Wie es jetzt weiter geht

Impfstoff: Durchbruch im Kampf gegen Corona?​ CureVac meldet erfolgreiche Tests​

Tübingen - Die Biotech-Firma CureVac entwickelt einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Erste Tierversuche ergeben positive Zwischenergebnisse. So soll es weiter gehen:

  • Biotech-Firma CureVac von Hauptinvestor Dietmar Hopp arbeitet an einem Impfstoff gegen Coronavirus.
  • Gibt es bereits im Herbst ein Heilmittel gegen Covid-19?
  • CureVac startet im Frühsommer erste Tests mit einem Impfstoff! 

Update vom 15. Juni: Das Biotech-Firma CureVac arbeitet an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Um die Suche zu unterstützen, steigt der Bund in das Unternehmen ein – mit 300 Millionen Euro! Alle aktuellen Infos zu dem Thema gibt's hier!

Impfstoff: Durchbruch im Kampf gegen Corona?​ CureVac meldet erfolgreiche Tests​

Update vom 15. Mai: CureVac kann erste Erfolge mit seinem Impfstoff gegen das Coronavirus verzeichnen. Bei Tierversuchen habe der Impfstoff „positive Ergebnisse erzielt", so das Pharmaunternehmen am Donnerstag in einer Mitteilung. Dabei sei nur eine geringe Dosis notwendig, um Covid-19 zu bekämpfen. 

CureVac will voraussichtlich im Juni mit dem Impfstoff eine erste klinische Phase einläuten und an gesunden Freiwilligen testen. Wenn auch hier gute Ergebnisse erzielt werden, werden größere Gruppen und schließlich tausende Probanden getestet. Bis die Testphasen abgeschlossen und ein Impfstoff vorliegt, kann es also noch Monate dauern.

Der Pharmakonzern hat bereits in Tübigen eine große Menge des Corona-Impfstoffes hergestellt. Mehrere hundert Millionen Dosen pro Jahr könne dort hergestellt werden, „wobei die genaue Zahl abhängig von der finalen Dosierung des Impfstoffs ist, die in den klinischen Studien am Menschen bestimmt werden wird“, so CureVac. 

Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Expertise und unserer weit entwickelten Technologie gut positioniert sind, um Situationen wie der aktuellen Pandemie effektiv und wirksam zu begegnen, virale Ausbrüche erfolgreich zu bekämpfen und viele Menschen vor SARS-CoV-2 und anderen gesundheitlichen Bedrohungen zu schützen“, so Dr. Franz-Werner Haas, amtierender Chief Executive Officer und Chief Operating Officer von CureVac.

Kampf gegen Coronavirus: Erste Impfstoff-Tests im Frühsommer! 

Update vom 10. April: Das Pharmaunternehmen CureVac arbeitet in Tübingen weiter mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. „Wir sind voll im Plan mit unserem Impfstoffprojekt“, sagt ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag. Es werde seit Januar an einem Impfstoff für Covid-19 geforscht – schon im Frühsommer solle eine klinische Studie beginnen. „Im Juni, spätestens im Juli wollen wir mit rund 100 Personen starten.“

Erste Ergebnisse vom Test werden nach Angaben des Sprechers dann ein paar Wochen später erwartet. Sollten diese positiv sein, soll die nächste klinische Studie mit ein paar Tausend Versuchsteilnehmern erfolgen. Die Europäische Union will die Firma bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Coronavirus mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen. Der SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp ist Mehrheitseigner des Tübinger Pharmaunternehmens. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Reinhart, sagte, CureVac sei ein positives Signal aus Baden-Württemberg für die ganze Welt. „Diese Meldung ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie wichtig es ist, dass Forschung und Entwicklung, gerade im medizinisch-pharmazeutischen Bereich, in Deutschland wieder einen breiteren Raum einnimmt.“

Auch andere Unternehmen sagen dem Coronavirus den Kampf an. Roche hat einen Massentest entwickelt, der überprüft, ob ein Patient bereits Antikörper entwickelt hat.

