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Corona-Verordnung in BW: Strengere Regeln für Weihnachten und Silvester

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Von: Marten Kopf

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Baden-Württemberg - Kurz vor Weihnachten und Silvester wird die Corona-Verordnung nachgeschärft: Quarantäne, Tests, Verbote – Diese Regeln gelten aktuell:

Update vom 17. Dezember 14:30 Uhr: Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Zugleich breitet sich die neue Corona-Variante immer weiter aus. Vor dem Hintergrund des weiterhin angespannten Infektionsgeschehens hat die Landesregierung die Corona-Verordnung nun nachgeschärft. Die wichtigsten Regeln der neuen Corona-Verordnung Baden-Württemberg im Überblick.

Corona-Verordnung in BW: Quarantäne, Tests, Verbote – Diese Regeln gelten aktuell

Erstmeldung vom 9. Dezember, 11:30 Uhr: Nach den Bund-Länder-Beratungen zu einer bundeseinheitlichen Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung – und das nun schon seit vergangenem Samstag (4. Dezember). Von Beginn an ging die hiesige Verordnung noch ein ganzes Stück über die bundesweit beschlossenen Vorgaben hinaus, trotz allem dauerte es nicht lange, bis es in einigen Punkten schon wieder erste Änderungen gab.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche35.751,46 km²
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Geht es nach Ministerpräsident Winfried Kretschmann, hat das Brechen der „Vierten Welle“ der Pandemie oberste Priorität: „Die erste Grundregel lautet für die nächsten Wochen: Kontakte sollen wieder radikal reduziert werden, um die Welle vor Weihnachten abzuflachen.“, so formuliert es Kretschmann. Wegen der besonders prekären Lage in Baden-Württemberg muss die Landesregierung in einigen Bereichen über die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde hinausgehen, so sehen es der Präsident und sein Kabinett. Erste voraussichtliche Neuerungen hatte Kretschmann schon Tage früher, lange vor der offiziellen Verkündung der Verordnung, angekündigt.

Corona-Verordnung in BW: Die Regeln im Überblick

„Die Lage auf den Intensivstationen ist dramatisch, wir müssen das System entlasten und die Ansteckungskurve so weit wie möglich abflachen“, sagt Kretschmann weiter. Deshalb komme es mehr denn je darauf an, Kontakte so weit wie möglich zu begrenzen. „Das gilt in kontaktintensiven Bereichen eben auch für Geimpfte und Genesene, weil auch sie – wenn auch in geringerem Ausmaß – Teil der vierten Welle sind.“ Mit Erlass der aktuellen Verordnung gelten in Baden-Württemberg nun Einschränkungen, die einem neuerlichen Lockdown zumindest nahe kommen. Die Regeln im Überblick:

Die strengen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte von einem Haushalt plus maximal einer weiteren Person bleiben bestehen. Gemäß dem Beschluss von Bund und Ländern soll zudem eine Teilnehmergrenze für geimpfte und genesene Personen bei privaten Feiern und Zusammenkünften von 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Außenbereich eingeführt werden. Bevor eine solche in Baden-Württemberg eingeführt werden kann, muss der Bund jedoch noch die Voraussetzungen schaffen. In Hotspot-Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 500 gelten weiter nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Kinder in Kindergartenstätten in Baden-Württemberg sollen ab dem neuen Jahr regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Sie sollen künftig drei Mal die Woche getestet werden, das könne durch die Eltern durchgeführt werden.

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2GPlus-Regel: Erleichterung für „Geboosterte“ und „Frischgeimpfte“

Aber: Mit der neuen Corona-Verordnung entfällt in Baden-Württemberg bei der 2GPlus-Regelung die allerdings Testpflicht für „Geboosterte“ – also für alle Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. Das teilt der Amtschef des Sozial- und Gesundheitsministeriums, Professor Uwe Lahl, mit: „Personen, die bereits geboostert sind, müssen überall dort, wo die 2GPlus-Regel gilt, keinen aktuellen negativen Corona-Test mehr vorlegen – also zum Beispiel in Gaststätten, im Zoo oder bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen.“ Damit wolle man den hohen Schutz vor Infektionen berücksichtigen, den Menschen nach drei Impfungen hätten. Selbiges gilt auch für Menschen, deren Zweitimpfung weniger als 6 Monate zurückliegt.

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Übrigens: Wer noch keinen digitalen Nachweis für seine Corona-Impfung hat, sollte sich beeilen: Der gelbe Impfpass reicht nach der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg für den Zugang zu 2G- oder 2G-plus-Veranstaltungen seit dem 1. Dezember nicht mehr aus. (mko)

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