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Feste Dilsberg – Leben hinter Burgmauern

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Von: Florian Römer

Dilsberg - Kopfsteinpflaster, verwinkelte, enge Gässchen, Fachwerkhäuser und jede Menge dicke Sandsteinmauern – im Ortskern von Dilsberg wandelt man auf den Spuren der Geschichte.

Die Feste Dilsberg.
1 / 68Die Feste Dilsberg. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Stadttor ist ein Teil der Jugendherberge untergebracht.
2 / 68Im Stadttor ist ein Teil der Jugendherberge untergebracht. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Stadttor ist ein Teil der Jugendherberge untergebracht.
3 / 68Im Stadttor ist ein Teil der Jugendherberge untergebracht. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Stadttor ist ein Teil der Jugendherberge untergebracht.
4 / 68Im Stadttor ist ein Teil der Jugendherberge untergebracht. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der historische Ortskern von Dilsberg.
5 / 68Der historische Ortskern von Dilsberg. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der historische Ortskern von Dilsberg.
6 / 68Der historische Ortskern von Dilsberg. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der historische Ortskern von Dilsberg.
7 / 68Der historische Ortskern von Dilsberg. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Am Zugang zum Burggarten erinnert ein Schild an die Bienen-Sage.
8 / 68Am Zugang zum Burggarten erinnert ein Schild an die Bienen-Sage. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Burggarten lädt zum Verweilen.
9 / 68Der Burggarten lädt zum Verweilen. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Burggarten lädt zum Verweilen.
10 / 68Der Burggarten lädt zum Verweilen. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Burggarten lädt zum Verweilen.
11 / 68Der Burggarten lädt zum Verweilen. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die evangelische Kirche grenzt an den Burggarten.
12 / 68Die evangelische Kirche grenzt an einen Teil des Burggrartens. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die evangelische Kirche grenzt an einen Teil des Burggrartens.
13 / 68Die evangelische Kirche grenzt an einen Teil des Burggrartens. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der historische Ortskern von Dilsberg.
14 / 68Der historische Ortskern von Dilsberg. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Burgvorplatz.
15 / 68Der Burgvorplatz. © HEIDELBERG24/Florian Römer
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16 / 68Die Burg wurde 1208 erstmals schriftlich erwähnt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Aufgang zur Burg, rechts das Kommandantenhaus.
17 / 68Aufgang zur Burg, rechts das Kommandantenhaus. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Ein Schild erinnert an die erste namentliche Nennung der Burg im Jahr 1208.
18 / 68Ein Schild erinnert an die erste namentliche Nennung der Burg im Jahr 1208. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die Burgruine.
19 / 68Die Burgruine. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Das Kommandantenhaus diente von 1894 bis 1982 als Schulgebäude.
20 / 68Das Kommandantenhaus diente von 1894 bis 1982 als Schulgebäude. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Das Kommandantenhaus diente von 1894 bis 1982 als Schulgebäude.
21 / 68Heute wird im Komandantenhaus Kunst und Kultur gefördert. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Treppenturm ist sanierungsbedürftig und kann  nur noch bis zum Mauerkranz bestiegen werden.
22 / 68Der Treppenturm ist sanierungsbedürftig und kann  nur noch bis zum Mauerkranz bestiegen werden. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die Burg diente im 19. Jahrhundert als Staatsgefängnis.
23 / 68Die Burg diente im 19. Jahrhundert als Staatsgefängnis. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die Ringmauer ist 16 Meter hoch.
24 / 68Die Ringmauer ist 16 Meter hoch. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Brunnen ist 46 Meter tief und wurde um das Jahr 1150 angelegt.
25 / 68Der Brunnen ist 46 Meter tief und wurde um das Jahr 1150 angelegt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Impression aus dem Burghof.
26 / 68Impression aus dem Burghof. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Das Kommandantenhaus, im Hintergrund Neckarsteinach.
27 / 68Das Kommandantenhaus, im Hintergrund Neckarsteinach. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Das Kommandantenhaus, im Hintergrund Neckarsteinach.
28 / 68Das Kommandantenhaus, im Hintergrund Neckarsteinach. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick über die Ringmauer auf Neckargemünd.
29 / 68Blick über die Ringmauer auf Neckargemünd. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die Burgbühne führt im Sommer Theaterstücke auf.
30 / 68Die Burgbühne führt im Sommer Theaterstücke auf. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Vom Mauerkranz aus ist auch das Schwalbennest auf der gegenüberliegenden Neckarseite zu sehen.
31 / 68Vom Mauerkranz aus ist auch das Schwalbennest auf der gegenüberliegenden Neckarseite zu sehen. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Turm bei der katholischen Kirche ist heute in Privatbesitz.