Kampf gegen Coronavirus: Wann ist der Impfstoff fertig? Dietmar Hopp macht Hoffnung 

Update vom 18. März, 7:50 Uhr: Gibt es bereits im Herbst einen Impfstoff gegen das Coronavirus? Miteigentümer Dietmar Hopp macht Hoffnung! Gegenüber der „Bild“ sagt Hopp: „Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen." Da der Druck enorm hoch sei, sollte eine Genehmingung schneller durchgehen als in anderen Fällen. „Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern", so Hopp, der am 26. April seinen 80. Geburtstag feiert

Hopp fügt in dem Interview hinzu, ein Impfstoff könne vorbeugend die Gesunden schützen. „Wenn zum Beispiel die Corona-Pandemie im nächsten Winter wieder verstärkt auftreten sollte, was einige Experten befürchten." Kranke könnten damit natürlich nicht geheilt werden. Seine vor rund 14 Jahren getätigten Investitionen in die Firma begründete Hopp damit, er sei davon fasziniert, dass der Mensch seine Krankheiten mit körpereigenen Mitteln bekämpfen könne, ohne Chemie. Das Coronavirus sei dabei ein sehr aktuelles Thema. „Die CureVac-Forscher beschäftigen sich allerdings auch schon lange damit, haben mit Erfolg einen Impfstoff gegen Tollwut entwickelt und diese Erfahrung sollte nützlich sein für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs." 

Die EU will die Firma bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen.

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Coronavirus-Impfstoff: Streit um CureVac – Biotech-Firma dementiert Trump-Gerüchte

Update vom 17. März, 18 Uhr: Wie der Mannheimer Morgen am Dienstag berichtet, habe dieBiotech-Firma Curavec, die an einemImpfstoff gegen das Coronavirus arbeitet, Gerüchte dementiert, wonach Donald Trump den Wirkstoff exklusiv für die USA sichern wolle. „Wir wissen nicht, woher die Spekulationen um ein angeblich exklusives Angebot aus dem Weißen Haus kommen“, wird Curavec-Aufsichtsratsmitglied Friedrich von Bohlen im Bericht zitiert. Man habe zu keinem Zeitpunkt ein Angebot auf dem Tisch gehabt. Das Biotech-Unternehmen hatte der „Schwäbischen Zeitung“ bereits am Montag mitgeteilt, eine Übernahme durch ein amerikanisches Unternehmen oder durch die USA stehe nicht im Raum. Zwar bestehe durchaus Interesse aus den USA an der Arbeit von Curevac, aber „Corona ist ein weltweites Problem, dafür arbeiten wir“, sagte der für die Produktion verantwortliche Vorstand Franz-Werner Haas.

Unterdessen erhofft EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch vor Herbst auf einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus. Die EU werde die Tübinger Firma Curevac bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen, bestätigte die Politikerin in einem Video auf Twitter. 

Gerüchte gab es nicht nur um den Coronavirus-Impfstoff, sondern auch um die Einnahme von Ibuprofen bei einem Coronavirus-Verdacht. Jetzt hat die WHO eine klare Empfehlung  ausgesprochen. 

Impfstoff gegen Coronavirus: USA will Exklusivrecht – Merkel schaltet sich ein

Update vom 17. März: Jetzt schaltet sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. Sie betrachtet die Auseinandersetzung mit CureVac und den USA für beendet. „Letzteres hat heute keine Rolle gespielt, zumal das Thema ja auch gelöst ist, wie wir am Wochenende ja sagen konnten“, so Merkel am Montag in Berlin. Die Bundesregierung habe sich „da ja sehr frühzeitig drum gekümmert“, meint sie weiter. Merkel weist außerdem auf Dietmar Hopp und der Firmenspitze hin, die bereits deutlich gemacht haben, dass es kein Exklusivrecht auf den Impfstoff gegen das Coronavirus geben wird. 

CureVac hat für die Forschung, die sie seit Januar betreibt, bereits 8,3 Millionen US-Dollar Fördergeld von der Internationalen Impfstoff-Allianz erhalten und kann nun auch auf die Unterstützung der Europäischen Kommission setzen. „Die EU hat deren Forschung früh unterstützt und wird nun wieder finanziell helfen", teilt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Es gehe darum, so schnell wie möglich einen Impfstoff zu finden, „der der ganzen Welt hilft".

