Bitburg-Prüm119
Cochem-Zell39
Neuwied43
Südwestpfalz36
Vulkaneifel79
Mainz67
Zweibrücken73

Einige Landkreise und Städte überschreiten die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz. Hier eine Auflistung:

Update vom 17. Oktober, 17:30 Uhr: Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 13.394 (+177) bestätigte Corona-Fälle, 263 Todesfälle und 10.470 genesene Fälle. 2.661 (+95) Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Update vom 16. Oktober, 17:11 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz erhöht sich um 343 auf insgesamt 13.217. Davon sind bereits wieder 12.338 genesen. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 263 Personen gestorben. Es gibt somit noch 2.566 aktive Fälle.

Corona in Rheinland-Pfalz: Dramatischer Infektionsausbruch bei Tiefkühl-Riese Frosta

Update vom 16. Oktober: Wie die Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises am Donnerstag (15. Oktober) mitteilt, hat es in der Rheintal Tiefkühlkost Zweigniederlassung der Frosta AG in Bobenheim-Roxheim einen Ausbruch des Coronavirus gegeben. Insgesamt seien 45 der rund 165 Angestellten erkrankt. In dem Werk werden Spinat, Kräuter und Kohl zu Tiefkühlwaren verarbeitet.

Unser Gesundheitsamt arbeitet mit Hochdruck an der Aufarbeitung sämtlicher Fälle und wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ordnungsämtern weiträumig Quarantäne-Anordnungen aussprechen“, sagt der Kreisbeigeordnete Manfred Gräf. Die Firma möchte nun die Corona-Maßnahmen verschärfen, wird aber wohl den Betrieb weiterführen können.

Corona in Rheinland-Pfalz: Höchste Alarmstufe für diese Kommunen

Update vom 15. Oktober, 15:42 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Rheinland-Pfalz steigt weiter an. Wie das Sozialministerium berichtet, gibt es am Donnerstag insgesamt 12.874 Corona-Fälle, wovon 10.332 bereits wieder als genesen gelten. Im Zusammenhang mit dem Virus gibt es zwei neue Todesfälle. Der Stand der aktiven Fälle beträgt derzeit 2.280.

Corona in Rheinland-Pfalz: „Mehr Maske, weniger Party“ lautet jetzt das Motto

Update vom 15. Oktober, 12:35 Uhr: Wegen der stark zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus verschärft Rheinland-Pfalz die Maßnahmen weiter: Bei einer Überschreitung der orangefarbenen Gefahrenstufe wird in dem betreffenden Gebiet dort eine Maskenpflicht eingeführt, wo „Menschen dichter und länger zusammenkommen“, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Donnerstag (15. Oktober). Die Gefahrenstufe Orange gilt ab einem 7-Tage-Inzidenzwert von 35 (35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen).

Dreyer fasst die Maßnahmen unter dem Motto „Mehr Maske, weniger Party“ zusammen, mit dem eindringlichen Appell an die Bevölkerung, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. So sollen Privatfeiern künftig auf eine maximale Teilnehmerzahl von 25 im öffentlichen Raum limitiert sein. Im privaten Bereich gilt „eine dringende Empfehlung der Begrenzung auf 15 Personen“. Zudem gilt in Gastronomie, Spielhallen oder ähnlichen Einrichtungen eine vorgezogene Sperrstunde. Auch soll es zusätzliche Auflagen und Kontrollen geben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das passiert bei Alarmstufe Rot

Beim Überschreiten der 7 Tage-Inzidenz von 50 (50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche), wie aktuell in den Landkreisen Neuwied, Bitburg-Prüm oder Neuwied und der Stadt Mainz, werden zusätzlich verschärfte Maßnahmen greifen. In Gebieten mit roter Alarmstufe sollen dann nur noch zehn Personen zu privaten Feiern im öffentlichen Raum oder zwei Hausstände zusammenkommen dürfen. Für Privaträume gibt es eine „dringende Empfehlung“ einer Limitierung auf maximal zehn Personen. Dann soll für Gastronomie oder ähnliche Betriebe eine Sperrstunde ab 23 Uhr gelten.

