Neue Erkenntnisse

Coronavirus und Ibuprofen: WHO macht Rückzieher – doch keine Warnung!

Nachdem die WHO vor der Einnahme von Ibuprofen bei Coronavirus-Verdacht gewarnt hat, macht die Weltgesundheitsorganisation wenige Tage später einen Rückzieher: 

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bei Coronavirus-Verdacht von Ibuprofen abgeraten.
  • Jetzt macht die WHO einen Rückzieher: Doch keine Warnung vor Ibuprofen.
  • Experte entdeckt neue Symptome

Update vom 19. März: Die WHO hat die Warnung vor der Einnahme von Ibuprofen bei Verdacht auf Coronavirus zurückgenommen. Die Experten hatten Studien und Ärzte konsultiert und seien daraufhin zu dem Schluss gekommen, dass es – über die bekannten Nebenwirkungen hinaus – keine bestimmten Hinweise auf negative Konsequenzen bei der Einnahme von Ibuprofen bei Coronavirus-Patienten gebe. „Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab“, teilt die WHO mit. Die Weltgesundheitsorganisation hatte am Dienstag noch von Ibuprofen abgeraten und stattdessen Paracetamol empfohlen. 

Coronavirus: Experten warnen vor Ibuprofen bei Verdacht

Meldung vom 18. März: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus dringend davon ab, ohne ärztlichen Rat Ibuprofen einzunehmen. Wie gefährlich die Tabletten im Zusammenhang mit dem Virus sind, ist noch nicht völlig sicher. Laut WHO gebe es zwar keine neuen Studien aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höherer Sterblichkeit verbunden sei. Aber die Experten prüften die Lage zur Zeit. „Wir raten im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen“, sagt WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betont er.

Coronavirus und Ibuprofen: Große Unsicherheit nach Tweet

Am Wochenende hatte der französische Gesundheitsminister mit einem Tweet vor entzündungshemmenden Tabletten wie Ibuprofen gewarnt und damit Aufsehen erregt. Der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon hatte sich ähnlich geäußert und von der Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) abgeraten. Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen neben Ibuprofen auch Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) und Diclofenac. 

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) schloss am Wochenende nicht aus, dass insbesondere ASS, aber auch Ibuprofen, bei der Lungenerkrankung Covid-19 nicht hilfreich sein könnten. „Ibuprofen hemmt die Blutgerinnung, das wäre ein möglicher Hinweis“, erläutert der Virologe. Damit steige das Risiko für innere Blutungen. „Bei Paracetamol ist das nicht der Fall.“

Coronavirus: Neue Symptome der Krankheit entdeckt?

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, habe ein Virologe bei der Untersuchung von mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Kreis Heinsberg (NRW) neue Symptome der Infektion erkannt. Demnach seien fast ein Drittel der Covid19-Patienten von Verlust ihres Geschmacks- und Geruchssinns betroffen gewesen. Wie der Wissenschaftler gegenüber der FAZ erklärte, hätten sie beispielsweise ihr Shampoo nicht mehr riechen können und Essen hätte fase geschmeckt. Der Wissenschaftler glaube, dass diese Symptome erst später in der Infektion auftreten.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) führt eine Infektion mit dem Coronavirus zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten und Abgeschlagenheit. In China litten einige Patienten auch an Atemproblemen, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Einige Coronavirus-Patienten litten auch an Übelkeit, einer verstopften Nase und Durchfall.

Coronavirus: So läuft der Test ab

Man geht derzeit davon aus, dass die Inkubationszeit des Coronavirus bis zu 14 Tage betragen kann, im Durchschnitt beträgt sie laut WHO 5 bis 6 Tage. Der Coronavirus-Test kann an mehreren Stellen durchgeführt werden – zum Beispiel in Kliniken und Krankenhäusern, aber auch bei Hausärzten oder in eigens dafür eingerichteten Corona-Testzentren. Doch Vorsicht: Vor dem Besuch beim Hausarzt mit entsprechenden Symptomen, die auf eine Infektion mit Coronavirus hindeuten könnten, unbedingt den Hausarzt anrufen!

Beim Coronavirus-Test werden Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum und Proben des Hustenauswurfs entnommen. Die Proben werden danach mittels molekularbiologischer Tests in Laboren auf das Coronavirus untersucht. 

Unterdessen arbeiten Forscher der baden-württembergischen Biotech-Firma CureVac unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump hat nun ein Auge auf das Unternehmen von Hauptinvestor Dietmar Hopp geworfen.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance / Franziska Gabbert/dpa-tmn

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