BTW 2017: So hat Mannheim gewählt

Zitterpartie! Löbel (CDU) erkämpft sich Direktmandat

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Tritt für die CDU als Bundestagskandidat an: Nikolas Löbel (31).
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Tritt für die SPD als Bundestagskandidat an: Stefan Rebmann (55).
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Tritt für die FDP als Bundestagskandidat an: Florian Kußmann (42).

Mannheim - Deutschland hat gewählt! Im Wahlkreis Mannheim lieferten sich Nikolas Löbel (CDU) und Stefan Rebmann (SPD) ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Ergebnis im Überblick:

Vorläufiges Endergebnis: Erststimme

Um 21:50 Uhr steht fest: Nikolas Löbel von der CDU hat sich in Mannheim (Wahlkreis 275) ein Direktmandat für den Bundestag erkämpft. 

Der 31-Jährige setzt sich am Ende eines spannenden Duells mit 29,3 % gegen Stefan Rebmann von der SPD durch, der es nach Auswertung der 198 Stimmbezirke in der Quadratestadt auf 27,9 % schafft.

Löbel tritt damit die Nachfolge von Egon Jüttner an, der bei der Bundestagswahl 2013 39,8 % der Erststimmen auf sich vereinen konnte.

Auf Gerhard Schick von den Grünen entfielen 13,1 % der Stimmen.

Vorläufiges Endergebnis: Zweitstimme

Die CDU bleibt auch nach der Bundestagswahl 2017 die stärkste Kraft in Mannheim, schafft es am Ende auf 27,1 %. 

2013 waren es noch 35,1% – am Ende steht also ein Minus von 8 %. Ein Ergebnis, mit dem die Christdemokraten alles andere als zufrieden sein dürften.

Die SPD kann 21,2 % der Zweitstimmen auf sich vereinen und büßt damit 6,3 % im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 ein. 

Drittstärkste Kraft sind die Grünen – sie bekommen 13,2 % und machen damit 2,3 % gut. Die AfD folgt mit 12,8 %, nachdem es 2013 nur für 6 % reichte.

Die FDP kommt auf 11,2 % und kann damit ein Plus von 5,7 % verbuchen. 

Die Linke kann sich 9,1 % der Stimmen sichern, gewinnen 1,6 % im Vergleich zur letzten Bundestagswahl!!

Der bundesweite Trend ist damit auch in Mannheim zu erkennen: Während die großen Volksparteien mit starken Verlusten zu kämpfen haben, gehen vor allem die ‚kleinen Parteien‘ als Sieger der BTW 2017 hervor. 

Von insgesamt 197.283 wahlberechtigten Mannheimern haben 144.071 ihre Stimmen abgegeben – das entspricht einer Wahlbeteiligung von 73 %. 2013 waren es 69,4 %.

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Vorläufiges Zwischenergebnis (20:48 Uhr): Erststimme

Offener Schlagabtausch: Kurzzeitig liegt Stefan Rebmann (SPD) vor Nikolas Löbel (CDU) – nach 164 von 198 ausgewerteten Bezirken liegt der Christdemokrat wieder mit 28,6 % vorne, Rebmann folgt mit 28,4 %. Robert Schmidt von der AfD bringt es auf 13,3 %.

Vorläufiges Zwischenergebnis (20:48 Uhr): Zweitstimme

Nach den bisher ausgewerteten Zweitstimmen liegt die CDU in Mannheim mit 26,7 % vor der SPD mit 21,5 %. Die AfD ist mit 13,6 % drittstärkste Kraft. Die Grünen liegen bei 12,8 %, die FDP bei rund 11 %, die Linke aktuell mit 9,3 %.

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>>> Die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke im Überblick

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Vorläufiges Zwischenergebnis (20:12 Uhr): Erststimme

Nikolas Löbel (CDU) liegt nach 106 von 198 ausgewerteten Stimmbezirken mit 29 % vorne. Stefan Rebmann (SPD) folgt mit 28,5 %. Robert Schmidt von der AfD bringt es auf 14 %.

Vorläufiges Zwischenergebnis (20:12 Uhr): Zweitstimme

Bei den bisher ausgewerteten Zweitstimmen liegt die CDU in Mannheim mit 26,7 % vor der SPD mit 21,7 %. Die AfD ist mit 14,4 % drittstärkste Kraft. Die Grünen liegen bei 12,2 %, die FDP bei rund 11 %, die Linke aktuell mit 8,9 %.

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Um 18 Uhr schließen die Wahllokale – gegen 18:15 Uhr gibt es hier die ersten Hochrechnungen des Wahlkreises Mannheim!

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Am Sonntag, 24. September 2017, wird der 19. Deutsche Bundestag gewählt. In 299 Wahlkreisen sind rund 61,5 Millionen Deutsche wahlberechtigt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen.

