Die aktuelle Lage im Überblick

Corona in Baden-Württemberg: Mädchen (11) macht Schock-Aussage bei Demo

Corona in Baden-Württemberg: Die aktuellen Entwicklungen im Kampf gegen die Pandemie, die neuesten Fallzahlen und alles Wissenswertes im Überblick:

  • In Baden-Württemberg haben sich bislang 120.800 (+ 2.135) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 131,6 (17. November)
  • Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnt vor hartem Winter: „An Lockerungen ist nicht zu denken.“ (17. November, 7:45 Uhr)
  • In einem Supermarkt kam es zu einem Polizeieinsatz – weil eine Frau keine Maske trug (17. November, 20 Uhr)

Update vom 19. November: Dieser Ticker ist beendet, hier geht es zum aktuellen Corona-Ticker für Baden-Württemberg.

Update vom 18. November, 10:45 Uhr: Auf einer „Querdenken“-Demo hat eine Elfjährige ihren Geburtstag unter Corona Bedingungen mit der Lage des jüdischen Mädchens Anne Frank im Zweiten Weltkrieg verglichen. Die Aussage löst Empörung aus und ruft jetzt die Behörden auf den Plan. Das junge Mädchen hatte am Samstag bei der Demo in Karlsruhe auf der Bühne eine Rede vorgelesen, in der sie sagt, die Geburtstagsfeier mit ihren Freunden sei ganz anders gewesen als in den Jahren davor: „Wir mussten die ganze Zeit leise sein, weil wir sonst vielleicht von unseren Nachbarn verpetzt worden wären. Ich fühlte mich wie bei Anne Frank im Hinterhaus, wo sie mucksmäuschenstill sein mussten, um nicht erwischt zu werden.“

Bis zu 1.000 Menschen hatten sich bei der Demo in Baden-Württemberg versammelt. Die Polizei bezeichnete den Vergleich mit Anne Frank bei Twitter als „völlig unangebracht und geschmacklos“ und gab die Dokumentation des Falls durch den Staatsschutz am Dienstag der Staatsanwaltschaft. Juristisch hat der Fall aus Karlsruhe keine Konsequenzen für die Familie. Er könnte jedoch aus Expertensicht für einen Trend stehen, dass Kinder bei den Demos in den Fokus rücken. Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) warnte vor zunehmender Radikalisierung der „Querdenken“-Bewegung

Corona in Baden-Württemberg: Maskenverweigerin in Discounter – Situation eskaliert

Update vom 17. November, 20 Uhr: Aufregung in einem Discounter in Karlsruhe: Am Montag (16. November) betritt eine Frau das Geschäft – allerdings ohne Maske. Als sie vom Marktleiter angesprochen wird, kann sie kein Attest für eine Masken-Befreiung vorlegen. Daraufhin schreit die 35-Jährige lautstark im Laden umher und beleidigt den Mann sowie eine Mitarbeiterin. Bevor sie den Discounter verlassen kann, wird eine Polizei verständigt. Auch hier zeigt sich die Mutter, die ein einjähriges Kind dabei hat, uneinsichtig und stur. Wie verweigert die polizeiliche Maßnahme und muss deshalb kurz gefesselt werden. Als die Frau identifiziert ist, kann sie den Laden verlassen. Nun muss sie mit Anzeigen wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen die Corona-Verordnung rechnen.

In Baden-Württemberg gibt es laut dem Landesgesundheitsamt 2.135 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf insgesamt 120.800 an. Im Zusammenhang mit dem Virus sind bisher landesweit 2.332 Menschen gestorben - das sind 36 mehr als am Vortag. Als genesen gelten den Angaben zufolge 76.246 Menschen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 131,6. 405 schwer Covid-19-Erkrankte befinden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 221 von ihnen werden den Angaben zufolge invasiv beatmet - etwa über einen Schlauch.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann ohne frohe Botschaft – „an Lockerung nicht zu denken“

Update vom 17. November, 7:45 Uhr: Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Menschen im Südwesten auf weitere harte Monate eingestimmt. „An Lockerungen ist in den kommenden Wochen nicht zu denken“, sagte der Grünen-Politiker am Montagabend nach den Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. „Wir müssen uns vielmehr auf lange, harte Wintermonate einstellen“. 

