Trotz geöffneter Geschäfte

Corona-Kontrollen in Mannheim und Heidelberg: Ruhiges Shopping-Wochenende – Lauf auf Innenstädte bleibt aus

Die „Corona-Streife“ ist auch am ersten Shopping-Wochenende verstärkt in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Verordnung zu kontrollieren. Die Bilanz: 

  • Im Kampf gegen das Coronavirus gelten seit dem 23. März deutschlandweit harte Einschränkungen. Bei Verstößen drohen hohe Strafen.
  • Die Polizei hat an Ostern die Streifen in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis verstärkt, um die Einhaltung der Corona-Maßnahmen zu kontrollieren.
  • Unter anderem mussten mehrere Bäckereien geschlossen werden. 
  • Auch am ersten Einkaufswochenende wird ausgiebig kontrolliert – die Polizei zeigt sich jedoch zufrieden.
  • Die Bilanz der Corona-Streife

Update vom 26. April: Aufgrund der Lockerung der Corona-Maßnahmen im Zusammenhang mit den Ladenöffnungen auf dem Wochenende war aus Polizeisicht spannend, ob es infolge zu einem „Run“ auf die Geschäfte in den Innenstädten von Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis kommen würde. „Diese Befürchtungen bestätigten sich nicht“, heißt es in einer Meldung der Polizei am Sonntag. Zwar wären mehr Menschen in den Innenstädten unterwegs gewesen als noch in den vergangenen Tagen, doch es habe nur vereinzelt Warteschlangen vor den Läden gegeben – die Abstandsregeln seien aber im Großen und Ganzen eingehalten worden.

Mit über 70 zusätzliche Streifen ist die „Corona-Kontrolle“ von Samstag (25. April) auf Sonntag (26. April) unterwegs, dabei wurden insgesamt 90 Fahrzeuge und 1.143 Personen kontrolliert. Insgesamt wurden 71 Ordnungswidrigkeiten festgestellt; davon 47 in Mannheim, 9 in Heidelberg und 15 im Rhein-Neckar-Kreis. Bei allen Fällen handelt es sich um Verstöße gegen die Mindestabstandsregel oder das Kontaktverbot.

Zwar wurden laut Polizei am Wochenende von den absoluten Zahlen her wieder mehr Verstöße festgestellt, dies sei jedoch auf die Lockerung der Corona-Regeln zurückzuführen. Der Anstieg bewegt sich auf niedrigem Niveau, im Verhältnis zu den kontrollierten Personen wurden in den vergangenen Wochen jedoch immer weniger Verstöße festgestellt.  

Corona-Kontrollen in Mannheim und Heidelberg: 70 zusätzliche Streifen an erstem Einkaufswochenende im Einsatz

Update vom 25. April: Es ist das erste Wochenende, an dem die Geschäfte nach der schrittweisen Lockerung der Corona-Regeln geöffnet haben. Grund genug für die „Corona-Streifen“ des Polizeipräsidiums Mannheim am Freitag (24. April) und in der Nacht zum Samstag (25. April) erneut flächendeckenden Kontrollmaßnahmen zur Überwachung der Einhaltung der Landesverordnung und der Allgemeinverfügungen der Städte Mannheim und Heidelberg sowie der Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis fortzusetzen. 

Diesmal waren dabei bis zu 70 zusätzliche Streifen im Einsatz. Ebenfalls am Start waren erneut Reiter der Bereitschaftspolizei Bruchsal sowie Boote der Wasserschutzpolizeistationen Mannheim und Heidelberg.

Die Polizei auf Corona-Streife in der Metropolregion.

Insgesamt wurden 115 Fahrzeuge und 780 Personen durch die „Corona-Streife“ kontrolliert. Die erfreuliche Bilanz: Der Großteil der Bevölkerung beachtete die Regelungen –  lediglich 35 Ordnungswidrigkeiten (davon 21 in Mannheim, eine in Heidelberg und 13 im Rhein-Neckar-Kreis) wurden festgestellt und geahndet. „Es wurden fast ausschließlich Zuwiderhandlungen gegen die Mindestabstandsregel und gegen das Kontaktverbot, sich mit mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit aufgehalten zu haben, festgestellt“,  heißt es in einer Meldung der Polizei. Die Maßnahmen werden auch in den kommenden Wochen weiter fortgesetzt.

