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Ekel-Lieferungen im Rhein-Neckar Raum – Tier- und Lebensmitteltransporte kontrolliert

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Von: Teresa Knoll

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Rhein-Neckar-Region - Kontrolleure decken bei Lebensmittel- und Tiertransporten einige Verstöße auf. Was sie entdecken, ist teilweise einfach nur eklig:

Am Mittwoch (17. Mai) zwischen 7 und 13 Uhr führen Kontrolleure der Verkehrspolizei Mannheim zusammen mit dem Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mobile Kontrollen von Tier- und Lebensmitteltransporten im Rhein-Neckar-Raum durch. Dabei werden überladene Wägen entdeckt, die zur Gefahr für die transportierten Tiere werden können. Eklig sind die Lebensmittel, die teilweise nicht richtig gekühlt werden.

MetropolregionRhein-Neckar
Einwohnerzahl2.419.792 (Stand: 31. Dez. 2021)
Fläche5.637,78 km2 (Stand: 2017)
Regionsgliederung8 Stadtkreise bzw. kreisfreie Städte, 7 Landkreise

Tier- und Lebensmitteltransporte im Rhein-Neckar-Raum – 21 beanstandet

Bei den Kontrollen werden private sowie gewerbliche Tiertransporte ganzheitlich im Binnen- wie grenzüberschreitenden Verkehr kontrolliert. Neben der Dokumentenkontrolle wurden ebenso die Transportmittel, Kennzeichnungspflichten dergleichen und die Tiere selbst überprüft. Beteiligt sind neben den Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim Tierärzte, Veterinärhygienekontrolleure, Lebensmittelkontrolleure Dezernenten und Referatsleitungen des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreises.

Insgesamt werden 40 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei werden 21 Fahrzeuge aus verschiedenen Gründen beanstandet, zum Beispiel wegen Verstoß gegen das Lebensmittel- und Hygienerecht. Drei Lkw-Fahrern muss gar die Weiterfahrt bis zur Beseitigung der festgestellten Verstöße untersagt werden.

Ungekühlte Lebensmittel – Ekel-Döner und -Tintenfisch

Bei einem Transporter aus Frankreich ist zunächst das zulässige Gesamtgewicht um 38 Prozent überschritten. Als die Kontrolleure die tiefgekühlten Dönerspieße genauer unter die Lupe nehmen, wird festgestellt, dass die vorgeschriebene Kerntemperatur deutlich von den Vorgaben abwich. Zudem besteht bei dem französischen Fahrzeug kein Versicherungsschutz. Der Fahrer darf nciht weitergahren, die Ladung im Gesamtwert von mehreren tausend Euro wird vernichtet, da sie nicht mehr gegessen werden kann.

Bei einem weiteren Lebensmittelfahrzeug werden Tiefkühlprodukte mit Tintenfisch ungekühlt befördert. Diese sind ebenfalls nicht mehr für den Verzehr geeignet und werden der Vernichtung zugeführt.

Kontrollen im Rhein-Neckar-Raum – Verstöße auch bei Tiertransporten

Auch bei den Tiertransporten halten sich nicht alle an die Richtlinien: Ein Pferdetransport, bestehend aus einem Lkw mit Anhänger, ist mit den beförderten sechs Pferden um 42 Prozent überladen. Auch hier wird die Weiterfahrt untersagt. Drei Pferde werden in ein geeignetes Ersatzfahrzeug umgeladen. Erst danach darf der Fahrzeugführer seine Fahrt fortsetzen.

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Erst kurze Zeit vorher wurden im Rhein-Neckar-Kreis bei Bäckereien, Metzgereien und Co. Lebensmittelkontrollen durchgeführt. Das hatte 22 Schließungen zur Folge – denn was die Kontrolleure fanden, war teilweise einfach nur eklig. (pol/ resa)

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