Zweite Generation

CureVac-Impfstoff: Studie zeigt - hohe Wirksamkeit schon nach erster Impfung

Tübingen - CureVac testet einen neuen Impfstoffkandidaten. Die Forscher sind optimistisch, dass das neue Corona-Vakzin besser, länger und gegen Mutationen schützt.

Ende Mai soll die erste Generation des Tübinger Impfstoffs CureVac zugelassen werden. Der Pharmaforscher Curevac und der Partner GlaxoSmithKline (GSK) veröffentlichen erste klinische Daten zu einem Covid-19-Impfstoffkandidaten der zweiten Generation (CV2CoV). Sie versprechen einen weiteren Fortschritt bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus. Das erste Vakzin soll gegen die Corona-Varianten helfen, während der zweite die Immunisierung noch einmal beschleunigt:

Name:CureVac
Gründung:2000
Sitz:Tübingen
Leitung:Franz-Werner Haas

CureVac-Impfstoff der zweiten Generation: Starke Antigenproduktion und Immunantworten

Die Studie des Covid-19-Impfstoffkandidaten der zweiten Generation hat neue Erkenntnisse hervorgebracht. Mit CV2CoV geimpfte Tiere haben eine starke Antigenproduktion sowie starke Immunantworten gezeigt - und das bereits nach der ersten Impfung. Auch zeigt das Mittel in den ersten Versuchen eine gute Wirksamkeit gegen verschiedene Mutationen aus Dänemark, Großbritannien und Südafrika.

CureVac-Impfstoff: So unterschiedlich sind die Vakzin-Generationen

Die beiden Impfstoffkandidaten basieren auf unterschiedliche mRNA-Rückgraten. Die zweite Generation des CureVac Vakzins unterscheidet sich dabei deutlich von der ersten Generation. „Angetrieben durch das Auftreten von Virusvarianten, die das Potenzial haben, die Wirksamkeit der derzeit zugelassenen mRNA-Covid-19-Impfstoffe der ersten Generation zu beeinträchtigen, entwickeln Curevac und GSK gemeinsam Impfstoffkandidaten der zweiten Generation, um aufkommenden Virusvarianten zu begegnen. Diese Impfstoffkandidaten der zweiten Generation sollen verbesserte Immunantworten erzeugen und zielen auf neue Varianten ab“, erklärt Igor Splawski, Chief Scientific Officer bei Curevac.

Roger Connor, Vorsitzender von GSK Vaccines, ergänzt: „Wir sind zufrieden mit diesen präklinischen Ergebnissen, da sie das Potenzial der mRNA-Technologie der nächsten Generation zeigen, die wir gemeinsam mit Curevac entwickeln.“ Bereits im dritten Quartal 2021 sollen die ersten klinischen Studien starten.

CureVac-Impfstoff der ersten Generation: Europäische Arzneimittel-Agentur entscheidet über Zulassung

Das Tübinger Unternehmen hat bereits einen Covid-Impfstoff vorgelegt, über dessen Zulassung aktuell entschieden wird. CureVac hat im Januar 2020 mit der Entwicklung von mRNA-basierten Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 begonnen. Die klinischen Studien haben im Juni - Beziehungsweise September - 2020 begonnen. Bereits im November 2020 zeigen die  Interimsdaten der publizierten Studie, dass CVnCoV in allen getesteten Dosisstärken allgemein gut verträglich sei. Zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung hat das Vakzin starke Antikörperreaktionen ausgelöst.

CureVac hat im Dezember 2020 mit der zulassungsrelevanten Studie begonnen. Bereits zwei Monate später, im Februar 2021, hat CureVac das Zulassungsverfahren für CVnCoV bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) initiiert. Die Europäische Union hat sich von dem Impfstoff schon vorab bis zu 405 Millionen Dosen gesichert. CureVac wollte demnächst mit der Massenproduktion seines Corona-Impfstoffes beginnen, doch aus diesem Grund könnte es sich verzögern. (sik)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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