Grundschulen und Kitas weiter zu

Schrittweise Öffnung der Schulen ab 4. Mai – was bedeutet das für Eltern?

Schulen werden zwar ab 4. Mai wieder geöffnet, die meisten Kinder bleiben aber zunächst weiter zuhause. Jetzt fragen sich viele Eltern, wie es für sie weiter gehen soll:

  • Wegen des grassierenden Coronavirus sind Schulen und Kitas seit Mitte März geschlossen.
  • Jetzt wurde eine schrittweise Öffnung der Schulen zunächst für Abschlussklassen beschlossen.
  • Wie gehen Eltern mit der ungewissen Betreuungssituation um?

Es ist eine Entscheidung, die zwar erwartbar war, viele Eltern aber dennoch vor schier unlösbare Herausforderungen stellen dürfte: Am Mittwoch (15. April) haben Bund und Länder beschlossen, die strengen Corona-Maßnahmen ein wenig zu lockern. Darunter fällt auch die schrittweise Öffnung der Schulen. Ab 4. Mai sollen Abschlussklassen, Klassen, die im nächsten Jahr Prüfungen haben und die obersten Grundschulklassen wieder an den Schulen unterrichtet werden. Dafür sollen die Träger Hygienepläne erstellen. 

Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Allein in Baden-Württemberg werden die meisten der über 1,1 Millionen Schüler weiterhin nicht zur Schule gehen können. Zwar soll die Kultusministerkonferenz bis zum 29. April ein Papier vorlegen, wie der Unterricht für alle Schüler wieder aufgenommen werden kann, aber wie - und bis wann - das unter den gegeben Abstands-und Hygienevorschriften bewerkstelligt werden soll, ist noch unklar. Immerhin zählen laut Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) rund ein Viertel der Lehrkräfte zur Corona-Risikogruppe und können vorerst nicht eingeplant werden. 

Coronavirus: Eltern stehen vor massivem Betreuungs-Problem

Durch weiterhin geschlossene Schulen und Kitas werden Eltern in den kommenden Wochen vor große Betreuungs-Probleme gestellt. Schließlich hatten viele für den ursprünglich kommunizierten Zeitraum „bis nach den OsterferienUrlaub genommen. 

Jetzt stellen sich einige Eltern die Frage: Wie geht es nun weiter? Arbeiten gehen ist für die meisten Eltern mit Kita- oder Grundschulkindern unmöglich - sie können ihren Kleinen, die Rundum-Betreuung benötigen, ja nicht den Schlüssel in die Hand drücken und sich selbst überlassen. Wenn sie keine Regelung mit dem Arbeitgeber finden, müssen manche jetzt ihren Resturlaub aufbrauchen oder schlimmstenfalls auf unbezahlten Urlaub zurück greifen. 

Über eine Million Kinder in Baden-Württemberg können auch nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen noch nicht in die Schule gehen.

Oftmals ist selbst eine 50-prozentige Kurzarbeit keine Option. Und für Alleinerziehende bedeuten weiterhin geschlossene Kitas und Schulen, dass sie ohne staatliche Unterstützung nicht mehr über die Runden kommen. In manchen Elterngruppen werden private Betreuungskonzepte diskutiert, in denen man reihum mehrere Kinder betreut. Das wäre aber unter den aktuellen Corona-Verordnungen eine Straftat, die erhebliche Bußgelder nach sich ziehen könnte. 

Coronavirus: Eltern gefragt - wie gehst Du jetzt mit der Situation um?

Hast Du selbst Kita- oder Schulkinder und weißt nicht, wie es ab Montag weiter gehen soll? Schick uns Deine Geschichte! Erzähl uns, welche Probleme die Betreuungssituation für Dich mit sich bringen. Welche Optionen hast Du? Kommt Dein Arbeitgeber Dir entgegen? Hast Du auch schon über private Betreuungsgruppen nachgedacht? Welche Lösungsmöglichkeiten sind für Dich vorstellbar?

Fülle einfach unser Formular aus: 

Keine Einreichung mehr möglich.

Ab dem 4. Mai geht in Baden-Württemberg die Schule wieder los. Allerdings verläuft der Rest des Schuljahres unter strengen Regeln und Hygienemaßnahmen ab. Alles was Du darüber wissen musst

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare