Feuerwehren im Dauereinsatz

Entwurzelte Bäume, abgedeckte Häuser: Unwetter wütet in der Region 

+
Ein abgeknickter Baum mit Brandspuren versperrte komplett die Straße 

Ein heftiges Unwetter wütete am Sonntagabend in der Region. Sturmböen rissen sogar weg, was "niet- und nagelfest" war. Unsere Facebook-Freunde schickten Fotos von Verwüstungen.

Der Anblick, der sich am Sonntagabend bot, war erschreckend und überwältigend zugleich. Menschen stürmten auf die Straßen, um zu prüfen, ob ihr Hab und Gut noch an Ort und Stelle ist. Autofahrer hatten mit der schlechten Sicht durch den Starkregen zu kämpfen oder steckten aufgrund von umgefallenen Bäumen auf den Straßen fest. Gegenstände flogen durch die Luft. Die Feuerwehren in Mannheim und Ludwigshafen hatten an diesem "Weltuntergangsabend" mit vielen Einsätzen eine Menge zu tun.

Die heftigen Folgen des Unwetters!

Herausgerissene Bäume, abgedeckte Häuser und kaputte Stromleitungen: Der Sturm am frühen Sonntagabend leistete "ganze" Arbeit.  

So war die Freiwilligen und Berufsfeuerwehren der Stadt Mannheim bis in die Nacht gegen 2 Uhr im Einsatz. 90 Einsatzkräfte beseitigten mit Unterstützung der Drehleiter der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen die Folgen des schlimmes Sturmes. Besonders heftig traf es den nördlichen Teil Mannheims mit den Stadtteilen Sandhofen, Schönau und Käfertal. Umgefallene Bäume behinderten den Verkehr auf der B44. In der Hafenstraße riss sogar die Oberleitung der Straßenbeleuchtung ab.

Bei der Ludwigshafener Feuerwehr gingen rund 108 Notrufe ein. 150 Einsätze musste die Feuerwehr bewältigen. Hier waren ebenfalls Sturmschäden durch entwurzelte Bäume, die auf Fahrbahnen, Garagen, Autos und Gehwege stürzten, das häufigste Problem. Trotz des Starkregens verzeichnete die Feuerwehr "nur" drei Wasserschäden in Kellern, die eher geringen Ausmaßes waren.

Stefan Kraft, Führungsdienstleiter der Feuerwehr Ludwigshafen, der auch selbst im Einsatz war, verdeutlicht: "Wir brauchten viele Kettensägen".

Auch wenn die Sonne am Montagmorgen über die Sturmschäden des Vortags erhaben hinwegstrahlt, laufen noch immer die Aufräumungsarbeiten der Feuerwehren. " Wir sind immer noch im Einsatz", betonte Kraft gegenüber MANNHEIM24/HEIDELBERG24. 

Auch für das Grünflächenamt beginnt die Arbeit nach dem Unwetter: "In den öffentlichen Parks wie dem Ebertpark in Ludwighafen muss jetzt erstmal geschaut werden, wie groß das Ausmaß der Sturmschäden ist", so Kraft. 

Aus diesem Grund bittet auch die Stadtverwaltung Ludwigshafen in einer Pressemitteilung die Bürger, die Grünflächen und Friedhöfe nicht zu betreten. Denn vor allem herabgefallene Äste und umgefallen Bäume machen die Wege in den Parks und auf Friedhöfen unpassierbar und gefährlich. Als Vorsichtsmaßnahme wurden schon am Sonntagabend die Friedhöfe gesperrt, sodass die Gärtner die Bereiche aufräumen können.

Glücklicherweise wurden in der Sturmnacht keine Personen verletzt. 

Übrigens: Um die Stadt Heidelberg machte das Unwetter sozusagen einen "Bogen". Außer einem umgefallenen Bauzaun an der neuen medizinischen Klinik gab es keine größeren Einsätze und Schäden. 

"Es zog links und rechts an Heidelberg vorbei. Vielleicht liegt es auch an der Stadt", witzelte Holger Schlechter, Leiter der Abteilung Einsatz.

Unsere Facebook-Freunde versorgten uns fleißig mit Bildern der Folgen. Habt ihr auch Bilder vom Unwetter? Schickt sie uns an redaktion24@headline24.de oder teilt sie mit uns auf unseren Facebook-Seiten.

Weiter Informationen zum Unwetter gibt es hier.

nis

Quelle: Mannheim24

Fotos: Fünf Autos in Unfall verwickelt

Fotos: Fünf Autos in Unfall verwickelt

Tödlicher Unfall bei Schwaigern

Tödlicher Unfall bei Schwaigern

Fotos: Unfall mit Imbiss-Mobil

Fotos: Unfall mit Imbiss-Mobil

Kommentare