Corona-Kontrollen: Bilanz der Corona-Kontrollen am Ostermontag-Wochenende

Update vom 13. April, 18:15 Uhr: Über die Oster-Feiertage waren im Durchschnitt 80 zusätzliche Streifen der Polizei in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Die vorläufige Bilanz der Corona-Streife an Ostern:

  • Über 700 Fahrzeuge wurden kontrolliert (289 in Mannheim, 158 in Heidelberg, 279 im Rhein-Neckar-Kreis)
  • Rund 6.500 Personen wurden kontrolliert (2.918 in Mannheim, 1.838 in Heidelberg, 1.690 im Rhein-Neckar-Kreis)
  • Es wurden insgesamt 374 Verstöße festgestellt (180 in Mannheim, 80 in Heidelberg und 114 im Rhein-Neckar-Kreis)

Wie die Polizei am Montagabend mitteilt, handelt es sich bei den Verstößen ausschließlich um Zuwiderhandlungen gegen die Mindestabstandsregel und gegen das Kontaktverbot. Viele Verstöße seien nur mündlich verwarnt worden, wenn sich die Personen einsichtig gezeigt hätten. Nur in wenigen Fällen wurden „Corona-Partys“ beendet oder der Betrieb von Gaststätten trotz verschlossener Türen eingestellt. 

Coronavirus-Kontrollen: Schließung von Bäckereien sorgt für Aufregung

Insgesamt mussten im Einzugsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim am Ostersonntag 37 Bäckereien und Konditoreien geschlossen werden. Es stellte sich heraus, dass viele Betreiber in Unkenntnis der neuen Corona-Regelungen, die über das übliche Ladenöffnungsgesetz hinausgehen, ihre Geschäfte geöffnet hatten. In Mannheim wurden 18, in Heidelberg 15 und im Rhein-Neckar-Kreis vier Bäckereien und Konditoreien von der Polizei geschlossen. Zuvor waren aus der Bevölkerung mehrere Hinweise dazu eingegangen. 

Corona-Streife in Mannheim, Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis: Fast 2.000 Personen kontrolliert

Erstmeldung vom 13. April, 12 Uhr: Zwischen Karsamstag und Ostersonntag waren nach Angaben der Polizei wesentlich mehr Menschen unterwegs als noch am Karfreitag. „Zum einen, um noch die restlichen Ostereinkäufe zu erledigen und zum anderen um auch noch das herrliche Wetter draußen zu genießen“, vermutet die Polizei. Insgesamt hat die Corona-Streife zwischen Karsamstag und Ostersonntag:

  • 209 Autos kontrolliert (71 in Mannheim, 81 in Heidelberg, 57 im Rhein-Neckar-Kreis)
  • 1.912 Personen kontrolliert (847 in Mannheim, 602 in Heidelberg, 463 im Rhein-Neckar-Kreis)
  • 142 Verstöße festgestellt (48 in Mannheim, 50 in Heidelberg, 44 im Rhein-Neckar-Kreis.
Ostern: Die Polizei auf Corona-Streife in der Region

Bei den Verstößen gegen die Corona-Verordnung handelt es sich nach Angaben der Polizei fast ausschließlich um Zuwiderhandlungen gegen die Mindestabstandsregel und gegen das Kontaktverbot. „Mit einigen Personen, die ihre Einsicht zeigten, wurden aufklärende Gespräche geführt“, teilt die Polizei mit.