Aber nicht nur die Nachfrage nach einem Impfstoff ist enorm, auch der Bedarf nach Atemschutzmasken ist groß. Da aber in erster Linie Krankenhäuser und Kliniken versorgt werden müssen, nähen viele Menschen ihren Mundschutz einfach selbst.

Coronavirus-Impfstoff: Deutsche Politiker verurteilen Vorgehen von US-Präsident Trump scharf! 

Update vom 16. März/10 Uhr: Auch Außenminister Heiko Maas hat den mutmaßlichen Versuch der US-Regierung kritisiert, das Tübinger Pharma-Unternehmen CureVac zu einem Standortwechsel zu bewegen. „Deutsche Forscher sind führend an der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen beteiligt, in weltweiten Kooperationen. Wir können nicht zulassen, dass sich andere ihre Forschungsergebnisse exklusiv aneignen wollen", sagt der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Montagmorgen (16. März). 

Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung bestätigt den Zeitungsbericht am Sonntagabend (Ortszeit) nicht. Er teilt auf Anfrage mit, man kenne weder den Bericht der „Welt am Sonntag“ noch die zugrundeliegenden Informationen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagt hingegen am Sonntag in Berlin: „Ich kann nur sagen, dass ich heute mehrfach gehört habe von Regierungsmitgliedern, dass dies zutrifft und dass wir da morgen im Krisenstab darüber reden.“ 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lobt in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ am Sonntagabend die Tübinger Firma dafür, dass sie für das US-Angebotnicht zur Verfügung steht“. Seit Januar forscht CureVac an einem Impfstoff gegen das Coronavirus

Auch aus dem Bundestag kommt scharfe Kritik an den US-Begehrlichkeiten. „Jetzt einen Wettbewerb um Standortfragen loszutreten ist das falsche Signal. Das Virus macht nicht an Grenzen halt. Internationale Zusammenarbeit ist jetzt wichtig und nicht nationaler Eigennutz. Impfstoff darf ebenso, wie das Virus, nicht an Grenzen halt machen“, schreibt der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), auf Twitter. 

FDP-Fraktionschef Christian Lindner am Montagmorgen (16. März) kritisiert in der Zeitung „Welt“ . „Im Wahlkampf ist Trump offenbar jedes Mittel recht. Die Bekämpfung von Corona ist eine Menschheitsaufgabe und kein Anlass für Egoismus.“ 

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt mahnt, die Corona-Gefahr sei eine globale Krise sei, in der die Menschheit „zusammenstehen“ müsse. „Es ist die Zeit von Solidarität und Zusammenarbeit, nicht von nationalen Egoismen“, sagt sie der „Welt“. 

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jan Korte, wirft Trump in der Zeitung vor: „Ein unsozialeres, unsolidarischeres und rücksichtsloseres Vorgehen im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie ist kaum vorstellbar.“

Coronavirus-Impfstoff: Donald Trump will Exklusiv-Recht – Hopp mit klarer Ansage

Update vom 16. März/7:30 Uhr: Rund eine Milliarde Dollar soll US-Präsident Donald Trump der Biotech-Firma CureVac aus Tübingen geboten haben, das berichtet „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf deutsche Regierungskreise. Trump will damit ein Exklusivrecht auf den Impfstoff gegen das Coronavirus sichern. Doch seinen Plan kann er wohl in die Tonne kloppen, denn Dietmar Hopp erteilt eine glasklare Absage. „Wenn es uns hoffentlich bald gelingt, einen wirksamen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu entwickeln, soll dieser Menschen nicht nur regional, sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen, schützen und helfen können“, so Dietmar Hopp in einer Mitteilung. Der 79-Jährige hält über die Beteiligungsgesellschaft dievini rund 80 Prozent der Anteile an der CureVac Ag. Christof Hettich, Geschäftsführer von dievini, sagt ebenfalls gegenüber dem „Mannheimer Morgen“: „Wir wollen einen Impfstoff für die ganze Welt entwickeln und nicht für einzelne Staaten.“ Seit Januar forscht CureVax an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Hopp halte entschlossen an dem Unternehmen, der Mitarbeiter und dem Hauptstandort in Tübingen fest, so Hettich weiter. 

