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Drogen-Fund bei Mainzer Familie – Ehepaar will von nichts gewusst haben...

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Von: Sylvia Niestroj-Haß

Insgesamt über 62,2 g Amphetamin, 4,6 g Marihuana und 2 XTC-Tabletten wurden sichergestellt
Polizei findet Drogen bei Mutter © POL-PPMZ

Mainz: Polizei findet im Besitz von 37-jähriger Mutter Drogen. Hausdurchsuchung ergibt großen Drogenfund – von welchem das Ehepaar nichts gewusst haben will...

Mainz – Am vergangenen Mittwochnachmittag, dem 07. April, findet die Polizei am Mainzer Hauptbahnhof im Besitz einer jungen Frau ganze 42,2 Gramm Amphetamin sowie ein kleines Einhandmesser. Die Polizisten sind sofort stutzig und lassen die 37-jährige Mutter gemeinsam mit ihrem dreijährigen Sohn zur Vernehmung auf das Polizeirevier mitnehmen.

Drogenfund in Mainz – sie äußert sich nicht zum Vorwurf des Drogenbesitzes

Auf dem Polizeirevier wird die 37-jährige aus Hochheim stammende Mutter von den Polizisten vernommen und es werden ihre persönlichen Daten aufgenommen. Die Frau möchte jedoch keine Stellung zu den in ihrem Besitz gefundenen 42,2 Gramm Amphetamin abgeben. Sie äußert sich nicht zu dem Vorwurf des Besitzes von Betäubungsmitteln, stimmt aber einer Wohnungsdurchsuchung zu.

Drogenfund in Mainz – Polizei findet bei Wohnungsdurchsuchung weitere Drogen

Mit Unterstützung der Polizei Westhessen erfolgte die Wohnungsdurchsuchung, in Zuge deren die Polizei in der gemeinsamen Wohnung der 37-jährigen Mutter und ihres Mannes weitere Drogen findet: Es werden insgesamt weitere 20 Gramm Amphetamin, 4,6 Gramm Marihuana und zwei beschädigte XTC-Tabletten aufgefunden.

Drogenfund in Mainz – Eheleute wollen nichts von den Drogen gewusst haben

Erste Erkenntnisse liefern keine konkreten Hinweise auf einen Drogenhandel der beiden Eheleute. Eine Befragung der Eheleute ergibt jedoch wenig Klarheit: Weder die 37-jährige Mutter noch ihr Ehemann wollen etwas von den Drogen in ihrer Wohnung gewusst haben! Sie bestreiten vehement, etwas mit den Drogen in ihrer Wohnung und im Besitz der Ehefrau zu tun zu haben.

Drogenfund in Mainz – womöglich lange Haftstrafe für Drogenbesitz

Insgesamt beschlagnahmt die Polizei im Besitz der 37-jährigen Hochheimerin und ihres Mannes 62,2 Gramm Amphetamin! Zum Vergleich: Als „nicht geringe Menge Amphetamin“ wird bereits eine Menge von 10g bezeichnet. Schon bei einem Besitz von 10g Amphetamin drohen 2 Jahre Gefängnisstrafe. Dazu kommen die 4,6g beschlagnahmtes Marihuana und die zwei XTC-Tabletten. Die Angelegenheit wird die Polizei also wohl noch eine Weile beschäftigen. Je nachdem, ob sich letztlich doch Verflechtungen in den Drogenhandel zeigen, kann die Strafe sehr hoch ausfallen.

Drogenfund in Mainz – Wie wirken Amphetamine?

Das Amphetamin, welches auch als „Speed“ oder „Pep“ bezeichnet wird, unterliegt als verkehrsgefährdendes und verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel der Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes. Amphetamin und seine Derivate sind vollkommen synthetische Produkte. Seinem Aufbau nach ähnelt das Amphetamin dem Adrenalin, das als Trägerstoff des sympathischen Nervensystems für eine Vielzahl vegetativer Funktionen verantwortlich ist. Es kann entweder als Tablette geschluckt oder aber auch im Wasser aufgelöst und in eine Vene injiziert werden. Meistens wird es jedoch als Pulver angeboten.

Dabei wird das Amphetamin durch ein gerolltes Papierstück, welches auch ein Geldschein sein kann, geschnupft. Des Weiteren ist ein Konsum aus einer Kombination mit Kokain oder auch anderen Arzneimitteln möglich. Amphetamine zählen zu Betäubungsmitteln mit höherer Gefährlichkeit. Eine orale Einnahme von etwa 5 bis 30 mg kann zu einem verstärkten Antrieb, Konzentrationsvermögen und Selbstvertrauen, aber auch zu Euphorie (zum sog. „Run“) und Selbstüberschätzung führen. Des Weiteren kann ein Rausch sich in vermindertem Schlafbedürfnis und erhöhter Wachsamkeit äußern. Nach einer wiederholten Einnahme von eher größeren Dosen kann es zur Müdigkeit und psychischen Depressionen, auch als „Crash“ bezeichnet, kommen. Bei einer Überdosis kann es unter Umständen zu Erregung, Schwindel, Angst, Aggressivität, Zwangslachen, Schlaflosigkeit, Durchfall, Unruhe, Kopfschmerzen und sogar zu Koma und zum Tode führen.

(snh.)

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