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Flut-Katastrophe in RLP: Merkel besucht das Ahrtal – „Wir werden Sie nicht vergessen“

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Von: Daniel Hagen

Nach Flutkatastrophe im Ahrtal
Angela Merkel und Malu Dreyer besuchen das Ahrtal und sprechen mit Bürgern. © Markus Schreiber/dpa

Flut-Katastrophe in Rheinland-Pfalz - Fast zwei Monate nach dem Hochwasser besucht Angela Merkel erneut das Katastrophengebiet. Zusammen mit Malu Dreyer will sich die Kanzlerin informieren.

Update vom 3. September, 17:00 Uhr:  Der zweite Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in dem Katastrophengebiet im Ahrtal bedeutet nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer „Trost und Zuspruch“ für die Menschen dort. Der Rundgang durch die besonders stark zerstörte Gemeinde Altenahr am Freitag sei ein Signal, dass die Bevölkerung nicht vergessen werde. Trotz aller Zerstörungen seien inzwischen beeindruckende Fortschritte bei den Aufräumarbeiten zu sehen, sagte Dreyer. Sie kündigte für diesen Monat eine weitere „Zukunftskonferenz“ an, bei der es um Einzelheiten zum Wiederaufbau gehen soll.

Es sei schon „viel geschafft und aufgeräumt“ worden, sagte Merkel. Doch es werde Jahre dauern, diesen „unfassbaren Schaden wiedergutzumachen“. Die Menschen in dem Gebiet könnten sich darauf verlassen, dass ihnen weiter geholfen werde. „Wir
werden Sie nicht vergessen, das wird auch eine nächste Bundesregierung übernehmen“, sagte Merkel auf einer Pressekonferenz, nachdem sie zusammen mit Malu Dreyer einen Rundgang durch die Gemeinde Altenahr unternommen.

Flut-Katastrophe in Rheinland-Pfalz: Angela Merkel besucht erneut das Ahrtal

Erstmeldung: Fast sieben Wochen nach ihrem ersten Besuch im flutgeschädigten Ahrtal besucht Kanzlerin Angela Merkel am Freitag (3.September) erneut das Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Regierungschefin Malu Dreyer informiert sie sich laut der Mainzer Staatskanzlei in Altenburg, einem Ortsteil der Gemeinde Altenahr, über die Aufräumarbeiten. Auch Dreyers Innenminister Roger Lewentz, Klimaschutzministerin Anne Spiegel und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt nehmen an dem Rundgang teil. Ebenfalls angekündigt hat sich die Wiederaufbaubeauftragte und Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß.

Bei ihrem ersten Besuch im Ahrtal kurz nach der dortigen Flutkatastrophe in der Nacht zum 15. Juli mit 133 Todesopfern hat Merkel umfassende Hilfe zugesagt. Sie sprach mit Bewohnern zerstörter Häuser und mit Einsatzkräften. Merkel zeigte sich betroffen vom
Ausmaß der Schäden und kündigte damals bereits einen weiteren Besuch im Ahrtal an. Die Kanzlerin sprach von einer „surrealen, gespenstischen Situation“. Ein Bild, auf dem Angela Merkel und die an Multipler Sklerose erkrankte Malu Dreyer Hand in Hand durch die Trümmer laufen, ist damals um die Welt gegangen.

Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz
Nach ihrem letzten Besuch im Ahrtal geht dieses Bild von Angela Merkel und Malu Dreyer um die Welt. © Christof Stache/dpa

Flut-Katastrophe in Rheinland-Pfalz: Behörde untersucht Böden auf Schadstoffe

Gleichzeitig mit dem Besuch der Bundeskanzlerin beginnen die rheinland-pfälzischen Behörden mit der Untersuchung der Böden auf mögliche Schadstoffe. „Unser Augenmerk liegt dabei vor allem auf sensiblen Bereichen wie Kinderspielplätzen“, erklärt
Umweltministerin Anne Spiegel. Rund 120 Flächen im Ahrtal und der Westeifel sollen untersucht werden. Die Proben werden
auf unterschiedliche Schadstoffe wie Heizöl untersucht. Erste Ergebnisse sollen in den kommenden Wochen vorliegen. Bereits am Mittwoch (1. September) haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei einer Gedenkveranstaltung im Nürburgring den Opfern der Flut-Katastrophe gedacht. (dh)

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