Das Bundesforschungsministerium weist eindringlich darauf hin, dass die dortige Forschung mit staatlichen Geldern gefördert werde. „Die Bundesregierung hat die finanzielle Förderung der Entwicklungen zuletzt stark ausgeweitet", sagt ein Sprecher von Ministerin Anja Karliczek (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Impfstoff gegen Coronavirus: US-Präsident Trump will Dietmar Hopp-Firma Forscher ausspannen     

Erstmeldung vom 15. März: Nachdem US-Präsident Donald Trump in seiner Rede zur Lage der Nation die Europäer zum alleinigen Sündenbock für die Corona-Krise erklärt und ein Einreiseverbot verhängt hat, folgt nun die nächste Auseinandersetzung. Der Zankapfel zwischen Deutschland und den USA ist diesmal die Biotech-Firma CureVac. In dem Tübinger Pharma-Unternehmen arbeiten Forscher derzeit unter Hochdruck an einem möglichen Corona-Impfstoff. Einem Medienbericht zufolge gibt es wegen der Corona-Krise eine wirtschaftspolitische Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern. 

Coronavirus-Impfstoff: Dietmar Hopp ist Hauptinvestor bei CureVac 

Die Firma CureVac ist auf die Erforschung und Entwicklung von innovativen Arzneimittel und Impfstoffen spezialisiert. Zwischen 2006 und 2014 ist das Unternehmen ausschließlich von SAP-Mitbegründer und Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp finanziert worden. 

CureVac forscht in Tübingen nach einem Impfstoff gegen Coronavirus

Zur Eröffnung des Labor-Neubaus im Oktober 2017 zeigt sich Hauptinvestor Dietmar Hopp sichtlich stolz: „Mit dem Anspruch, die Medizin zu revolutionieren, haben die wegweisenden Arzneimittelentwicklungen von CureVac ein großes Potenzial, Menschen mit bestimmten Schwersterkrankungen Heilungschancen zu eröffnen oder sie gegen diese zu schützen“, schwärmt Hopp im baden-württembergischen Tübigen. 

In Tübingen steigt derweil die bestätige Zahl von Coronavirus-Infizierten auf 23 Personen (Stand: 14. März/20 Uhr). 

Coronavirus-Impfstoff: Donald Trump will Forscher in die USA locken

Die Euphorie am Wissenschaftsstandort Tübingen könnte jedoch bald verflogen sein, denn nun mischt sich Donald Trump ein. Unter Berufung auf Regierungskreise berichtet die „Welt am Sonntag“, der US-Präsident versuche sich die vielversprechende Arbeit an dem Corona-Impfstoff ausschließlich für die USA zu sichern. Hierfür will der 73-jährige Staatschef die Wissenschaftler bei CureVac mit hohen Geldzuwendungen in die USA locken

Coronavirus-Impfstoff: Donald Trump will Forscher in die USA locken

Aus Kreisen der Bundesregierung heißt es: Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen – „aber eben nur für die USA“, so die „Welt am Sonntag“. Dem Bericht zufolge verhandeln gegenwärtig Vertreter der Bundesregierung mit Curevac. „Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden“, gibt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums zu verstehen.  

Deutschland versuche demnach, die Lockrufe jenseits des Atlantiks mit eigenen finanziellen Angeboten zu kontern, berichtet das Blatt. Nach Recherchen des „Mannheimer Morgens“ kommt ein Exklusivvertrag mit den USA jedoch nicht Frage. „Wir wollen einen Impfstoff für die ganze Welt entwickeln und nicht für einzelne Staaten“, so Geschäftsführer und Mitbegründer der Dievini Hopp BioTech Holding, Christoph Hettich gegenüber der Zeitung.   

Im Auftrag der Bundesregierung sollen das Unternehmen SAP und die Telekom eine Corona-App entwickeln. Diese soll helfen, die Pandemie einzudämmen. 

esk 

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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