Die Infektionszahlen stagnierten zwar. Sie seien aber zu hoch, um die aktuellen Einschränkungen zu lockern. „Wir müssen alle noch eine Schippe drauflegen“, appellierte Kretschmann. Zuvor hatten Bund und Länder in einer mehrstündigen Beratung vereinbart, die weitere Entwicklung zunächst noch zu beobachten. Am 25. November wollen Merkel und die Ministerpräsidenten die Lage erneut bewerten und dann gegebenenfalls auch Vorschriften verschärfen.

Corona in Baden-Württemberg: Bundeskanzlerin gibt dringende Empfehlung

In Baden-Württemberg sind innerhalb eines Tages nach Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 1.739 neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit steigt die Zahl der Corona-Fälle auf mehr als 118.700. Im Zusammenhang mit dem Virus sterben bisher 2.296 Menschen - das sind 32 mehr als am Vortag. Als genesen gelten den Angaben zufolge 74.511 Menschen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 134,3.

Corona in Baden-Württemberg: Merkel appelliert – diese Empfehlungen sollte jeder übernehmen

Update vom 16. November, 20:38 Uhr: Angela Merkel präsentiert am Montagabend neue Corona-Empfehlungen. Zwar handelt es sich hierbei um keine rechtskräftigen Regeln, die Bundeskanzlerin appelliert trotzdem, dass sich jeder daran halten solle. Unter anderem dürfen sich demnach nur noch zwei Hausstände miteinander treffen und ansonsten mit keinem anderen Haushalt. Außerdem sollen sich Personen, die an Erkältungssymptomen leiden, sofort nach Hause gehen und einen Arzt verständigen. Des Weiteren soll möglichst auf unnötige Reisen und Aufenthalte in Publikumsverkehr verzichtet werden.

Update vom 16. November, 16:03 Uhr: Ein Punkt nach dem anderen wird vom Beschlusspapier von Angela Merkel gestrichen. Wie die BILD berichtet, können sich die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin nicht einig werden. So werden folgende Regeln aus der Beschlussvorlage genommen:

  • Kontaktverbot: Kinder und Jugendliche dürfen sich nur noch mit einem festen Freund treffen (gestrichen)
  • Verschärfungen an Schulen, wie Maskenpflicht und Halbierung der Klassen (gestrichen)
  • Quarantäne-Regel: Bei Erkältungssymptomen, wie Husten oder Schnupfen wird eine 5- bis 7-tägige Quarantäne empfohlen (gestrichen)
  • Ordnungsamt sanktioniert strengere Kontaktbeschränkung* (gestrichen)

*Geplant ist eine strengere Kontaktbeschränkung, die nur noch das Treffen eines Haushalts mit zwei Personen eines weiteren Haushalts erlaubt.

Update vom 16. November: Heute beraten sich Angela Merkel und die Ministerpräsident der Länder, um Zwischenbilanz nach zwei Wochen Corona-Mini-Lockdown im November zu ziehen. Die fällt jedoch äußerst ernüchternd aus, wie der Beschlussvorlage, die BILD vorliegt, zu entnehmen ist.

Demnach lag die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland von Beginn der Pandemie im Frühjahr bis Ende Oktober 2020 bei rund 520.000 lag – diese sei nun in nur zwei Wochen im November um rund 50 Prozent auf 780.000 Fälle gestiegen. Zeitgleich habe die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den deutschen Krankenhäusern um 70 Prozent zugenommen und bereits zu regionalen Engpässen im Gesundheitswesen geführt.

In der Folge sieht sich die Bundesregierung gezwungen, im Kampf gegen das Coronavirus die aktuellen Maßnahmen weiter zu verschärfen. Davon betroffen sind unter anderem private Treffen, Feiern und Schulen. Hier soll der Betrieb zwar weitergeführt, jedoch auch eine Maskenpflicht für alle Schüler eingeführt werden. Zudem sollen Schulklassen halbiert werden.

