Bombenbau-Anleitung

Verbindung zum Weihnachtsmarkt-Anschlag in LU: IS-Terrorverdächtige angeklagt

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Ludwigshafener Weihnachtsmarkt

Ludwigshafen/Düsseldorf - Gegen zwei mutmaßliche IS-Terrorhelfer ist der Prozess eröffnet worden. Dabei gibt es auch eine Querverbindung zum Anschlag auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt:

Seit Donnerstag (22. Februar) findet im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts der Prozess gegen zwei junge Menschen statt. Sie sollen mutmaßliche Helfer der Terrormiliz islamischer Staat sein. 

Die Anklage

Ein 22-Jähriger aus Neuss soll einen in Österreich in Haft sitzenden 18-jährigen mutmaßlichen IS-Terroristen bei dessen Planung eines Terroranschlags auf die US-Militärbasis in Ramstein unterstützt haben. Beide sollen als Test einen Sprengsatz in einem Park in Neuss gezündet haben. Die zweite Angeklagte, eine 17-Jährige, soll mit dem Österreicher verheiratet gewesen sein. Mit dem Verkauf ihres Handys soll sie Geld beschafft haben, um Bauteile für den geplanten Sprengsatz zu kaufen. 

Verbindung nach Ludwigshafen

Der 18-Jährige aus Österreich wird laut Wiener Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zum Mord und zu einer terroristischen Straftat angeklagt. Er soll einem damals 12-Jährigen eine Anleitung zum Bau einer Bombe geschickt haben, die der Teenager auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt zünden sollte. Weil es dem Jungen nicht gelungen war, den selbst gebastelten Sprengsatz zu zünden, ist sein Bombenanschlag gescheitert

Insgesamt sind gegen das Pärchen in Düsseldorf 22 weitere Verhandlungstage geplant. Das Gericht folgt dabei zum Prozessauftakt dem Antrag, die Öffentlichkeit wegen des jungen Alters der Angeklagten von der Verhandlung und der Urteilsverkündung auszuschließen.

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dpa/jol

Quelle: Ludwigshafen24

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