Laut psychiatrischem Gutachten

Babyknochen in Viernheim: Mutter nicht schuldfähig!

+
Ein Pilzsammler findet im September 2017 Babyknochen. Die mutmaßliche Täterin soll aber schuldunfähig sein. (Archivfoto)

Darmstadt/Viernheim - Vor einem Jahr werden Babyknochen in einem Waldstück gefunden. Die Mutter wird festgenommen, ist seitdem in einer Psychiatrie – dort könnte sie längere Zeit bleiben:

Die Tat schockte die gesamte Region...

Im September 2017 findet ein Pilzsammler Knochen in einem Waldstück bei Viernheim. Es handelt sich dabei um die Überreste eines Babys, dass gerade einmal drei Wochen alt wurde. Die Todesursache ist bisher noch unklar. Nach monatelanger Suche wird die 31-jährige Mutter gefunden und festgenommen – sie soll den kleinen Michael getötet haben!

Am Freitag (26. Oktober) äußert sich Oberstaatsanwalt Robert Hartmann aus Darmstadt zu dem Fall. Die Staatsanwaltschaft halte die Frau, die mittlerweile in eine Psychiatrie gebracht wurde, für die Täterin. Eine seelische Erkrankung schließe allerdings ihre Schuldfähigkeit aus!

Daher habe man einen Antrag gestellt, um sie dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Grund für diese Annahme ist ein Gutachten. Nun muss das Landgericht Darmstadt über die Unterbringung entscheiden. 

Menschliche Überreste? Pilzsammler findet Knochen! 

Hintergrund

Das Skelett wurde in einer Wickeltasche gefunden und sei bereits in Kontakt mit Drogen gekommen. Die Sonderkommission „Kitz“ sucht nach der Mutter und startet mehrfach Zeugenaufrufe. Eine Erwähnung in der Serie „Aktenzeichen XY...ungelöst“ am 31. Januar bringt den Durchbruch! Durch neue Hinweise wird die Mutter gefunden.

Die Mannheimerin ist bereits vorbestraft und sitzt in einem Gefängnis in Baden-Württemberg. Zuvor soll sie ein Kind geboren haben, von dem jede Spur fehlt.

dpa/dh

Quelle: Mannheim24

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare