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CureVac-Impfstoff: Das sind die häufigsten Nebenwirkungen

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Von: Sina Koch

Tübingen - Das zweite deutsche Corona-Vakzin steht in den Startlöchern. Das Präparat von CureVac macht Hoffnung auf einen schnellen Impffortschritt. So funktioniert es:

Um das Coronavirus nachhaltig zu bekämpfen, heißt es nun impfen, impfen, impfen. Hoffnung macht die Aussicht auf ein weiteres Vakzin aus Deutschland. Die Bundesregierung hat bereits 24,5 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von CureVac bestellt. Der Pharmakonzern hofft auf ein „Go“ der europäischen Arzneimittelbehörte bis Ende Juni. Das sind die Nebenwirkungen des neuen Impfstoff-Kandidaten:

Name:CureVac
Gründung:2000
Sitz:Tübingen
Leitung:Franz-Werner Haas

CureVac-Impfstoff: Funktioniert ähnlich wie das Vakzin von BioNTech

Der CureVac-Impfstoff basiert, wie auch die Vakzine von Moderna und BioNTech, auf der mRNA-Technologie. Die mRNA, auch „messenger RNA“, transportiert die Gebrauchsanweisung, die zum Aufbau der Spike-Proteine im Körper benötigt wird. Diese Virus-Proteine spielen für die Verbreitung des Coronavirus im Körper eine entscheidende Rolle.

Nach der Impfung und dem Nachbau dieses Spike-Proteins durch den Körper, nimmt dieser das Protein als „fremd“ wahr und aktiviert die Immunzellen, um Antikörper sowie T-Zellen zu produzieren. Das Vakzin ahmt somit die Virusinfektion in einer ungefährlichen Weise nach und aktiviert so das körpereigene Immunsystem. Die mRNA wird schon nach wenigen Tagen abgebaut. Sie beeinflusst das menschliche Erbgut nicht.

CureVac-Impfstoff Zulassung: Studien in der heißen Phase

„Wir sind überzeugt, dass unsere mRNA-Technologie zur Bekämpfung des weltweiten Gesundheitsnotstands, den Covid-19 verursacht, beitragen kann“, so Dr. Lidia Oostvogels von CureVac. Bereits seit Februar diesen Jahres läuft die „Rolling Review“ der Europäischen Arzneimittelagentur. Sie prüft die bereits vorhandenen Daten über das Vakzin vor dem offiziellen Zulassungsantrag, um den Ablauf zu beschleunigen. Die ersten klinischen Studien von CureVac laufen bereits seit Juni 2020. Im Dezember haben zudem erste Phasen-Studien begonnen, die für die Zulassung von besonderer Relevanz sind. Zudem muss das Tübinger Unternehmen auf die Lieferung der notwendigen Rohstoffe warten, ehe es die Massenproduktion starten kann.

Ein Wissenschaftler befüllt mehrere Spritzen.
CureVac hofft auf eine baldige Zulassung (Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Die Zwischenanalyse soll voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2021 vorgenommen werden, somit könnte die Zulassung Ende Juni erfolgen. Sobald das „Go“ der Europäischen Arzneimittelagentur vorliegt, soll der Vertrieb des Impfstoffs beginnen. „Die Zusammenarbeit mit der EMA in dem Zulassungsverfahren ist ein entscheidender Schritt, um den zahlreichen Menschen, die vor dieser tödlichen Krankheit geschützt werden müssen, den potenziellen Zugang zu unserem Impfstoff zu ermöglichen“, so Dr. Lidia Oostvogels weiter.

Aufgrund der bisherigen Nebenwirkungen von AstraZeneca hat das Gesundheitsministerium eine Notfallzulassung des Impfstoffs abgelehnt. Um das Hin und Her wie bei AstraZeneca zu vermeiden, soll es eine transparente Prüfung aller möglichen Eventualitäten vor dem Impfstart geben.

CureVac-Impfstoff Nebenwirkungen: So könnte der Körper auf das Vakzin reagieren

Erste klinische Studien zeigen eine gute Verträglichkeit des Vakzins von CureVac. Wie bei jedem Impfstoff könnten aber Impfreaktionen auftreten. Möglichen Nebenwirkungen sind:

Ähnlich wie bei anderen Corona-Impfstoffen können mögliche seltene Nebenwirkungen erst nach der Verimpfung größerer Mengen erkannt werden. Grundsätzlich gilt das Vakzin allerdings als sehr zuverlässig und soll auch gegen die bekannten Corona-Mutationen eine hohe Wirksamkeit aufweisen. Der Tübinger Pharmakonzern arbeitet zudem mit Hochdruck an einer zweiten Generation des Impfstoffes. Er soll auch gegen die Mutationen wirken. (sik)

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