Coronavirus-Kontrolle: Polizei kontrolliert geöffnete Bäckereien

Am Vormittag des Ostersonntags erhielt die Polizei außerdem mehrere Hinweise über geöffnete Bäckereien und Konditoreien in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis. Die Kontrollen der Läden ergaben, dass viele Betreiber trotz Corona-Regeln, die über das übliche Ladenöffnungesetz hinausgehen, ihre Geschäfte geöffnet hatten. Wie viele Bäckereien genau geöffnet hatten, wurde nicht gemeldet.

Übrigens: Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus findest Du in unseren News-Tickern zu den Städten Mannheim und Heidelberg sowie Baden-Württemberg.  

Corona-Streife in Mannheim, Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis: Die Bilanz vom Donnerstag

Nach den Kontrollen am Donnerstag zeigte sich die Polizei mit dem Verhalten der Bürger zufrieden. Die Einsatzkräfte konnten einen deutlichen Rückgang der Verstöße feststellen. Insgesamt hat die Corona-Streife zwischen Donnerstag und Karfreitag: 

  • 111 Fahrzeuge kontrolliert (40 in Mannheim, 23 in Heidelberg und 48 im Rhein-Neckar-Kreis)
  • 993 Menschen kontrolliert (438 in Mannheim, 321 in Heidelberg und 234 im Rhein-Neckar-Kreis)
  • 56 Verstöße festgestellt (28 in Mannheim, 8 in Heidelberg, 19 im Rhein-Neckar-Kreis).

Bei den Verstößen handelt es sich nach Angaben der Beamten fast ausschließlich um kleinere Ordnungswidrigkeiten – davon 50 Verstöße gegen die Mindestabstandsregel

Corona-Kontrolle in der Region: „Corona-Partys“ und Versammlungen von Polizei gesprengt

Leider gab es zwischen Donnerstag und Freitag dennoch einige Fälle, in denen Menschen Regeln im Kampf gegen das Coronavirus einfach komplett ignoriert haben:

In der Mannheimer Innenstadt fiel einer Streife am Donnerstag gegen 21:30 eine Gaststätte auf, in der fünf Personen saßen – obwohl das Lokal verschlossen war. Neben einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und des Verdachts des illegalen Glücksspiels wurden auch Ermittlungen wegen des Verdachts gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. 

In Schwetzingen picknickten fünf Jugendliche im Alter zwischen 14-16 Jahren auf einer Wiese im Schlossgartenweg. Zwei von ihnen wurden gegen 20 Uhr kontrolliert, die anderen drei waren zunächst davongerannt, kamen aber kurze Zeit später wieder zurück, da sie persönliche Sachen zurückgelassen hatten. Sie wurden weggeschickt und ihre Eltern informiert.

In der „Gigglerskopfhütte“ in Zuzenhausen hatten sich am späten Donnerstagnachmittag, kurz vor 18 Uhr, vier junge Männer im Alter zwischen 17 und 20 Jahren niedergelassen, um offenbar eine Party zu feiern. Wie viele Feierlustige kommen wollten, ist nicht bekannt. Eine Musikanlage war bereits aufgebaut, die von einem Stromaggregat betreiben wurde.

Am frühen Freitagmorgen, kurz nach 0 Uhr, fiel einer Streife auf dem Friedhofparkplatz in der Hauptstraße von Dielheim eine größere Personengruppe und vier Fahrzeuge auf. Beim Erkennen der Streife flüchtete ein Großteil der Gruppe in Richtung Sportplatz, acht Personen im Alter von 16-31 Jahren, die den Geburtstag eines Freundes feierten, wurden kontrolliert. Allen wurde ein Platzverweis erteilt. Zuvor wurde die Gruppe noch zum Beseitigen des Mülls veranlasst.

Die Auswirkungen der Corona-Krise konnte man an Ostern auch auf den Autobahnen bemerken. Die Bilder der leeren A5 und A6 an den normalerweise verkehrsreichen Feiertagen bekommt man so wohl erstmal nicht mehr zu Gesicht. Unterdessen verteilt die Stadt Heidelberg Gratis-Schutzmasken an niedergelassene Ärzte im Stadtgebiet. 

pol/kab

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © PR-Video/Priebe

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