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Flughafen Frankfurt: Schock-Fund beim Zoll! Wal-Knochen in Koffer

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Von: Daniel Hagen

Verkehrszahlen Fraport
Am Flughafen Frankfurt werden Tier-Knochen in einem Koffer gefunden. (Symbolfoto) © Andreas Arnold/Christine Straß/Hauptzollamt/dpa

Frankfurt - Der Zoll macht am Flughafen eine spektakuläre und illegale Entdeckung. Es handelt sich um Knochen eines geschützten Tieres.

Jedes Jahr passieren Millionen von Menschen den Frankfurter Flughafen, wodurch dieser zu den größten Flughäfen Europas zählt. Kein Wunder also, dass der Zoll dort immer wieder fündig wird und Kriminelle fängt. Doch neben Drogen, Waffen, Geld in Damenbinden oder Schmuggelware gehen den Beamten manchmal auch Personen ins Netz, die bedrohte Tiere mit sich führen – oder zumindest Teile davon. Das Hauptzollamt Frankfurt am Main hat im September erneut einen solchen Fund gemacht. Dabei handelt es sich um Knochen eines Tieres, mit dem aufgrund seiner Gefährdung nicht in der Europäischen Gemeinschaft gehandelt werden darf.

NameFlughafen Frankfurt
Adresse60547 Frankfurt am Main
Fläche2.160 ha
Eröffnung8. Juli 1936
Passagiere70.560.987 (2019) 18.770.998 (2020)

Flughafen Frankfurt: Zoll entdeckt Wal-Knochen in Koffer

Wie das Hauptzollamt mitteilt, ist das Gepäck eines Reisenden überprüft worden, der sich auf dem Weg von Namibia nach Spanien befunden hat und an dem hessischen Flughafen seinen Weiterflug antreten will. Dabei finden die Beamten zwei Wirbelknochen in den Gepäckstücken, die von einem Wal stammen. Diese fallen allerdings unter Verordnung (EG) Nr. 338/97, die den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten regelt. Auch Anfang 2020 machen die Zollbeamten eine Entdeckung in einem Koffer – und zwar eine Bärentatze mit Krallen.

Ein Walknochen
Der Zoll findet am Flughafen Frankfurt Walknochen in einem Koffer. © Hauptzollamt Frankfurt am Main

„Die Arten des Anhangs A sind stark vom internationalen Handel bedroht. Exemplare dieser Arten unterliegen einem Vermarktungsverbot. Ausnahmen müssten von der zuständigen Vollzugsbehörde genehmigt werden. Dazu zählte auch ein Verkauf, ein Ankauf oder das Angebot einer Nachzucht durch oder an eine Privatperson. Für Einfuhr und Ausfuhr sind Genehmigungen des Einfuhr- und Ausfuhrlandes notwendig. Beispiele: Wale, einige Affenarten, Meeresschildkröten; einige Landschildkröten sowie einige Kakteen und Orchideen“, heißt es in der Verordnung. Am Flughafen in Stuttgart haben die Beamten des Zolls sogar einmal 170.000 Aale in Koffern gefunden.

Flughafen Frankfurt: Haftbefehl gegen Reisenden erlassen

Aus diesem Grund vermuten die Zollbeamten des Frankfurter Flughafens eine „strafbare Zuwiderhandlung gegen das Bundesnaturschutzgesetz“ und übergeben den Reisenden aus Namibia dem Zollfahndungsamt Frankfurt am Main, das das weitere Verfahren durchführen wird. Gegen den Beschuldigten wird ein Haftbefehl erlassen. (zoll/dh)

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