Schon vor den jüngsten Beratungen der Länderregierungschefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Corona-Maßnahmen am Mittwoch (14. Oktober) in Berlin hatte sich Dreyer für eine Beschränkung der Teilnehmerzahlen bei Privatfeiern stark gemacht. Derweil hat Rheinland-Pfalz das zunächst bundesweit vereinbarte Beherbergungsverbot auf Eis gelegt, nachdem es innerhalb des Bundeslandes, aber auch in anderen Bundesländern scharfe Kritik an der Bestimmung gegeben hatte. (rmx/dpa)

Corona in Rheinland-Pfalz: Tag der Entscheidung – das sind die ersten Verschärfungen

Update vom 14. Oktober, 22:20 Uhr: Neben den bereits getroffenen Beschlüssen wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten die Kontaktverfolgung verbessern und bereits bei einer Inzidenz von 35 weitere Maßnahmen ergreifen. Lediglich beim Thema „Reisen“ kann keine gemeinsame Entscheidung gefunden werden. In zehn Tagen soll über das Geschehen in Deutschland neu entschieden werden. Möglicherweise können dann die Maßnahmen verschärft werden.

Update vom 14. Oktober, 19:09 Uhr: Die Konferenz mit Angela Merkel und den Ministerpräsidenten nimmt kein Ende. Laut Informationen der Bild-Zeitung und der Deutschen Presse-Agentur könne sie sich bis 21 Uhr hinziehen. Viele Maßnahmen sind noch nicht entschieden, doch bei ein paar Punkten haben sich die Beteiligten einigen können:

  • In Corona-Hotspots (7-Tage-Inzidenz: 50) wird eine Sperrstunde ab 24 Uhr gelten.
  • Ab einer Inzidenz von 35 soll eine „ergänzende Maskenpflicht“ gelten.
  • In Risiko-Gebieten (7-Tage-Inzidenz: 50) dürfen private Feiern mit maximal 10 Personen stattfinden, in der Öffentlichkeit nur noch 10. Falls die Maßnahmen nicht greifen dürfen sich nur noch 5 Personen in der Öffentlichkeit treffen.

Update vom 14. Oktober, 14:17 Uhr: Am Mittwoch treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder zu einer weiteren Corona-Konferenz. Während das letzte Mal noch über Lockerungen gesprochen wurde, entscheiden sie heute über Verschärfungen.

Der Bild-Zeitung liegt die Beschlussvorlage vor. Darin heißt es, dass über eine Einschränkung des Kontaktverbots, einer Sperrstunde und einer Erweiterung der Maskenpflicht entschieden werde. Außerdem sollen bereits strengere Maßnahmen bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 – und nicht 50 – geriffen werden.

Weiter heißt es in der Beschlussvorlage: „Kommt der Anstieg der Infektionszahlen unter den vorgenannten Maßnahmen nicht spätestens binnen 10 Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren. In diesen Fällen ist insbesondere im ersten Schritt eine Kontaktbeschränkung einzuführen, die den Aufenthalt im öffentlichen Raum nunmehr mit bis zu X Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände gestattet“, zitiert die Bild die Beschlussvorlage.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe rot für weiteren Landkreis – drohen Verschärfungen?

Update vom 13. Oktober, 16:26 Uhr: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 50 hat nun auch der Kreis Neuwied den Schwellenwert zur Alarmstufe Rot erreicht. Über mögliche weitere Maßnahmen wird nun beraten, nachdem bereits erste Beschränkungen beschlossen wurden. In Mainz (55) und den Landkreisen Neuwied (50) und Bitburg-Prüm (116) ist nun die Alarmstufe ausgerufen worden.

Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 12.400 bestätigte Corona-Fälle, 260 Todesfälle und 10.189 genesene Fälle. 1.951 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahlen explodieren – droht jetzt eine Verschärfung?

Update vom 12. Oktober, 18:47 Uhr: Rheinland-Pfalz setzt das geplante Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Krisengebieten vorerst nicht in Kraft. Das kündigt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz an.
„Die Rückmeldungen aus den Kommunen waren verheerend.“ Auch bundesweit sei die Diskussion über den Sinn dieses Verbots „extrem virulent“. „Deshalb setzen wir es jetzt nicht direkt in Kraft.“ Dreyer will sich in der Schalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch angesichts der deutlich steigenden Corona-Neuinfektionen zudem für eine bundesweite Begrenzung von Privatfeiern auf etwa 25 Teilnehmer einsetzen.

