Bodenplatte in Schieflage

Der Glaskubus: Fotos vom Holocaust-Mahnmal

Ist der Glaskubus zum Gedenken an die im Dritten Reich ermordeten Mannheimer Juden kaputt?
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Ist der Glaskubus zum Gedenken an die im Dritten Reich ermordeten Mannheimer Juden kaputt?

Mannheim-Innenstadt – Hast Du Dich auch schon gewundert? Der Glaskubus zum Gedenken an die ermordeten Mannheimer Juden auf den Planken scheint schwer beschädigt. Was da los ist:

Den nachts beleuchteten Glaswürfel am zentralen Paradeplatz kennt jeder Mannheimer – doch in diesem Zustand ist er sicher nicht im Sinne des Erfinders...

Denn der schwere Boden des im Auftrag des Gemeinderats vom Freiburger Bildhauers Jochen Kitzbihler (50) gestalteten Glaskubus hängt seit Tagen ‚bedrohlich‘ in Schieflage!

Die leichte Neigung des kompletten Mahnmals zum Gedenken an die durch die Nationalsozialisten im Dritten Reich ermordeten Mannheimer Juden ist zwar beabsichtigt, jedoch wohl nicht derart schräg.

So ist der Würfel (Kantenlänge drei Meter) aus stabilem Sicherheitsglas horizontal um 45 Grad zu den Planken gedreht – seine Achse zum Mittelpunkt des Paradeplatzes hin ausgerichtet.

Je nach Witterung und Frost gibt es innerhalb des Würfels schon immer Probleme mit der Belüftung, beschlagen die Scheiben von innen und tropft Kondenswasser von der gläsernen ‚Deckenplatte‘ runter.

MANNHEIM24 hat im Rathaus nachgefragt: Derzeit laufen in dem kleinen Technikraum unter dem Kubus zwei Entlüfter, weil sie dort, an der Kellerboden-Betonplatte sowie im 27 Kubikmeter großen Innenraum die Feuchtigkeit entziehen sollen. Damit die Luft besser zirkuliert, müsse die Bodenplatte gekippt bleiben. Dies sind die Restarbeiten nach behobenem Wasserschaden im Dezember 2016.

Derzeit wird die Glaskubus einmal täglich kontrolliert. Dann wird auch die in den Trocknungsgeräten aufgefangene Feuchtigkeit entleert. Die kalten Außentemperaturen erschweren die Trocknung zusätzlich.

Nicht der erste Schaden: Im Dezember 2009 war der Würfel durch Vandalen mutwillig beschädigt worden, erstattete die Stadt Anzeige gegen unbekannt wegen Sachbeschädigung. Jedoch erst im Juli 2011 veranlasste man im Rathaus die Reparatur das gerissenen ‚Würfeldachs‘ (30.000 Euro). Die Täter wurden übrigens nie gefasst.

Hintergrund

Der unübersehbare Glaswürfel vor dem Quadrat P2 symbolisiert die Transparenz, mit der die Stadt mit dem ernsten Thema umgeht. 

Die am 25. November 2003 durch den ehemaligen OB Gerhard Widder (76, SPD) eingeweihte Gedenkskulptur steht bewusst mitten in Mannheim, um an zentraler Stelle in der Fußgängerzone und in angemessener Form die Namen der Opfer zu zeigen und die Erinnerung an sie und das Wissen um ihren Verlust zu erhalten. 

Die durch den Glaskörper gebildete Leere inmitten der belebten Einkaufsstraße verdeutliche die Lücke, die sie hinterlassen haben, als sie mitten aus dem Leben gerissen wurden, so Widder damals in seiner Rede.

Die Namen der

2.260 jüdischen Opfer

sind ins Glas eingraviert, jedoch von außen spiegelverkehrt. Man muss also nahe herantreten und innehalten, sich quasi tiefer mit dem Thema beschäftigen, um sie per Durchblick auf der gegenüberliegenden Würfelseite lesen zu können.

Die Gedenktafel im Gehweg erklärt den ernsten Hintergrund.

pek

Quelle: Mannheim24

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