Halten sich die Menschen an die Regeln? 

Maskenpflicht in Mannheim: So sieht der neue Alltag in den Planken aus

Mannheim - Ab Montag gilt beim Einkaufen und in Bus und Bahn eine Maskenpflicht. Halten sich die Mannheimer daran? Und wie sieht der neue Alltag mit Mundschutz in der Innenstadt aus?

  • Ab Montag (27. April) gilt wegen der Ausbreitung des Coronavirus bundesweit die Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Wer ab dem 4. Mai ohne Mundschutz erwischt wird, muss mit Bußgeldern rechnen.
  • Wie sieht der neue Alltag mit Maske in der Innenstadt von Mannheim aus? 

Seit Montag gilt in Mannheim: Wer Einkaufen oder Bus und Bahn nutzen will, muss einen Mundschutz tragen. Die Maskenpflicht in Geschäften und im ÖPNV gilt für jeden – außer Kinder unter sechs Jahren und Menschen, denen es aus medizinischen Gründen nicht zumutbar ist. Um Mund und Nase zu bedecken, müssen die Mannheimer allerdings nicht zwingend eine Maske benutzen, es reicht auch ein Tuch oder ein Schal. Doch diesen improvisierten Schutz sieht man am Montag in der Innenstadt eher wenig – die Menschen haben offenbar vorgesorgt und sich frühzeitig mit Masken eingedeckt

Coronavirus in Mannheim: Maskenpflicht sorgt für ungewohnte Bilder in der Innenstadt

Obwohl die Menschen in der Mannheimer Innenstadt in der ersten Woche nach Einführung der Maskenpflicht nur eine Verwarnung fürchten müssen, prägt das Bild des Mundschutzes am Montag die Planken. Geschätzt jeder Zweite trägt auch im Freien Maske, bevor er wieder in einem der Läden verschwindet oder wartet, bis er eintreten darf.

Die Mannheimer Innenstadt am Montag nach Einführung er Maskenpflicht

„Die Maske hat schon leichte Einschränkungen in meinem Alltag. Ich finde sie unangenehm und gerade jetzt, wo es heißer wird, ist das echt nicht schön. Es ist fast schon so, als ob einem die Luft zum Atmen fehlt“, beschreibt Studentin Sarah Neumann den ersten Tag mit Maske beim Einkaufen. „Aber ich finde sie dennoch sinnvoll, denn man muss ja schließlich auf die eigene Gesundheit und auf die der Mitmenschen achten. Vor allem für die Älteren“, sagt sie. An das beengende Gefühl müssen sich die Mannheimer wohl ebenso gewöhnen, wie das Bild von „maskierten“ Menschen in der Innenstadt – und das wohl noch etwas länger. Denn wie lange die Maskenpflicht noch bestehen bleibt, ist noch völlig unklar. „Man sollte sich darauf einrichten, dass es eine Weile geht“, so erklärt Verkehrsminister Winfried Hermann am Montag in Stuttgart.

Maskenpflicht in Mannheim: Polizei zufrieden – Bußgelder ab 4. Mai

Sowohl die Polizeigewerkschaft von Baden-Württemberg als auch der Fahrgastverband zeigen sich am Montag zufrieden über die Einhaltung der Maskenpflicht im Land. Die Bürger hielten sich größtenteils an die Regelung im Kampf gegen das Coronavirus, sagt der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Ralf Kusterer. 

Auch nach Eindruck des Fahrgastverbands halten sich die Bahnfahrer am Montag an die neue Maskenpflicht. Auch die rnv, die am Montag an stark frequentierten Haltestellen vor Ort ist und auch Masken verteilt, zieht ein positives Fazit: „Die große Mehrheit der Fahrgäste hat sich sehr gut vorbereitet und setzt die Maskenpflicht in den Fahrzeugen wie vorgesehen um“, heißt es in einer Mitteilung vom Montag. Bisher finden noch keine extra Kontrollen an Bussen oder Geschäften statt. Erst ab dem 4. Mai müssen die Menschen in Baden-Württemberg, die keine Maske tragen, mit einem Bußgeld von bis zu 30 Euro rechnen. Auch in Rheinland-Pfalz gilt die Maskenpflicht. Doch wie gehen die Ludwigshafener damit um

Am 1. Mai Wochenende waren in Heidelberg, Mannheim und im gesamten Rhein-Neckar-Kreis „Corona-Streifen“ unterwegs, um die Corona-Verordnung durchzusetzen. Insgesamt beklagt die Polizei sehr wenig Verstöße, allerdings gab es auch einige schwarze Schafe. Der Luisenpark und der Herzogenriedpark machen in Mannheim wieder auf. Doch auch dort werden die Corona-Regeln genaustens kontrolliert.

kab/oal

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Omar Ali

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