Hamsterkäufe nach Coronavirus-Ausbruch

Gähnende Leere in Supermarkt-Regalen – Handelsverband mahnt vor Panik

Coronavirus in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen: In vielen Supermärkten und Drogerien stehen Regale leer. Der Handelsverband mahnt aber vor Panik.

  • In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle.
  • Haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel werden bei Hamsterkäufen gehortet.
  • Leere Regale in Supermärkten und Drogerien in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen.

Seit einigen Tagen kann man in den Supermärkten der Region ein nicht alltägliches Phänomen beobachten: Haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und selbst Wasser sind mancherorts ausverkauft und Mitarbeiter vertrösten die Kundschaft auf die kommende Woche. Immer mehr verdutzte Menschen stehen vor leeren Regalen und plötzlich überkommt sie die Nervosität: „Habe ich genug vorgesorgt?“. Prompt werden die Einkaufswägen randvoll gepackt, ungeachtet dessen, was man eigentlich bräuchte.

Seitdem sich das Coronavirus in Deutschland ausbreitet und sich immer mehr Menschen in Gefahr sehen, in Quarantäne abgeschottet zu werden, steigt die Zahl der Vorratskäufe oder umgangssprachlich: Hamsterkäufe. Dosenkonserven, Nudeln und Desinfektionsmittel sind die wahren Verkaufsschlager der letzten Woche. Die Bilder von leergeräumten Supermärkten in Italien befeuern zusätzlich das Hamster-Fieber hierzulande.

Dass die Angst vor dem Coronavirus groß ist, zeigt nicht nur der Ansturm auf Supermärkte, sondern auch die halbvollen China-Restaurants, die die Auswirkungen aktuell besonders zu spüren bekommen. Doch ein Rewe-Markt in Mannheim nimmt es mit Humor und sorgt mit einer Corona-Aktion für viele Lacher im Netz.

Coronavirus in Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen: Leere Regale nach Hamsterkäufen

Ähnlich wie der Coronavirus selbst ist das Hamster-Fieber ansteckend und führt dazu, dass betroffene Personen irrationale Mengen an Ravioli, Mehl und Handdesinfektionsmittel kaufen. Als Anhaltspunkt für einen ausreichenden Heimvorrat hat das Bundesamt für Katastrophenschutz und Bevölkerungshilfe eine Checkliste für Lebensmittel und Hygieneartikel veröffentlicht.

Einzelhändler klären Kunden bezüglich des Warenrückstands auf.

Auch wenn manche Supermarkt-Regale in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen letzte Woche leer standen, droht laut Handelsverband kein Lieferengpass. Im Gegenteil: Der Handel freue sich sogar, wie Günter Päts, der Vize-Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagt.

Leere Supermarkt-Regale sind hierzulande normalerweise eine Seltenheit; weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die Kundschaft argwöhnisch reagiert und mit Hamsterkäufen vorsorgen will. Doch die Handelsverbände der Länder mahnen vor Panik: Deutschlands „Lieferstrukturen seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet“, so ein Sprecher gegenüber der dpa. Lieferanten hätten in der Zwischenzeit ihre Lagerbestände erhöht, um der gesteigerten Nachfrage nachzukommen.

Hamsterkäufe nach Coronavirus-Welle: Desinfektionsmittel vielerorts ausverkauft

Wie die Lage am Montag (2. März) in den Supermärkten und Drogerien der Region aussieht, wird sich zeigen. Seit Tagen steigt in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen die Zahl der Coronavirus-Fälle. Wie sich das auf das Kaufverhalten und Konsumstimmung auswirken wird, bleibt abzuwarten. Das Coronavirus ist mittlerweile auch in Mannheim angekommen. Drei Personen sind schon erkrankt, einer ist im Theresienkrankenhaus in Behandlung.  

Viele Tierbesitzer machen sich derzeit um ihre Lieblinge sorgen und stellen sich die Frage, ob das Coronavirus auf Hunde, Katzen und Co. übertragbar ist. Experten klären auf.

Aufgrund der Corona-Krise müssen viele Lokale ihre Läden in Mannheim schließen. Doch nun bieten viele Lieferdienste und andere Online-Angebote an. 

dpa/mw

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © Julian Buchner / Einsatz-Report24

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