32 / 68Der Turm bei der katholischen Kirche ist heute in Privatbesitz. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf die evangelische Kirche und den Blumenstrich.
33 / 68Blick auf die evangelische Kirche und den Blumenstrich. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf das Neubaugebiet.
34 / 68Blick auf das Neubaugebiet. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf den historischen Ortskern und Neckargemünd.
35 / 68Blick auf den historischen Ortskern und Neckargemünd. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Treppenturm und die Ringmauer.
36 / 68Der Treppenturm und die Ringmauer. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Treppenturm ist sanierungsbedürftig und kann  nur noch bis zum Mauerkranz bestiegen werden.
37 / 68Der Treppenturm ist sanierungsbedürftig und kann  nur noch bis zum Mauerkranz bestiegen werden. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Von der Ringmauer aus soll sich die „Rose von Dilsberg“ in den Tod gestürzt haben.
38 / 68Von der Ringmauer aus soll sich die „Rose von Dilsberg“ in den Tod gestürzt haben. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die katholische Kirche.
39 / 68Die katholische Kirche. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Das Kommandantenhaus, im Hintergrund Neckarsteinach.
40 / 68Das Kommandantenhaus, im Hintergrund Neckarsteinach. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Impression aus dem Treppenturm.
41 / 68Impression aus dem Treppenturm. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Am Kommandantenhaus vorbei geht es zum historischen Brunnenstollen.
42 / 68Am Kommandantenhaus vorbei geht es zum historischen Brunnenstollen. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf die Burganlage.
43 / 68Blick auf die Burganlage. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf die Burganlage.
44 / 68Blick auf die Burganlage. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Die Beschilderung weist den Weg zum Brunnenstollen.
45 / 68Die Beschilderung weist den Weg zum Brunnenstollen. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf das Kommandantenhaus von der Ostseite aus.
46 / 68Blick auf das Kommandantenhaus von der Ostseite aus. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Eingang zum Brunnenstollen.
47 / 68Eingang zum Brunnenstollen. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt.
48 / 68Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt.
49 / 68Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt.
50 / 68Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt.
51 / 68Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt.
52 / 68Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt.
53 / 68Im Brunnenstollen ist für große Menschen Bücken angesagt. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Burgbrunnen ist etwa 46 Meter tief.
54 / 68Der Burgbrunnen ist etwa 46 Meter tief. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Der Burgbrunnen ist etwa 46 Meter tief.
55 / 68Der Burgbrunnen ist etwa 46 Meter tief. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Im Burgstollen herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad Celsius.
56 / 68Im Burgstollen herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad Celsius. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf die Burg von der Waldseite aus.
57 / 68Blick auf die Burg von der Waldseite aus. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf die katholische Kirche.
58 / 68Blick auf die katholische Kirche. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Ein Trampelpfad führt an der Burgmauer entlang.
59 / 68Ein Trampelpfad führt an der Burgmauer entlang. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Vor der Nordostseite der Burgmauer spendet eine Linde im Sommer Schatten.
60 / 68Vor der Nordostseite der Burgmauer spendet eine Linde im Sommer Schatten. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Vor der Nordostseite der Burgmauer spendet eine Linde im Sommer Schatten.
61 / 68Vor der Nordostseite der Burgmauer spendet eine Linde im Sommer Schatten. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Dilsberg liegt auf der Wanderroute des Neckarsteig.
62 / 68Dilsberg liegt auf der Wanderroute des Neckarsteig. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Durch ein kleines Tor geht es von der Nordostseite durch die Burgmauer in den mittelalterlichen Ortskern.
63 / 68Durch ein kleines Tor geht es von der Nordostseite durch die Burgmauer in den mittelalterlichen Ortskern. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Einige Häuser wurden in die Burgmauer integriert.
64 / 68Einige Häuser wurden in die Burgmauer integriert. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Einige Häuser wurden in die Burgmauer integriert.
65 / 68Einige Häuser wurden in die Burgmauer integriert. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Einige Häuser wurden in die Burgmauer integriert.
66 / 68Einige Häuser wurden in die Burgmauer integriert. © HEIDELBERG24/Florian Römer
In der Unteren Straße reihen sich Fachwerkhäuser aneinander.
67 / 68In der Unteren Straße reihen sich Fachwerkhäuser aneinander. © HEIDELBERG24/Florian Römer
Blick auf die katholische Kirche.
68 / 68Blick auf die katholische Kirche. © HEIDELBERG24/Florian Römer

