Voller Schutz nur bei diesen Masken

FFP2-Maske: Voller Schutz nur mit DIESER Kennzeichnung – das musst Du jetzt wissen

FFP2-Masken sind auf dem Vormarsch – doch in einer bestimmten Ausführung ist nur begrenzter Schutz vor dem Coronavirus geboten. Alles, was Träger wissen müssen:

Leben in Zeiten von Corona – spätestens seit Ende April 2020 ist die Pandemie mit all ihren Konsequenzen zum festen Bestandteil eines jeden Deutschen und somit Teil eines bundesweit neuen Alltags geworden. Seit ebendann herrscht in Deutschland Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz ist zum treuen und potenziell lebensrettenden Begleiter im Kampf gegen das Coronavirus geworden, seitdem wir diesen in Supermärkten, beim Stadtbummel oder im öffentlichen Nah- und Fernverkehr tragen müssen. Die Maske hält im Idealfall Tröpfchen, die beim Reden, Niesen oder Husten verbreitet werden, zurück – die Tröpfcheninfektion über in der Luft schwebende Aerosole kann durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vermieden und die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie somit bekämpft werden.

KrankheitCoronavirus
ÜbertragungTröpfcheninfektion
VerlaufEtwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen milde bis mittelschwer

Es gibt unterschiedliche Arten von Masken, die sich zum Tragen anbieten – jedoch ist dabei auch von Modell zu Modell unterschiedlicher Schutz geboten. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren vor allem die sogenannte FFP2-Maske („Filtering Face Piece“; die Folgezahl gibt die Schutzstufe an) schnell ausverkauft, da diese in erster Linie für medizinische Zwecke vonnöten waren. Der Großteil der Bevölkerung legte sich in der Folge Einweg- oder Stoffmasken zu.

FFP2-Maske: Die verschiedenen Corona-Masken im Vergleich

Unzählige Privatpersonen machten sich selbst an die Produktion, im Internet wimmelte es geradezu vor Anleitungen und Tipps für selbstgemachte Mund-Nasen-Bedeckungen. Doch gerade spezielle Ausführungen von Stoffmasken waren jüngst in Kritik geraten, da diese laut Experten im Kampf gegen das Coronavirus nicht so wirkungsvoll sein sollen, wie zunächst angenommen.

Stoffmaskenbestehen meist aus handelsüblichen, unterschiedlich eng gewebten Baumwollstoffen und entsprechen in ihrer Funktionsweise am ehesten einem medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS). Sie sind jedoch in der Regel keine Medizinprodukte und unterliegen nicht entsprechenden Prüfungen oder Normen“, heißt es vonseiten des Robert-Koch-Instituts.

Zwar könne laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Gefährdung durch erregerhaltige Tröpfchen durch das richtige Tragen guter Alltagsmasken deutlich gemindert werden, doch - genau wie OP-Masken - schützen Stoffmasken in erster Linie lediglich die anderen, nicht aber den Träger selbst. „Der Eigenschutz durch MNB ist bisher wissenschaftlich nicht belegt“, heißt es vom RKI weiter.

FFP2-Maske: So schützen sie vor dem Coronavirus

Anders verhält es sich bei FFP2-Masken – zumindest bei all jenen, die ohne Ventil auskommen. Dann werden nämlich sowohl die Mitmenschen als auch der Träger selbst vor einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2-Erreger geschützt.

Da FFP2-Masken einen Schutz vor „gesundheitsschädlichen Stäuben und Aerosolen“ bietet, wie das Fraunhofer Institut schreibt, sind diese besonders für Personen geeignet, die viel mit Menschen arbeiten. Auch für Menschen, die aufgrund ihres Alters oder von Vorerkankungen zu Risikogruppen gehören, eigenen sich diese Masken optimal. Doch das RKI warnt: „Der Schutzeffekt einer FFP2-Maske ist nur dann umfassend gewährleistet, wenn sie durchgehend und dicht sitzt.“ Das richtige Aufsetzen ist aber auch für jede andere Maskenart enorm wichtig – hier erfährst Du, wie es funktioniert!

FFP2-Maske: Darum solltest Du eine Corona-Maske OHNE Ventil benutzen

FFP2-Masken MIT einem Ventil bieten lediglich einen Eigenschutz. Herumschwebende Aerosole werden zwar gefiltert und schützen somit vor einer Infektion mit dem Coronavirus, doch die ausgeatmete Luft wird bei dieser Modellart NICHT gefiltert.

Heißt: Ist der Träger einer FFP2-Maske mit Ventil unwissend mit dem Coronavirus infiziert, könnte er seine Kontakte in der Folge anstecken. Deshalb ist für Träger von FFP2-Masken mit Ventil umso wichtiger, die geltenden Hygienmaßnahmen wie Abstand und Lüftungsregeln einzuhalten.

FFP2-Maske: Das müssen Träger außerdem wissen – alle Infos im Überblick

Sowohl für den medizinischen als auch den privaten Gebrauch gibt es bestimmte Zulassungsvorgaben der EU für FFP2-Masken. Käufer sollten deshalb unbedingt darauf achten, dass ihre Maske ein CE-Zertifikat besitzt. Optimalerweise lässt man sich vor dem Kauf beraten. So ist man vor potenziell gefälschten FFP2-Masken gefeit.

FFP2-Masken sind auf dem Vormarsch, bieten sie doch weitaus mehr Schutz als gewöhnliche Stoff- oder OP-Masken.

Die Maske muss gut und fest auf dem Gesicht sitzen, Nase und Mund vollständig bedeckt sein. FFP2-Masken sind zudem in erster Linie weiß/hellgrau oder schwarz gefärbt.

FFP2-Masken sind in der Regel für den einmaligen Gebrauch gemacht. Das heißt, sie sollten nach der Verwendung entsorgt werden. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, denn es gibt auch wiederverwendbare Modelle. Diese werden jedoch von den Herstellern explizit als solche gekennzeichnet und sollten daher gemäß den entsprechenden Handlungsanweisungen nicht über die angegebene Verwendungsdauer hinaus eingesetzt werden.

FFP2-Maske: Bund beschließt Vergünstigung für Risikogruppen

Beim Corona-Gipfeltreffen zwischen Bund und Ländern mitte November haben Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, FFP2-Masken verstärkt zum Einsatz kommen zu lassen – vor allem bei Risikogruppen. So sollen über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen 15 FFP2-Masken starkl vergünstigt erhalten. Die Kosten dafür werden vom Bund übernommen.

Dafür sollen rund 27 Millionen Menschen in Deutschland infrage kommen – also insgesamt rund 400 Millionen FFP2-Masken. Das sei laut Gesundheitsminister Jens Spahn jedoch nicht so schnell umzusetzen, weswegen sich die Bereitstellung „weit bis in den Dezember“ hineinziehen werde. Diese war zunächst für Anfang des Monats angedacht.

FFP2-Maske: Hier können Risikopatienten die vergünstigten Masken bekommen

Die Verteilung der FFP2-Masken ist Ländersache. Derweil werden zwar schon in einigen Gemeinden Deutschlands Masken kostenlos über das Rathaus verteilt, doch zahlreiche Länder gehen direkt auf die apothekenverbände zu. Das ist dadurch begründet, dass Apotheker über ein bereits funktionierendes Warenbeschaffungssystem mit Pharma-Herstellern verfügen, das die Bestellungen gezielt entsprechend der Nachfrage abarbeiten kann. Noch ist unklar, ob Allgemeinmediziner und Hausärzte zunächst noch ein Rezept für betroffene Patienten ausstellen müssen. (rob)

Rubriklistenbild: © dpa/Britta Pedersen

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