Übersicht – DIESES Corona-Regeln sollen schon bald verschärft werden:

  • Auf private Feiern soll zunächst bis zum Weihnachtsfest gänzlich verzichtet werden.
  • Kinder und Jugendliche sollen sich nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen.
  • Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollen auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt sein
  • Auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr sowie nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren soll gänzlich verzichtet werden.
  • Auch auf nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr oder nicht notwendige Fahrten mit öffentlichen Beförderungsmitteln soll verzichtet werden.
  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet werden – dies gilt verbindlich und Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen sollen entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert werden.
  • Das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge sowie Lehrerinnen und Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts sei vorzusehen
  • Das Tragen eines adäquaten Mund-Nasen-Schutzes muss die Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht darstellen, es sei denn, im Einzelfall sprechen medizinische Gründe gegen das durchgängige Maskentragen
  • Es sollen ausnahmslos feste Gruppen (Kohorten) gebildet werden, wobei die Größe von Gruppen in Klassenräumen gegenüber dem Regelbetrieb zu halbieren ist. Alternativ sind größere Räumlichkeiten für den Schulbetrieb zu nutzen. 
  • Besonders gefährdete Personen wie Alte und Kranke sollen nach dem Willen des Bundes zum Schutz vor Corona von Dezember an vergünstigte FFP2-Masken erhalten.

Die Bund-Länder-Schalte ist für 14 Uhr vorgesehen.

Corona in Baden-Württemberg: Über 2.000 neue Fälle – Auslastung der Intensivbetten nähert sich kritischem Wert

Update vom 15. November: In Baden-Württemberg haben sich innerhalb des letzten Tages 2.122 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes ist das Virus SARS-CoV-2 damit bislang bei 115.657 Personen im Südwesten nachgewiesen worden. An oder mit Covid-19 sind mittlerweile 2.257 Menschen gestorben – das sind 16 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der Genesenen werden auf 10.970 (+1.661) geschätzt

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,07 Millionen
Stadt- und Landkreise9 Stadt- und 35 Landkreise

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (7-Tage-Inzidenz) liegt bei 132,3 und ist damit etwas niedriger als am Vortag (134,8). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Risikogebiet-Grenzwert von 50. 381 Covid-19-Patienten sind laut Lagebericht in intensivmedizinischer Behandlung, mehr als jeder Zweite (208) von ihnen wird beatmet. Die Auslastung der Intensivbetten liege bei rund 77 Prozent.

Corona in Baden-Württemberg: Innenminister Strobl entsetzt über Urlaubswunsch der Deutschen

Update vom 14. November:Um Gottes willen, ja nicht“ – so lautet die Antwort von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Stobl auf die Frage hin, ob die Deutschen in diesem Jahr in den Weihnachtsurlaub fahren können. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zeigt sich der CDU-Politiker verwundert darüber, wie viel in Anbetracht der aktuellen Corona-Lage über den Urlaub geredet werde – „gerade so, als gäbe es nicht Wichtigeres im Leben“.

Strobl hält es für fahrlässig, Erwartungen in der Bevölkerung zu wecken, dass die Menschen im Dezember oder Januar zum normalen Leben zurückkehren könnten, die Fahrt in den Weihnachtsurlaub sollte dieses Jahr demnach ausfallen. Stattdessen müsse man gewarnt sein von einem verschärften Lockdown: „Falls es jetzt nicht gelingt, das Infektionsgeschehen zurück zu drängen, müssen wir weitere, härtere Maßnahmen ergreifen.“ Die Lage sei inzwischen nicht ernst, „sondern sehr ernst“, so Strobl weiter.

Der Innenminister von Baden-Württemberg nimmt den Bürgerinnen und Bürgern zudem die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in einen Normalbetrieb – der werden so schnell nicht wieder kommen. „Wir müssen uns darauf einstellen, mit dem Virus zu leben.
Die gute Botschaft ist: Das geht!

Corona in Baden-Württemberg: Kommen schon ab Montag strengere Maßnahmen?

Update vom 13. November: Am Montag treffen sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten erneut, um über die aktuelle Corona-Lage zu sprechen. Dass Lockerungen vereinbart werden, ist kaum möglich. Jeder Politiker spricht viel eher von weiteren Maßnahmen. Es werden „schwere Wintermonate“, prognostiziert Merkel bereits am Donnerstag. Aus den Politikerkreisen sind unter anderem Maßnahmen, wie die Sperrung von Sporthallen (außer für Profi- und Schulsport), Begrenzung von maximal 15 Personen bei Veranstaltungen, finanzielle Unterstützung für Selbstständige und Gastro sowie die weiteren Schritte für Schulen und Kitas. Eine Schließung des Einzelhandels zur Weihnachtszeit solle vermieden werden, da nun die umsatzstärkste Zeit beginnt, meint der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Marco Buschmann.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kann sich auch vorstellen, dass man am Montag noch keine konkreten Maßnahmen treffen werde. Die Ministerpräsidenten und Angela Merkel müssten sich dann ein paar Tage später erneut treffen.

