Drei Personen sterben bei Flugzeugabsturz

Flug-Drama in Bruchsal: Obduktion des Piloten (†80) offenbart neue Erkenntnisse 

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Ein Kleinflugzeug stürzt ab und kracht gegen die Fassade eines Bauhauses.

Bruchsal - Ein Kleinflugzeug kracht gegen die Fassade eines Bauhauses. Dabei sterben alle drei Insassen. Im Laufe der Woche sollen die Toten obduziert werden. 

  • In Bruchsal stürzt am 20. Juli ein Kleinflugzeug ab und kracht gegen die Wand eines Bauhaus-Marktes.
  • Die drei Insassen sterben bei dem Crash – es handelt sich um eine Familie aus Bayern.
  • Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen ermittelt die Ursache des Absturzes.
  • Eines der Opfer war Politiker bei „Die Partei“. Seine Kollegen und Freunde nehmen Abschied
  • Obduktionsergebnis des Piloten da: Hatte er gesundheitliche Probleme? 

Update vom 24. Juli, 17 Uhr: Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der Leichnam des 80 Jahre alten Piloten des Kleinflugzeugs, das am vergangenen Samstag in die Fassade eines Baumarkts stürzte, zwischenzeitlich obduziert. Dem vorläufigen Bericht zufolge kann zwar ein Herzinfarkt des Piloten als mögliche Unfallursache ausgeschlossen werden, andere akute gesundheitliche Beeinträchtigungen bleiben jedoch als Ursache möglich.

Zeugenvernehmungen haben ergeben, dass der 80-Jährige ein sehr erfahrener Pilot war und zudem technisch versiert gewesen sein soll. Demnach wurde das Kleinflugzeug von ihm sehr gewissenhaft gewartet und gepflegt und vor jedem Flug fand eine intensive Überprüfung des technischen Zustands der Maschine statt.

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Flug-Drama in Bruchsal: Obduktion soll Antworten liefern

Update vom 24. Juli, 10:45 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, sollen die drei Opfer des Flugzeugabsturzes in Bruchsal im Laufe der Woche obduziert werden. Damit soll geklärt werden, ob eventuell ein gesundheitliches Problem des 80-jährigen Piloten für den Unfall verantwortlich ist. Möglich wäre zum Beispiel ein Herzinfarkt oder ein ähnlicher akuter medizinischer Notall. An Bord der verunglückten Maschine waren noch die 60-jährige Lebensgefährtin des Mannes und ihr 32-jähriger Sohn Christian Lutz. 

Flugzeugabsturz in Bruchsal: Parteikollegen trauern um Christian Lutz

Update vom 24. Juli: Drei Tage nach dem dramatischen Flugzeugabsturz in Bruchsal steht fest, dass einer der drei Toten ein Politiker aus Bayern gewesen ist – der 32-Jährige Christian Lutz. Auf Facebook und Twitter gedenken seine Kollegen und Freunde dem Verstorbenen mit einem Post. Darauf steht schlicht „Lulu: 1987 - 2019“ auf schwarzem Hintergrund. Dabei handelt es sich um den Spitznamen von Lutz, der laut Münchner Merkur auch Mitglied der Feuerwehr, eines Trachtenvereins und beim Ickinger Burschenverein war. Die Nachricht wird auf den offiziellen Seiten von „Die Partei“ und Martin Sonneborn gepostet. Dieser gründete im Jahr 2004 „Die Partei“ und ist seitdem ihr Vorsitzender. In den Kommentaren nutzen zahlreiche Freunde und Kollegen die Chance, um sich noch einmal von Lulu zu verabschieden, der auf so tragische Weise ums Leben gekommen ist. 

Bruchsal: Eines der Opfer ist Politiker bei „Die Partei“

Update vom 23. Juli um 7 Uhr: Bei dem tragischen Flugzeugabsturz in Bruchsal sterben am Samstag drei Menschen. Bei einem davon soll es sich um einen Politiker aus der bayerischen Gemeinde Icking handeln. Nach Informationen des Münchner Merkur heißt eines der Opfer Christian Lutz. Der 32-Jährige war seit 2016 für „Die Partei“ tätig, hat sogar den Kreisverband in Geretsried gegründet. Im Jahr 2018 kämpfte Lutz um den Einzug in den Landtag – und holte 0,6 Prozent der Erststimmen. Dem IT-Fachmann ging es darum, mit seinen satirischen Ideen ein Zeichen zu setzen. Mit an Bord sollen laut Münchner Merkur auch seine 60-jährige Mutter und deren 80-jähriger Lebensgefährte gesessen haben. 

