Ermittlungen laufen 

Wegen Gestank in Dielheim: Feuerwehrleute landen im Krankenhaus! 

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Die Ursache kommt aus der Kanalisation. (Symbolfoto)

Dielheim/Wiesloch - Wegen eines strengen Geruchs in Teilen von Dielheim rufen Anwohner die Polizei. Die Befürchtung – ein Gasleck. Was der Auslöser ist und wie die Feuerwehr vorgeht:

Besorgte Anwohner rufen am Montagabend (29. Januar) gegen 20:30 Uhr die Polizei. Grund dafür ist ein strenger Geruch, der in Teilen der Gemeinde zu riechen ist. Erst besteht der Verdacht, dass es sich um ein Gasleck handeln könnte.

Nach ersten Messungen der Feuerwehr  Dielheim und Wiesloch und dem Energieversorger kann aber schnell Entwarnung gegeben werden – es ist kein Gas ausgetreten! 

Ursache gefunden

Die Einsatzkräfte stellen fest, dass der Geruch aus der Kanalisation kommt und sich dort auch bis nach Wiesloch verbreitet. Er wird bis zu einem Entsorgungsbetrieb zurückverfolgt.

Die Polizei vermutet, dass Abfälle nach ihrer betrieblichen Aufarbeitung in die Kanalisation geleitet wurden. Von dort fließen sie bis insKlärwerk Wiesloch.

Weshalb es aber zu einer chemischen Reaktion gekommen ist und welche Verbindung zur Gewässerverschmutzung im Kanalsystem führen, wird noch ermittelt.

Feuerwehrleute klagen über Schwindel und Übelkeit 

Noch in der Nacht zum Dienstag führt die Task Force der Mannheimer Berufsfeuerwehr erste Untersuchungen durch. Sie nimmt an, dass es zu einer erhöhten Konzentrationen von Kohlenwasserstoffen gekommen ist. Entnommene Wasserproben werden noch untersucht.

Die Feuerwehrleute reinigen daraufhin die Kanalisation – doch das geht nicht spurlos an ihnen vorbei: Zehn von ihnen müssen mit Schwindelgefühlen und Übelkeit in eine Klinik eingeliefert werden. Alle Betroffenen können am Dienstag wieder entlassen werden.

Die Abteilung Gewerbe- und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim hat die Ermittlung wegen des Verdachts einer Umweltstrafe und Körperverletzung in mehreren Fällen gegen den Betriebsleiter der Entsorgungsfirma aufgenommen. 

pol/dh

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