Grundtext vom 22. August 2015: Auf der Kuppe eines vom Neckar umspülten Bergs liegt weithin sichtbar die Bergfeste Dilsberg. Wie zu jeder historischen Burg, ranken sich auch um das beliebte Ausflugsziel Dilsberg zahlreiche belegte Geschichten und unbelegte Anekdoten: dazu zählen die Tragödie um die „Rose von Dilsberg“, die „Sage um die Bienen“ und das Bienengärtlein oder was Mark Twain mit dem angeblichen Geheimgang nach Neckarsteinach und dem Brunnenstollen zu tun hat.

Das Bienengärtchen und die Rose

Deshalb beginnen wir unsere Erkundung der Feste nicht, wie eigentlich üblich, durch das Stadttor, sondern biegen kurz davor rechts ab und begeben uns über eine Treppe zum Burggarten. Hier erinnert ein Schild an die Bienen-Sage: Die Dilsberger warfen ihre Bienenkörbe über die Mauern und die ausschwärmenden Bienen schlugen so Angreifer in die Flucht. Seither wird ein Teil des Burggartens als „Bienengärtchen“ bezeichnet.

Über die sanften Wellen des Gartens geht es an der evangelischen Kirche vorbei zum Eingang der Freilichtbühne, die im Sommer „Die Rose von Dilsberg“ aufführt. Das Stück zeichnet die Geschichte der Tochter des Grafen Heinrich von Düren nach, der im 13. Jahrhundert über Burg und Ort herrschte. Dem Fräulein wurde von zwei Rittern der Hof gemacht: dem Landschad von Steinach und ein Ritter Wolf von Hirschhorn. 

Als klar war, dass sich die Dame für Wolf von Hirschhorn entschieden hatte, erschlug der Landschad den Ritter hinterrücks. Die Braut erfuhr während der Hochzeitsvorbereitungen von der Tragödie und stürzte sich in ihrer Verzweiflung von der Burgmauer. An der Stelle, an der man ihre Leiche fand, wächst seitdem ein großer Rosenstrauch mit weißen Rosen.

Mark Twain und der Brunnenstollen

Wenige Meter weiter steigen wir zum inneren Teil, der Ruine der Hauptburg, herauf. Die Burg wurde zwischen 1150 und 1200 angelegt und in den 1330er Jahren umfangreich ausgebaut.

Im Burghof erzählt Pächter Armin Erles, wie sich das Besucherverhalten in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat: „Früher kamen im Sommer mehrere Busse mit Schulklassen und Tagestouristen hier an“, sagt Erles. „Die Parkplätze an der Steige (Zufahrtsstraße zur Burg, die Red.) waren an Wochenenden komplett belegt. Heute ist das Besucheraufkommen leider etwas zurück gegangen.

Das Zentrum des Hofs bildet der etwa 46 Meter tiefe Brunnen. Vom Wald östlich der Feste führt ein rund 80 Meter langer, unterirdischer Stollengang zum Brunnenschacht. „Im Brunnenstollen herrschen das ganze Jahr über zehn bis zwölf Grad“, verrät Burgpächter Erles – bei Temperaturen jenseits der 30 Grad eine willkommene Abkühlung. Platzangst sollte man bei der gebückten Begehung des Brunnenstollens allerdings nicht haben. 

Die Wiederentdeckung des Stollens verdanken die Dilsberger wohl niemand geringerem als Mark Twain. Eine Floßfahrt zwischen Heilbronn und Heidelberg führte den amerikanischen Schriftsteller 1878 auch am Dilsberg vorbei. Dabei schnappte er die Legende von einem Geheimgang auf, durch den die Feste mit einer Neckarsteinacher Burg auf der anderen Flussseite verbunden sein sollte. 

Die Legende verarbeitete Twain in seinem halb-fiktiven Reisebericht „Bummel durch Europa“. Was Twain sonst noch über die „Idioten-Fabrik“ zu sagen hat, erliest man sich am Besten selbst. Seine Erzählungen bewegten den Deutsch-Amerikaner Fritz von Briesen dazu, aus New York anzureisen und sich in den Brunnen abseilen zu lassen. Dort fand er tatsächlich den Stollen und ließ in 1926 mit einer Spende freilegen.

Jugendherberge in der Burg

Der Rückweg führt uns durch ein kleines Stadttor an der Nordseite in den historischen Ortskern. Malerisch fügen sich die Fachwerkhäuser an die Burgmauer. Vorbei an der katholischen Kirche, Cafés und einer Chocolaterie schlendern wir über das Kopfsteinpflaster zum Stadttor herunter, in dem heute ein Teil der Jugendherberge untergebracht ist. Ein Landschulheim in einer Burg – bestimmt eine spannende Sache!

Dilsberger Schüler gingen übrigens bis 1982 in der Burg zur Schule – das Kommandantenhaus fungierte bis 1982 als Grundschulgebäude. Heute wird das Kommandantenhaus zur Förderung von Kunst und Kultur genutzt. Die Burg selbst diente im 19. Jahrhundert als Staatsgefängnis, nachdem sie gemeinsam mit dem Ort am Ende der Kurpfalz 1803 an das Land Baden gegangen war.

Für Wanderfreunde: Die Dilsberger Burg liegt am Neckarsteig und damit auf der Wanderroute. 

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Wo: Burghofweg, 69151 Neckargemünd-Dislberg

Parken: An der Steige/K4100

Öffnungszeiten Burg: 1. April bis 31. Oktober, 10 bis 17:30 Uhr

Eintritt: Erwachsene: 2 Euro, Ermäßigte: 1 Euro, Familien: 5 Euro, Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt.

>>> Weitere Informationen zu Dilsberg      

rmx

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