Ursache der drastisch steigenden Infektionen seien in der Regel private Feiern, sagt Dreyer. „Es wäre ein echtes Signal, private
Feiern drastisch zu reduzieren.“ Wenn eine bundeseinheitliche Regelung in der Schalte der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch nicht gelinge, werde Rheinland-Pfalz für sich nachsteuern. Derzeit seien 75 Menschen bei privaten Feiern erlaubt.
Über das Beherbergungsverbot wolle sie in der Schalte auch noch einmal reden, kündigte Dreyer an. „Rheinland-Pfalz war davon nie ein großer Fan.“ Wegen der Bundeseinheitlichkeit habe sich ihre Regierung aber angeschlossen.

Rheinland-Pfalz: Lage kritisch – an diesen Orten explodieren die Corona-Zahlen

Update vom 12. Oktober, 08:10 Uhr: Die Stadt Mainz hat den kritischen Wert von 50 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Der Wert lag am Sonntag bei 57, wie das Sozialministerium in Rheinland-Pfalz mitteilte. Weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens wurden zunächst nicht angekündigt. Es werde jedoch eine lokale Task Force geben, die zeitnah zusammentrete. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen bereits Maßnahmen wie ein nächtliches Alkoholverbot beschlossen.

Außerdem lagen am Sonntag die Kreise Neuwied (50) sowie Bitburg-Prüm (68) am oder über dem Schwellenwert. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sollte sich laut dem Ministerium am Montag eine regionale Task Force zusammensetzen und gemeinsame Empfehlungen herausgeben. Im Kreis Neuwied sei der Schwellenwert nur aufgrund einer Rundung erreicht. Die entsprechende Task Force für den Landkreis hat bereits zweimal getagt, für kommenden Montag sei ein weiteres Treffen vereinbart. Der Kreis Kaiserslautern - am Samstag noch wegen technischer Gründe bei 61 - fiel am Sonntag nach einer Korrektur der Werte auf 37.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist auch am Sonntag wieder gestiegen. Insgesamt haben sich nun 12.096 Menschen infiziert, 202 mehr als noch am Vortag, berichtete das Sozialministerium. Die Zahl der aktiven Fälle im Land wurde mit 1.787 Menschen angegeben, 149 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb landesweit bei 256.

Corona in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer: „Die Lage ist ernst“

Update vom 11. Oktober, 17:15 Uhr: Am Samstagmorgen (10. Oktober) haben Polizisten eine Feier von mehr als 100 jungen Menschen im rheinland-pfälzischen Trier aufgelöst. Die Veranstaltung habe „unter Missachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen“ in einem Partyraum stattgefunden, teilt die Polizei mit. Anwohner haben zuvor die Beamten um 3 Uhr nachts alarmiert. Einige Partygäste seien beim Eintreffen der Beamten in einen nahegelegenen Wald geflüchtet. Die Polizei habe die Personalien von mehr als 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt. Die Feiernden kommen laut Polizei auch aus dem Nachbarland Luxemburg.

Unterdessen hat sich auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu Wort gemeldet. Angesichts steigender Infektionszahlen mahnt die Landes-Chefin zur Einhaltung der Hygieneregeln wegen der Corona-Pandemie:Die Lage ist ernst. Ernster, als diejenigen glauben, die sich nicht an die Schutzmaßnahmen halten“, sagt Dreyer am Sonntag in Mainz. Nur wenn man die Kontakte reduziere und die Regeln befolgen, könne man das Virus „aushungern“. Auch wenn sie die Sehnsucht nach Normalität und Ausgelassenheit verstehe, so sei jetzt die Zeit für größte Konsequenz bei Regelbrüchen. (dpa/esk)

Corona in Rheinland-Pfalz – Hammer-Urteil: Wilde Orgien in Kinosälen erlaubt

Update vom 10. Oktober, 12:30: Der Betreiber eines Erotik-Kinos in Ludwigshafen hat erfolgreich gegen die rheinland-pfälzischen Corona-Verordnung geklagt. Nach dem Urteilsspruch des Verwaltungsgericht Neustadt dürfen jetzt auch wieder Menschen, die aus zwei Haushalten stammen, ohne Mindestabstand in seine Kinosäle. Die Begründung: Das Kino für exotische Filme sei kein Bordell, da dort keine sexuellen Dienstleistungen angeboten werden. Zudem gilt die Mindestabstandsregel von 1,5 Metern erst dann, wenn mehr als zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen.

