Bundestagswahl 2017

Denkbar knapp! Kartes (CDU) zittert sich zum Direktmandat

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Tritt für die CDU als Bundestagskandidat an: Torbjörn Kartes (38).
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Tritt für die SPD als Bundestagskandidatin an: Doris Barnett (64).
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Tritt für die FDP als Bundestagskandidat an: Thomas Schell (52).
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Tritt für die Grünen als Bundestagskandidat an: Raik Dirk Dreher (48).

Ludwigshafen/Frankenthal - Deutschland hat gewählt! Im Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal lieferten sich Torbjörn Kartes (CDU) und Doris Barnett (SPD) ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Ergebnis im Überblick:

Das vorläufige Endergebnis aus dem Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal steht fest!

Vorläufiges Endergebnis: Erststimme

Um 21:35 Uhr steht fest: Torbjörn Kartes von der CDU hat sich in Ludwigshafen/Frankenthal (Wahlkreis 207) ein Direktmandat für den Bundestag erkämpft.

Der 38-Jährige setzt sich am Ende eines spannenden Duells denkbar knapp mit 32,2 % gegen Doris Barnett von der SPD durch, der es nach Auswertung der 273 Stimmbezirke in  auf 31,9 % schafft – ein Unterschied von gerade einmal 444 Stimmen!

Kartes tritt damit die Nachfolge von Maria Böhmer an, die bei der Bundestagswahl 2013 43,3 % der Erststimmen auf sich vereinen konnte.

Der Christdemokrat kann Frankenthal und den Rhein-Pfalz-Kreis für sich entscheiden, seine Konkurrentin von der SPD liegt hingegen in Ludwigshafen deutlich vorne.

Auf Marcus Kühnster von der AfD entfielen 14,5 % der Stimmen.

Vorläufiges Endergebnis: Zweitstimme

Die CDU bleibt auch nach der Bundestagswahl 2017 die stärkste Kraft in Ludwigshafen/Frankenthal, schafft es am Ende auf 30,9 %.

2013 waren es noch 39 % – am Ende steht also ein Minus von 8,1 %. Ein Ergebnis, mit dem die Christdemokraten alles andere als zufrieden sein dürften.

Die SPD kann 25 % der Zweitstimmen auf sich vereinen und büßt damit 4,5 % im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 ein.

Drittstärkste Kraft ist die AfD – sie bekommt 16,3 % und macht damit 10,3 % gut. Die FDP folgt mit 9,1 %, nachdem es 2013 nur für 5,2 % reichte.

Die Linke kommt auf 7,4 % und kann damit ein Plus von 1,8 % verbuchen.

Die Grünen können sich 7,2 % der Stimmen sichern und bringen es damit auf die gleiche Zahl wie bei der vergangenen Bundestagswahl.

Der bundesweite Trend ist damit auch in Ludwigshafen/Frankenthal zu erkennen: Während die großen Volksparteien mit starken Verlusten zu kämpfen haben, gehen vor allem die ‚kleinen Parteien‘ als Sieger der BTW 2017 hervor.

Die Wahlbeteiligung liegt bei 75 %. 2013 waren es 71,4 %.

Vorläufiges Zwischenergebnis (19:46 Uhr): Erststimme

Nach 211 von 273 ausgewerteten Stimmbezirken liegt Doris Barnett (SPD) mit 31,9 % knapp vor Torbjörn Kartes (CDU), der es auf 31,3 % schafft.

Vorläufiges Zwischenergebnis (19:32 Uhr): Zweitstimme

Die CDU liegt mit 29,4 % vorne. Die SPD bringt es auf 24,7 %. Die AfD ist mit 16,8 % drittstärkste Kraft.

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Um 18 Uhr schließen die Wahllokale – gegen 18:15 Uhr gibt es hier die ersten Hochrechnungen des Wahlkreises Ludwigshafen/Frankenthal!

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Am Sonntag, 24. September 2017, wird der 19. Deutsche Bundestag gewählt. In 299 Wahlkreisen sind rund 61,5 Millionen Deutsche wahlberechtigt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen.

Fotos: Bundestagswahl 2017: Die Kandidaten in Ludwigshafen/Frankenthal

Erststimme

Mit der Erststimme wird der jeweilige Kandidat aus dem Wahlkreis gewählt. In Deutschland gibt es insgesamt 299 Wahlkreise. Der Kandidat, der in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen erhält, bekommt ein Direktmandat für den Bundestag – so werden allein durch die Erststimme 299 Bundestagsabgeordnete bestimmt.

Zweitstimme

Mit der Zweitstimme werden keine Einzelkandidaten, sondern die Landeslisten einer Partei gewählt. Hier listen die Parteien alle Kandidaten auf, die sie in den Bundestag schicken wollen. Nach der Auszählung der Zweitstimmen entscheidet der prozentuale Anteil einer Partei, wie viele Sitze sie im Bundestag bekommt. 

