Mehrere Corona-Partys aufgelöst

Eberbach: Nachbar verpfeift Vater mit Kindern vorm Haus – Strafanzeige wegen Quarantäne-Verstoß

Zwei Polizeibeamte laufen in der Dunkelheit.
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Die Polizei in der Metropolregion Rhein-Neckar musste am Wochenende mehrfach wegen Corona-Delikten ausrücken. (Symbolfoto)

Mannheim - Gleich mit mehreren Verstößen gegen die Corona- und Quarantäneverordnung hatte es die Polizei am Wochenende in Mannheim, Heidelberg und Eberbach zu tun. Eine Bilanz:

Ein aufmerksamer Anwohner in Eberbach hat am Samstag (17. April) gegen 17 Uhr der Polizei gemeldet, dass sich sein 42-jähriger Nachbar mit seinen zwei Kindern vor dem Haus aufhält, obwohl ihm dies durch die Quarantäne-Anordnung des zuständigen Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises untersagt sei. Vor Ort haben Beamte des Polizeireviers Eberbach den Mann mit seinen beiden Kids angetroffen – und haben ihm gemäß der Quarantäneverfügung den Aufenthalt im öffentlichen Raum untersagt. Die Polizisten haben dem Familienvater angewiesen, zurück in seine Wohnung zu gehen. Jetzt erwartet eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Mannheim: Polizei sprengt verbotene Corona-Party in der Neckarstadt

Weil Nachbarn am Samstagabend ruhestörenden Lärm aus einer Wohnung in der Pflügersgrundstraße gemeldet haben, mussten Beamte des Polizeireviers Mannheim-Neckarstadt ausrücken. Und siehe da: In besagter Wohnung wurde eine illegale Corona-Party mit 15 Personen gefeiert! Nachdem zunächst mehrere Personen versuchten, sich vor den Beamten in und außerhalb der Wohnung zu verstecken, konnte letztlich die Identität aller Anwesenden zweifelsfrei festgestellt werden. Im Anschluss sind die Partygäste der Wohnung verwiesen und entsprechende Platzverweise verhängt worden. Die jungen Erwachsenen, hierunter auch die drei Veranstalter der Party, gelangen nun alle wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung zur Anzeige.

Illegale Corona-Partys – Polizei in der Region im Dauereinsatz

Doch allein am späten Freitagabend (16. April) musste die Polizei insgesamt vier illegale Corona-Partys in Heidelberg, Mannheim und Weinheim auflösen. So ist gegen 23:40 Uhr im Oberen Gaisbergweg und gegen 0:40 Uhr in der Kirchstraße jeweils derart laut gefeiert worden, dass sich mehrere Anwohner darüber beschwert haben. Im ersten Fall wurden sieben Personen aus sechs Haushalten im Alter von 18-22 Jahren angetroffen, im zweiten Fall fünf Personen aus vier Haushalten im Alter von 15-48 Jahren.

Gleich mehrere verbotene Corona-Partys musste die Polizei am Wochenende in der Region beenden. (Symbolfoto)

Bereits Stunden zuvor, am Freitagnachmittag kurz nach 16 Uhr, wurde eine Feier in der Böckstraße im Mannheimer Jungbusch beendet, an der insgesamt 26 Personen - elf Erwachsene und 15 Kinder - teilgenommen haben. Auch hier dürfen alle Personen in den nächsten Tagen mit unangenehmer Post in Form einer Anzeige rechnen.

Weinheim: Jugendliche flüchten bei Wald-Party vor Polizei – und machen dummen Fehler

Sich scheinbar im Wald sicher hat sich eine größere Gruppe Jugendlicher gefühlt, die am späten Freitagabend in einer Wanderhütte im Waldgebiet von Weinheim in der Nähe des Weihertalbrunnens einen drauf gemacht hat. Die Teenager haben allerdings so laut Musik gehört, dass diese bis hinunter in die Müllheimer Talstraße schallte. Beim Anblick der über die Waldwege anfahrenden beiden Streifenwagen ist ein Großteil der Jugendlichen in den Wald geflüchtet. Dumm gelaufen: Um ihre Sachen zu holen, sind einige von ihnen später zur Hütte zurückgekehrt. Dort sind die sechs 15- und 16-Jährigen von der Polizei empfangen worden, um ihre Personalien für die jetzt fälligen Anzeigen aufzugeben. Zudem sind mehrere Rucksäcke und persönliche Gegenstände sichergestellt worden, die nun von den noch nicht bekannten Partygängern im Polizeirevier Weinheim abgeholt werden können.

Heidelberg: Polizei stoppt Auto in Eppelheimer Straße – dann hagelt es Anzeigen

Gleich im doppelten Sinne auffällig ist ein 34-jähriger Mann geworden, der am Samstag in der Eppelheimer Straße in Heidelberg gegen 18:40 Uhr mit seinem Auto einer Verkehrskontrolle unterzogen worden ist. Beamte des Polizeireviers Heidelberg-Mitte stellten bei ihm betäubungsmitteltypische Auffälligkeiten fest. Und prompt hat ein freiwillig durchgeführter Drogenvortest zu einem positiven Ergebnis geführt.

Ein durchgeführter Drogentest fiel positiv aus. (Symbolfoto)

Nach der Entnahme einer Blutprobe sieht er nun einer Anzeige wegen des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel entgegen und musste sein Fahrzeug zunächst für 24 Stunden abstellen. Doch damit nicht genug: Zusätzlich erwarten ihn und seine zwei Mitfahrer Anzeigen, da das Trio durch die gemeinsame Fahrt von drei Personen aus verschiedenen Haushalten in einem PKW in dieser Form gegen die Corona-Verordnung verstoßen hat. (pol/pek)

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