Im Klartext bedeutet das: Orgien mit bis zu zehn Personen sind nach dem Urteil möglich. Im Kino könne es „während der Vorführung von Filmen in mehreren einzelnen Kinosälen auch zu sexuellen Kontakten/Handlungen kommen“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus der Urteilsbegründung.

Zuvor hat die Stadt Ludwigshafen den Betreiber des Kinos darauf hingewiesen, dass wegen des Hygienekonzepts nur Menschen aus einem Haushalt einen Saal belegen dürfen. Dieser Argumentation will das Gericht offenbar nicht folgen. Damit stehen nun wilden Orgien in der Kinosälen der Pfalz nichts mehr im Weg. (esk/dpa)

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Orange – kritische Lage in diesen Landkreisen

Update vom 9. Oktober, 12:45 Uhr: Mit 223 neuen laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Rheinland-Pfalz nimmt die Verbreitung des Virus wieder weiter Fahrt auf. Seit Beginn der Pandemie wurden im Bundesland 11.770 gesicherte Ansteckung mit Sars-CoV2 registriert. Die Zahl der „aktiven Fälle“ beläuft sich laut Landesuntersuchungsamt am Freitag (9. Oktober, 10 Uhr) auf 1.572 - 178 mehr als am Vortag. 16 weitere Personen mussten wegen Covid-19 ins Krankenhaus. Insgesamt beträgt die Zahl der „hospitalisierten“ Fälle mittlerweile 1.140. An oder mit Covid-19 sind inzwischen 256 Menschen gestorben. Von einer Erkrankung genesen sind insgesamt 9.942 Personen, 45 mehr als am Donnerstag (8. Oktober).

In Mainz wurden in den vergangenen sieben Tagen 46 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner gezählt, in Neuwied waren es 44. Im Kreis Bitburg-Prüm gab es 41 Neuinfektionen, im Kreis Kaiserslautern steckten sich 37 Menschen pro 100.000 Einwohnern an. In keinem einzigen Kreis und in keiner Stadt gab es in den vergangenen sieben Tagen null Infektionen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Mit Eilantrag – Geschwister klagen gegen Maskenpflicht

Update vom 9. Oktober, 7:45 Uhr: Die Oberbürgermeister von Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Trier haben eine „weitere Stärkung der kommunalen Finanzen“ gefordert. So seien zum Beispiel Ordnungsämter aktuell im Dauereinsatz. Neben der Kontrolle der Einhaltung von Abstandsregeln, Gästelisten, Obergrenzen und Maskenpflicht müssen die Mitarbeiter noch andere Aufgaben übernehmen.

Auch bei einem landesweiten Kontrolltag in Rheinland-Pfalz am Mittwoch (8. Oktober) hat das Ordnungsamt mit der Polizei nach Maskenverweigerern gesucht. Wie das Innenministerium mitteilt, sind die Beamten auf insgesamt 2.176 Menschen gestoßen, die trotz einer Pflicht keine Schutzmaske getragen haben. Bei den meisten habe allerdings eine mündliche Verwarnung ausgereicht, sodass nur wenige ein Bußgeld erhalten haben. Die häufigsten Verwarnungen hat es an Haltestellen gegeben, weil den Personen nicht klar gewesen sei, dass sie dort ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Schüler scheitern mit Eilantrag gegen Maskenpflicht

Die ersten Wochen des Schuljahres 2020/2021 sind angesichts einer historischen Herausforderung wie der Corona-Pandemie
sehr gut und ruhig verlaufen“, sagt Bildungsministerin Stefanie Hubig. Trotzdem wird vor Beginn der Herbstferien in Rheinland-Pfalz darüber diskutiert, ob die Schulen im Land ausreichend für Corona gewappnet sind. Bei der Diskussion geht es vor allem um Lüftungsfragen und Schulbusse. Der Philologenverband mahnt das Bildungsministerium, seine Fürsorgepflicht wahrzunehmen.