Sprich: Hat eine Partei beispielsweise 20 Prozent erreicht, erhält sie im Bundestag auch 20 Prozent der Sitze. Diese bekommen dann die Kandidaten, die auf der Landesliste an erster Stelle stehen – Voraussetzung ist jedoch das Erreichen der 5-Prozent-Hürde.

Wie entstehen Überhangmandate?

Grundsätzlich gibt es im Bundestag 598 Sitze. Durch die Möglichkeit von Überhangmandaten kann diese Zahl jedoch variieren – momentan sitzen beispielsweise 630 Abgeordnete im Bundestag.

Nach der Auszählung der Zweitstimmen entscheidet sich, wie viele Abgeordnete eine Partei aus einem Bundesland in den Bundestag schicken darf. Nach der Sitzvergabe der Direktmandate (Erststimme) werden die restlichen, offenen Plätze, die eine Partei dann noch frei hat, mit den ersten Kandidaten der Landesliste bestückt.

Dabei kann es jedoch vorkommen, dass mehr Kandidaten einer Partei durch ein Direktmandat gewählt werden als der Partei Sitze im Bundestag zustehen. Diese Kandidaten bekommen dann einen zusätzlichen Platz im Parlament. 

Sprich: Darf eine Partei beispielsweise zehn Sitze im Bundestag besetzen, konnte aber insgesamt zwölf Direktmandate sammeln, ziehen zwei zusätzliche Abgeordnete für diese Partei in den Bundestag ein. Diese zusätzlichen Mandate werden Überhangmandate genannt.

Wie verlief die letzte Bundestagswahl?

Bei der Bundestagswahl 2013 ging die CDU/CSU mit 41,5 Prozent erneut als stärkste Fraktion hervor. Die CDU durfte sich über einen Stimmenzuwachs von knapp sieben Prozent freuen und auch die CSU legte um 0,9 Prozent zu.

Zweitstärkste Kraft blieb die SPD mit 25,7 Prozent - Die Linke (8,6 Prozent) und Die Grünen (8,4 Prozent) mussten im Vergleich zu 2009 einen Verlust von 3,3 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent verkraften.

Die größte Schlappe musste die FDP hinnehmen - mit 4,8 Prozent scheiterte man an der Fünf-Prozent-Hürde und war damit erstmals seit 1949 nicht im Parlament vertreten. Damit verlor man verglichen mit der Bundestagswahl 2009 ganze 9,8 Prozent.

Die AfD ließ dagegen 2009 zum ersten Mal aufhorchen und sorgte mit 4,7 Prozent für eine Überraschung. Nur um 0,3 Prozentpunkte verfehlte man damit den Sprung ins Parlament.

So hat Ludwigshafen/Frankenthal bei der Bundestagswahl 2013 gewählt:

DIREKTKANDIDAT

PARTEI

ERSTSTIMME (in %)

ZWEITSTIMME (in %)

Maria Böhmer

CDU

43,3

39,0

Doris Barnett

SPD

35,6

29,5

Romeo Franz

GRÜNE

4,8

7,2

-

AfD

-

6,0

Gerald Unger

DIE LINKE

4,9

5,6

Thomas Schell

FDP

2,5

5,2

Roman Schmitt

PIRATEN

2,8

2,5

Hans Arndt

FREIE WÄHLER

2,6

1,4

Heinz Neumann

NPD

1,8

1,4

Marco Steigert

REPUBLIKANER

1,6

1,2

-

PARTEI DER VERNUNFT

-

0,3

-

ÖDP

-

0,2

-

BÜRGERBEWEGUNG

PRO DEUTSCHLAND

-

0,2

Madeleine Stockert

MLPD

-

0,1


Neben Maria Böhmer von der CDU, die die meisten Erststimmen auf sich vereinen konnte, hat es auch Doris Barnett von der SPD 2013 über die Landesliste in den Bundestag geschafft.

Von den insgesamt 217.129 Wahlberechtigten im Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal, zu denen die Gemeinden Bobenheim-Roxheim, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof und Mutterstadt, die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Lambsheim-Heßheim und die Verbandsgemeinde Maxdorf und Rheinauen mit den Gemeinden Altrip und Neuhofen gehören, gaben 155.005 ihre Stimmen ab – das entspricht einer Wahlbeteiligung von 71,4 Prozent.

>>> Bundestagswahl 2017: Hier geht's zum bundesweiten Ergebnis!

Diese Kandidaten im Wahlkreis Mannheim bewerben sich bei der Bundestagswahl 2017 für ein Direktmandat:

  • Torbjörn Kartes (CDU)
  • Doris Barnett (SPD)
  • Thomas Schell (FDP)
  • Raik Dirk Dreher (Grüne)
  • Gerald Unger (Linke)
  • Marcus Künster (AfD)
  • Hans Arndt (Freie Wähler)
  • Madeleine Stockert (MLPD)

rmx/rob

Quelle: Ludwigshafen24

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