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Flugzeugabsturz in Bruchsal: Polizei wertet Handyvideos aus

Update vom 22. Juli, 15:06 Uhr: Zwei Tage nach dem Flugzeugabsturz in Bruchsal im Landkreis Karlsruhe (Baden-Württemberg) wertet die Polizei nun Handyvideos und Zeugenaussagen aus. Es gebe viele Augenzeugen, sagt ein Polizeisprecher am Montag. Darunter seien Mitarbeiter des Baumarktes, an dem das Flugzeug zerschellt ist, ebenso wie Menschen auf dem nahe gelegenen Flugplatz. Zudem hätten sich Autofahrer gemeldet, die zum Zeitpunkt des Flugzeugabsturzes mit drei Todesopfern in der Nähe des Unfallortes bei Bruchsal unterwegs gewesen sind.

Bruchsal: Wer saß vor dem Flugzeugabsturz am Steuer?

Die Polizei geht davon aus, dass der 80-jährige Pilot das Flugzeug vor dem Absturz gesteuert hat. Sicher sei dies jedoch nicht, da durch die Wucht des Aufpralls nicht klar erkennbar sei, wo die drei Menschen zum Zeitpunkt des Flugzeugabsturzes tatsächlich gesessen sind. Die Absturzursache wird untersucht – dies könne jedoch bis zu einem Jahr dauern.

Flugzeug stürzt in Bauhaus-Gebäude: Drei Personen sterben

Mittlerweile ist die Unfallstelle freigeräumt, die Wrackteile in eine Lagerhalle in Bruchsal gebracht. Das Bauhaus, in das das Flugzeug gekracht ist, hat wieder regulär geöffnet, so eine Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse Agentur.

Drei Tote nach Flugzeugabsturz: Ermittlungen können bis zu einem Jahr dauern!

Update vom 22. Juli, 12 Uhr: Während die Polizei das Umfeld der verstorbenen Familie befragt, untersucht die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BfU) aus Braunschweig den Ort des Flugzeugabsturzes in Bruchsal. Damit soll geklärt werden, wie es zu dem tragischen Unfall am Bauhaus kommen konnte. Auf Anfrage erklärt ein Sprecher der BfU, wie die Ermittlungen nun weitergehen:

Zunächst würden Mitarbeiter vor Ort in Bruchsal Informationen sammeln, die nach etwa 6 bis 8 Wochen zu einem Zwischenbericht zusammengefasst werden. Danach werde entschieden, ob das Flugzeug-Wrack oder Teile davon in Braunschweig untersucht werden müssen. Falls nicht, erhalte der Besitzer oder ein Erbe das Flugzeug zurück. Mit einem endgültigen Ergebnis und der Absturzursache rechne der Sprecher erst nach etwa einem Jahr!  

Flugzeugabsturz in Bruchsal: Flugplatz versucht vor Absturz Kontakt aufzunehmen

Update um 14 Uhr: Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass ein Landeversuch auf dem Flugplatz in Bruchsal missglückt sein könnte. Dieser befindet sich in der Nähe des Bauhaus-Gebäudes, nur wenige hundert Meter von der A5 entfernt. Dort dürfen eigentlich nur Mitglieder des Luftsportvereins landen, andere Flugzeuge müssen sich dazu eine Genehmigung per Funk einholen. Wie Peter Huber, der Leiter des Platzes, erklärt, habe die Maschine dies nicht getan. Seine Kollegen, die an diesem Tag Dienst hatten, hätten aber noch versucht kurz vor dem Flugzeugabsturz Kontakt aufzunehmen – allerdings ohne Antwort. 

Ich habe schnell gemerkt, da stimmt was nicht. Die Maschine hat beim Versuch der Landung noch einmal durchgestartet“, sagt Huber, der an diesem Tag auf dem Flugplatz gewesen ist. Das Flugzeug habe sogar beim Durchstarten auf eine Gruppe von zehn Vereinsmitgliedern zugehalten! Die können sich aber durch Sprünge zur Seite retten. Huber, der selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr ist, war dann der erste am Absturzort. 