Unterdessen ist im Landkreis Neuwied ein Geschwisterpaar vor Gericht gescheitert. Sie haben einen Eilantrag gegen die regional verhängte Maskenpflicht im Schulunterricht gestellt. Ihrer Meinung nach sei die Maßnahme unverhältnismäßig. Das Verwaltungsgericht Koblenz stuft den Schutz von Gesundheit und Leben aber höher ein als das Interesse des beiden Gymnasiasten.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Orange – hier sind die Hotspots

Erstmeldung vom 8. Oktober: Die Infektionszahlen sind in Rheinland-Pfalz innerhalb eines Tages sprunghaft angestiegen. Landesweit haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 11.547 Menschen angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Donnerstag mitteilt. Das bedeutet 170 Neu-Infektionen im Vergleich zum Vortag. Aktuell seien in Rheinland-Pfalz 1.394 Menschen infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bleibt landesweit bei 256. Insgesamt 9.897 Menschen gelten als genesen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die Hotspots im Bundesland

Die anteilig meisten Neu-Infektionen mit dem Coronavirus gab es zuletzt weiterhin im Kreis Neuwied. Dort wurden innerhalb von 7 Tagen 40 Fälle pro 100.000 Einwohner gezählt. Am Mittwoch hatte dieser Wert sogar bei 44 gelegen. Deutlich sind laut Sozialministerium Rheinland-Pfalz die Anstiege an Infektionen auch in den Kreisen Kaiserslautern sowie Mainz-Bingen. Dort stieg die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz von 19 am Vortag auf 29. In der Stadt Mainz wurden 39 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert. Im Kreis Kaiserslautern stieg dieser Wert von 10 auf 24 ebenfalls deutlich.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Orange erreicht – wie Kommunen jetzt reagieren müssen

Am Donnerstag gibt es in Rheinland-Pfalz keine Kreise oder Städte ohne neue Infektion mit Corona. Die Warnstufen nach dem Warn- und Aktionsplan der Landesregierung liegen bei 20, 35 und 50. Die Stadt Mainz und der Kreis Neuwied haben den mittleren Wert, die sogenannte Alarmstufe Orange, also mittlerweile erreicht.

Corona in Rheinland-Pfalz: Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen

Dem Plan zufolge wird eine lokale Task Force unter anderem aus betroffener Kommune, Ordnungsbehörden, Gesundheitsamt, mehreren Ministerien und Polizei spätestens dann eingerichtet, wenn der 7-Tage-Inzidenzwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern an mehr als fünf Tagen überschritten wird. Die Task Force erarbeitet Handlungsempfehlungen, die Kommunen können aber auch schon früher reagieren.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Dreyer appelliert an Bevölkerung

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat angesichts der stark steigenden Corona-Infektionen eindringlich an die Rheinland-Pfälzer appelliert. „Es kommt auf jeden Einzelnen an“, sagte Dreyer am Donnerstag in Mainz. „Es sind die kleinen Alltagsentscheidungen, die den großen Unterschied machen können.“  „Wir spüren alle, dass Corona uns mürbe macht. Und dass man am liebsten aus dem Korsett der Regulierungen und der Vorsicht ausbrechen würde“, sagte Dreyer. „Ich verstehe das! Aber wenn wir jetzt nicht aufpassen, verlieren wir alles, für das wir in den letzten Monaten gekämpft und verzichtet haben.“ 

Corona in Rheinland-Pfalz: Bußgelder steigen ab Samstag – hohe Strafen für falsche Kontaktdaten

Ab dem 10. Oktober gilt in Rheinland-Pfalz eine neue Regelung zu Corona-Bußgeldern. Wer sich ab diesem Samstag mit falschen Kontaktdaten in eine Corona-Gästeliste einträgt, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen. Das hat der Ministerrat am Dienstag in Mainz entschieden. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss 50 Euro bezahlen. „Seit Beginn der Corona-Pandemie bis Ende September 2020 hat die Polizei rund 600 Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert.“ , teilt das Innenministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit. Hinzu kämen viele Verstöße, die der kommunale Vollzugsdienst ohne polizeiliche Beteiligung festgestellt habe. Alle aktuellen Regeln findest Du in unserer Übersicht zur Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz.

Corona in Rheinland-Pfalz: Landesweiter Masken-Kontrolltag – 230 Polizisten im Einsatz

Am Mittwoch (7. Oktober) fand in Rheinland-Pfalz ein landesweiter Masken-Kontrolltag statt, bei dem rund 230 Polizisten die Mitarbeiter der zuständigen Kreis- und Stadtverwaltungen unterstützten. Schwerpunkte der Aktion waren in Bad Kreuznach, Worms und Mainz neben dem ÖPNV und den dazugehörigen Haltestellen auch weitere Orte, an denen eine Maskenpflicht besteht. Insgesamt wurden im gesamten Bundesland mehr als 2.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. (kab/dpa)

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann

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