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Note „Mangelhaft“ für Nationaltheater

Erhebliche Mängel am Mannheimer Nationaltheater – Gebäudemanager Oliver Hering zeigt, wo es hakt.
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Erhebliche Mängel am Mannheimer Nationaltheater – Gebäudemanager Oliver Hering zeigt, wo es hakt.

Mannheim-Innenstadt – Marode Technik, veraltete Leitungen, Probleme beim Brandschutz: Ohne Generalsanierung droht dem Nationaltheater bald die Stilllegung.

Das nach eigenen Angaben älteste kommunale Theater der Welt hat ein Problem mit seiner Spielstätte, hinter den Kulissen des Fünfzigerjahre-Baus bröckelt der Putz.

Auch an etlichen anderen Theaterstandorten gebe es einen teils erheblichen Sanierungsstau, sagt der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin. Wegen Finanzproblemen schöben Kommunen Generalsanierungen vor sich her, schließlich gehe es um „nicht unbeträchtliche“ Summen. Tatsächlich wird für solche Großprojekte meist Geld in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe fällig - Kommunen stoßen da schnell an ihre Grenzen.

Die Mannheimer Bühne hat immerhin noch bis 2020 Zeit, um die bereits beschlossene Generalsanierung anzugehen. „Größtes Sorgenkind ist derzeit der Brandschutz“, berichtet der geschäftsführende Intendant des Nationaltheaters, Ralf Klöter. Nach seinen Angaben hat die Feuerwehr dem Weiterbetrieb nur noch unter Auflagen zugestimmt. Im Opernhaus etwa sind Wandverkleidungen aus Holz, also aus brennbarem Material - und das ist heutzutage nicht mehr zulässig.

„Der Schrecken schlechthin“

Das größte Problem haben die Brandschützer allerdings mit einer Besonderheit in der Architektur, für die das Theater viel gelobt wurde: Im gläsernen Foyer treffen sich alle Zuschauer von Opernhaus und Schauspiel, also bei voll besetzten Häusern fast 2.000 Menschen. „Für die Feuerwehr ist das der Schrecken schlechthin“, sagt Klöter. Hier müsse es Änderungen geben, um eine Evakuierung zu vereinfachen. Aber auch das Fundament ist in Gefahr: Das Theater steht in Teilen auf einem Weltkriegsbunker, durch dessen Wände Grundwasser dringt.

Wie schnell veraltete Technik zum Drama werden kann, erlebte Klöter vor zwei Jahren. Damals gab die 60 Jahre alte Klimatechnik plötzlich auf - und das kurz vor Beginn der bundesweit bekannten Schillertage. Das Ensemble des Staatsschauspiels Dresden probte bei schweißtreibenden 50 Grad, und der Mannheimer Intendanz gelang es nur ganz knapp, durch ein teures Leihgerät das Festival zu retten und eine Image-Katastrophe abzuwenden.

Trotz aller Not nimmt Klöter die Stadt in Schutz. Die Mannheimer hätten ihr Theater immer sehr geschätzt und vergleichsweise viel getan. Erst 2010 stellte die Kommune rund 19 Millionen Euro für die schrittweise Ertüchtigung der Spielstätte zur Verfügung. Für die Generalsanierung sind weitere 80 Millionen Euro veranschlagt.

80 Millionen für Generalsanierung

Das Bewusstsein der Kommunen für ihre Theater sei in den vergangenen Jahren gewachsen, sagt Bolwin. In vielen Städten würden derzeit Spielstätten generalsaniert, etwa in Düsseldorf, Augsburg und Köln. Rund 150 Staats- und kommunale Theater existieren in Deutschland. „Es gibt immer mal wieder Standorte, an denen die Lage so brisant ist, dass beispielsweise die Schließung einer Werkstatt droht“, erklärt Bolwin. Aber meistens werde rechtzeitig reagiert.

Wenn Kommunen bei den Theatern den Rotstift ansetzten, dann eher an den Sparten als an den Gebäuden, sagt Uwe Lübking vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. „Theater sind wichtig, sie haben eine Sogwirkung und spülen Geld in die kommunalen Kassen.“ Kultur sei für viele Menschen ein Grund, in eine bestimmte Stadt oder Region zu ziehen. Und dieser Fakt sei den Kommunen durchaus bewusst.

sag/dpa

Quelle: Mannheim24

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