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Europa-Park Rust: Achterbahn geplant – Daran könnte der Mega-Bau scheitern

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Von: Daniel Hagen

Silver Star im Europapark
Der Europa-Park Rust plant eine neue Achterbahn. (Symbolfoto) © Silas Stein/dpa

Rust - Im Europa-Park könnte eine neue Achterbahn entstehen, die neue Maßstäbe setzt. Doch Mitglieder des Gemeinderats befürchten ein großes Problem – und wollen Bürger beteiligen.

Höher, schneller, weiter – das ist es, was Adrenalinjunkies von einer Achterbahn erwarten. Im Europa-Park in Rust könnte es bald einen neuen Besuchermagneten geben, der seine Fahrgäste ordentlich durchschüttelt. Das Unternehmen hat mittlerweile einen Hinweis darauf gegeben, worauf sich die Fans freuen dürfen. Ein Problem gibt es allerdings. Denn ein paar Mitglieder des Gemeinderats befürchten erhöhten Lärm durch die neue Achterbahn. Nun soll eine Bürgerbeteiligung die Antwort bringen.

NameEuropa-Park
OrtRust, Baden-Württemberg
Besucher5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Europa-Park Rust: Neue Achterbahn soll ein „Big Dipper“ werden

„Die Planung für die Achterbahn steht, und die Anträge könnten bei den Behörden eingereicht werden“, erklärt Roland Mack, Chef und Gesellschafter des Europa-Parks, bereits im Mai dem Handelsblatt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Park schon mehrere Monate lang aufgrund der Corona-Maßnahmen geschlossen und das Unternehmen kämpft mit den roten Zahlen. Erst seit dem 21. Mai ist der Vergnügungspark wieder geöffnet*.

Wie nun durchgesickert ist, soll es sich bei der neuen Achterbahn im Europa-Park um eine weiterentwickelte Version des „Big Dipper“ handeln. Durch Magnetbeschleunigung sollen die Züge bis zu 80 Stundenkilometer erreichen können – zwar nicht ganz so schnell wie die Silver Star, die bis zu 130 Sachen erreicht, aber trotzdem beachtlich. Charakteristisch für einen „Big Dipper“ ist zudem, dass vier Sitze nebeneinander hängen, wobei die beiden äußeren Plätze über die Bahn hinausragen. Es befindet sich also nichts über oder unter den Fahrgästen.

Europa-Park Rust: ABfR fordert Bürgerbeteiligung

Einen Platz für die neue Achterbahn gäbe es auch schon. Das Monstrum soll nördlich des Kreisverkehrs der Europa-Park-Straße in das Gelände hinein gebaut werden – und zwar vom Dorf abgewandt. Ab wann die Attraktion genutzt werden kann, steht allerdings noch in den Sternen. Roland Mack hat vor kurzem noch das Jahr 2023 in Aussicht gestellt. Dabei wird er aber nicht geahnt haben, dass sein Plan auf Widerstand stößt.

Mitglieder des Gemeinderats von Rust befürchten, dass die neue Achterbahn noch mehr Lärm für die Anwohner bedeuten könnte. Die ABfR (Aktive Bürger für Rust) fordert daher erstmal eine Bürgerbeteiligung. Bis der Bebauungsplan fertig ist, gebe es laut Planerin Lioba Fischer noch viel zu tun. Ob die Attraktion überhaupt jemals gebaut werden darf, müssen jetzt aber erstmal die Bürger vor Ort entscheiden. „Es klingt unspektakulär, wir müssen das Thema jedoch sauber prüfen“, sagt Bürgermeister Kai-Achim Klare gegenüber der Badischen Zeitung. (dh)

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