Corona in Baden-Württemberg: Schock-Bilanz – tausende Regelbrüche gegen Lockdown

Meldung vom 12. November: Stuttgart - Mit dem Teil-Lockdown und härteren Maßnahmen will Baden-Württemberg die rapide Ausbreitung des Coronavirus in den Griff bekommen. Seit dem 2. November gelten im Land strenge Regeln. Doch bereits seit dem 1. Lockdown im Frühjahr weigern sich einige Menschen, sich an die in der Corona-Verordnung festgehaltenen Maßnahmen zu halten. Polizei und Innenministerium haben in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie tausende Verstöße gegen die Corona-Regeln gezählt.

Corona in Baden-Württemberg: Tausende Verstöße gegen die Lockdown-Regeln

Mitten im Lockdown-November zieht die Polizei in Baden-Württemberg eine ernüchternde Bilanz: Vom 23. März 2020 bis zum 9. Oktober 2020 wurden mindestens 35.000 Verstöße gegen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gezählt. Doch damit nicht genug: Wie aus einer Antwort auf eine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Heinrich Fiechtner an das Innenministerium hervorgeht, gab es in dem Zeitraum insgesamt mindestens 63.000 Verstöße – unter anderem auch gegen das Verbot von Ansammlungen und privaten Veranstaltungen. Doch welchen Folgen hat der Lockdown eigentlich auf das Leben der Menschen? Ärzte aus Baden-Württemberg haben sich im Rahmen einer Studie erstmals damit beschäftigt – mit brisanten Ergebnissen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen im Überblick

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist am Mittwoch um 2.944 auf 107.646 gestiegen. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 22 auf 2.188, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 67.311 Menschen, 1.462 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,4 und ist der Mitteilung zufolge damit leicht gestiegen (Vortag: 132,2). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten war die 7-Tage-Inzidenz mit 242,1 in der Stadt Pforzheim. Die Zahl schwer Erkrankter in intensivmedizinischer Behandlung sank den Angaben nach von 352 auf 347. 203 davon würden invasiv beatmet, hieß es. 2.291 von 3.036 Intensivbetten seien belegt, eine Auslastung von 75 Prozent.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mehrere Abgeordnete von der Maskenpflicht befreit

In seiner Anfrage an das Innenministerium von Baden-Württemberg wollte der Abgeordnete Heinrich Fiechtner außerdem wissen, ob ein Hausverbot gegen Menschen rechtlich zulässig sei, wenn diese aus medizinischen Gründen vom Tragen einer Maske befreit seien. Diese Frage verneinte das Ministerium und begründete die Antwort mit dem Gleichbehandlungsgesetz.

Fiechtner, selbst Onkologe und Palliativmediziner, zeigte kürzlich in einem selbstgedrehten Youtube-Video, wie er mit dem fraktionslosen Abgeordneten Wolfgang Gedeon, ebenfalls Mediziner, gegenseitig Atteste tauscht, um sich von der Verwaltung von der Maskenpflicht befreien zu lassen. Die beiden laufen seitdem ohne Maske durchs Plenum. Medizinisch kann der Landtag Atteste nicht anzweifeln. Derzeit sind nach Auskunft der Landtagspressestelle sieben Abgeordnete von der Maskenpflicht befreit.

Corona in Baden-Württemberg: Werden Menschen mit Masken-Attest diskriminiert?

Laut dem Innenministerium haben sich seit März 2020 mehr als 60 Menschen mit Bezug auf eine Diskriminierung wegen einer Behinderung oder chronischen Erkrankung an die Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS) gewandt. Die Anfragen stehen überwiegend im Zusammenhang mit der Pflicht, im Kampf gegen das Coronavirus eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen in Geschäften, in Arztpraxen, im Nahverkehr oder in Schulen. (kab/dpa)

Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen/dpa

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