Flugzeugabsturz in Bruchsal: Identitäten der drei Toten geklärt

Update vom 21. Juli um 9:30 Uhr: Am Abend nach dem tragischen Flugzeugabsturz in Bruchsal haben die Ermittler die Identitäten der Toten geklärt. Es handelt sich um eine Familie aus Bayern. Der Pilot soll ein 80-Jähriger gewesen sein, seine 60-jährige Frau und deren 32-jähriger Sohn sitzen zum Zeitpunkt des Unglücks mit im Flieger. Nach ersten Ermittlungen ist das Flugzeug vom Modell Jodel DR 1050 wohl in Olpe in Nordrhein-Westfalen gestartet und hatte Dachau in Bayern als Zielflughafen. 

Flugzeugabsturz in Bruchsal: Mehrere hundert Personen währenddessen im Bauhaus

Die Wrackteile auf dem Bauhaus-Gelände in Bruchsal sind mittlerweile abtransportiert worden und sollen von der Bundesstelle für Fluguntersuchungen inspiziert werden. Das Kriminalkommissariat Bruchsal übernimmt die weiteren Ermittlungen zur Flugzeugabsturz-Ursache. Zum Zeitpunkt des Absturzes befinden sich mehrere hundert Personen im Gebäude, von denen glücklicherweise niemand verletzt worden ist.  

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Während des stundenlangen Einsatzes in Bruchsal sind 45 Kräfte der Feuerwehr, 40 Kräfte der Polizei, 30 Kräfte des Rettungsdienstes und sieben Kräfte des THW im Dienst. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, ist die Absturzursache weiterhin unklar.  

Bruchsal: Flugzeug ist nicht von benachbartem Flugplatz gestartet

Update um 16:15 Uhr: Wie eine Sprecherin der Polizei Karlsruhe auf Anfrage mitteilt, laufen keine Betriebsstoffe mehr aus. Trotzdem werde das Gelände noch lange gesperrt sein. Nach dem Flugzeugabsturz in Bruchsal seien 15 Personen von Notfallseelsorgern betreut worden. Sonst sei niemand verletzt worden. Weiterhin unklar sei, von welchem Flugplatz die Maschine gestartet sei – man könne mittlerweile aber den benachbarten Flugplatz in Bruchsal ausschließen. 

Laut Polizei gebe es Hinweise, dass es sich um einen missglückten Landeversuch handeln könnte. Das Flugzeug sei offenbar abgedreht und danach gegen die Wand des Gebäudes in Bruchsal geflogen. Sowohl die Marke der Maschine als auch die Flugroute sind bislang unbekannt. 

Bruchsal: Flugzeug kracht gegen Hauswand – drei Tote

Update um 15:15 Uhr: Wie die Badische Neueste Nachrichten berichten, handele es sich bei den Opfern in Bruchsal um die Insassen des französischen Flugzeugs mit deutscher Zulassung. Das THW prüfe derzeit die Statik des Gebäudes. Das Flugzeug, aus dem Kerosin auslaufe, sei in die Rückwand des Gebäudes im hinteren Lagerbereich gestürzt.

Flugzeugabsturz in Bruchsal – Polizei geht von drei Toten aus

Erstmeldung vom 20. Juli, 12:40 Uhr: Nach ersten Informationen soll sich der tragische Flugzeugabsturz am Samstagmittag (20. Juli) gegen 13 Uhr ereignet haben. Ein Kleinflugzeug stürzt ab und kracht gegen die Fassade eines Bauhauses in Bruchsal in der Kammerforsterstraße. Die Polizei geht bisher von drei Toten aus! Ein Großalarm für alle Rettungskräfte ist ausgerufen worden. Zudem sollen Betriebsstoffe auslaufen. Feuerwehr und Rettungsdienst befinden sich derzeit vor Ort in Bruchsal. Über die Hintergründe und ob es Verletzte oder weitere Tote gibt, ist bisher noch nichts bekannt. Die Polizei hat das Gelände des Baumarktes in Bruchsal vorsorglich geräumt. 

Im Januar 2018 starben insgesamt vier Personen in Oberhausen-Rheinhausen, als ein Rettungshubschrauber mit einem Flugzeug zusammenstößt

er24/dpa/dh

Quelle: Mannheim24

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