Fotos: Bundestagswahl 2017: Die Kandidaten in Mannheim

Erststimme

Mit der Erststimme wird der jeweilige Kandidat aus dem Wahlkreis gewählt. In Deutschland gibt es insgesamt 299 Wahlkreise. Der Kandidat, der in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen erhält, bekommt ein Direktmandat für den Bundestag – so werden allein durch die Erststimme 299 Bundestagsabgeordnete bestimmt.

Zweitstimme

Mit der Zweitstimme werden keine Einzelkandidaten, sondern die Landeslisten einer Partei gewählt. Hier listen die Parteien alle Kandidaten auf, die sie in den Bundestag schicken wollen. Nach der Auszählung der Zweitstimmen entscheidet der prozentuale Anteil einer Partei, wie viele Sitze sie im Bundestag bekommt. 

Sprich: Hat eine Partei beispielsweise 20 Prozent erreicht, erhält sie im Bundestag auch 20 Prozent der Sitze. Diese bekommen dann die Kandidaten, die auf der Landesliste an erster Stelle stehen – Voraussetzung ist jedoch das Erreichen der 5-Prozent-Hürde.

Wie entstehen Überhangmandate?

Grundsätzlich gibt es im Bundestag 598 Sitze. Durch die Möglichkeit von Überhangmandaten kann diese Zahl jedoch variieren – momentan sitzen beispielsweise 630 Abgeordnete im Bundestag.

Nach der Auszählung der Zweitstimmen entscheidet sich, wie viele Abgeordnete eine Partei aus einem Bundesland in den Bundestag schicken darf. Nach der Sitzvergabe der Direktmandate (Erststimme) werden die restlichen, offenen Plätze, die eine Partei dann noch frei hat, mit den ersten Kandidaten der Landesliste bestückt.

Dabei kann es jedoch vorkommen, dass mehr Kandidaten einer Partei durch ein Direktmandat gewählt werden als der Partei Sitze im Bundestag zustehen. Diese Kandidaten bekommen dann einen zusätzlichen Platz im Parlament. 

Sprich: Darf eine Partei beispielsweise zehn Sitze im Bundestag besetzen, konnte aber insgesamt zwölf Direktmandate sammeln, ziehen zwei zusätzliche Abgeordnete für diese Partei in den Bundestag ein. Diese zusätzlichen Mandate werden Überhangmandate genannt.

Wie verlief die letzte Bundestagswahl?

Bei der Bundestagswahl 2013 ging die CDU/CSU mit 41,5 Prozent erneut als stärkste Fraktion hervor. Die CDU durfte sich über einen Stimmenzuwachs von knapp sieben Prozent freuen und auch die CSU legte um 0,9 Prozent zu.

Zweitstärkste Kraft blieb die SPD mit 25,7 Prozent - Die Linke (8,6 Prozent) und Die Grünen (8,4 Prozent) mussten im Vergleich zu 2009 einen Verlust von 3,3 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent verkraften.

Die größte Schlappe musste die FDP hinnehmen - mit 4,8 Prozent scheiterte man an der Fünf-Prozent-Hürde und war damit erstmals seit 1949 nicht im Parlament vertreten. Damit verlor man verglichen mit der Bundestagswahl 2009 ganze 9,8 Prozent.

Die AfD ließ dagegen 2009 zum ersten Mal aufhorchen und sorgte mit 4,7 Prozent für eine Überraschung. Nur um 0,3 Prozentpunkte verfehlte man damit den Sprung ins Parlament.

So hat Mannheim bei der Bundestagswahl 2013 gewählt:

DIREKTKANDIDAT

PARTEI

ERSTSTIMME (in %)

ZWEITSTIMME (in %)

Egon Jüttner

CDU

39,8

35,1

Stefan Rebmann

SPD

32,4

27,5

Gerhard Schick

GRÜNE

12,2

11,1

Michael Schlecht

DIE LINKE

6,6

7,5

-

AfD

-

6,0

Birgit Reinemund

FDP

2,8

5,5

Stefan Täge

PIRATEN

3,4

3,1

Silvio Waldheim

NPD

1,9

1,2

Peter Medelsohn

DIE PARTEI

0,7

0,1

Josef Buck

MLPD

0,2

0,1

Sonstige

-

-

2,8


Von den insgesamt 198.525 wahlberechtigten Mannheimern gaben 137.796 ihre Stimmen ab – das entspricht einer Wahlbeteiligung von 69,4 Prozent.

>>> Bundestagswahl 2017: Hier geht's zum bundesweiten Ergebnis!

Diese Kandidaten im Wahlkreis Mannheim bewerben sich bei der Bundestagswahl 2017 für ein Direktmandat:

  • Nikolas Löbel (CDU)
  • Stefan Rebmann (SPD)
  • Florian Fußmann (FDP)
  • Gerhard Schick (Grüne)
  • Gökay Akbulut (Linke)
  • Patrick H.P. Siegert (Die Partei)
  • Robert Schmidt (AfD)
  • Martin Marino-Haffner (Freie Wähler)
  • Josef Buck (MLPD)

rob

Quelle: Mannheim24

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