Eigenes Kind von Balkon geworfen

Babymord-Prozess: So lief die Festnahme von David L.

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Am Landgericht Frankenthal findet im Babymord-Prozess der vierte Prozesstag statt.

Frankenthal – David L. (32) soll sein eigenes Baby Senna vom Balkon in den Tod geworfen haben. Am vierten Prozesstag schildern Polizisten die dramatischen Minuten der Schreckensnacht.

Am vierten Prozesstag um den Mord an Baby Senna (†) schildern Polizisten die Festnahme von David L. (32). 

In der dramatischen Nacht auf Pfingstsamstag hat der Angeklagte sein zwei Monate altes Kind vom Balkon aus dem zweiten Stock 7,50 Meter in die Tiefe geworfen! Das Kleinkind erleidet mehrere Schädeldach- und Schädelbasisbrüche, stirbt an einem Schädel-Hirn-Trauma.

Den Aussagen der Beamten nach geht um 1:34 Uhr am Pfingstsamstag ein Notruf ein. Als die Beamten wenig später in der Kantstraße ankommen, treffen sie Jesmira S., die Mutter des getöteten Mädchens, vor dem Haus an. Ihr Shirt ist am Rücken blutverschmiert. 

Sie macht den Beamten deutlich, dass „er“ noch ihr kleines Töchterchen Senna und die anderen beiden Kinder bei sich in der Wohnung habe. „Bitte retten Sie meine Kinder!“, ruft sie einem der eintreffenden Polizisten zu. 

Beamtin findet Baby hinter dem Haus

Auf dem Weg ins Gebäude kommt den Polizisten ein Bekannter von Sennas Eltern entgegen. Artur H. (31) behauptet, der Vater habe das Baby vom Balkon geworfen. Die Beamten sollten „hinters Haus gehen“. Die Polizisten teilen sich auf. 

Eine junge Beamtin der Polizei Frankenthal findet das Baby hinter dem Haus auf dem Rücken liegend, Körper gerade, „wie eine Puppe“. Sie prüft die Vitalzeichen, führt bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts „Überlebensmaßnahmen“ aus.

Dramatische Szenen in Wohnung

In der Zwischenzeit stürmen die weiteren Polizisten die Treppe hinauf zur Wohnung, in der sich L. mit den beiden weiteren Töchtern (4/6) verschanzt hat. Nach mehrfachem Klopfen ruft L., dass er die Tür nicht öffnen werde. Auch die beiden Kinder wolle er nicht freigeben, gibt ein Beamter zu Protokoll.

Als eines der Kinder „Papa – Auaaaa!“ schreit und L. „Das Messer steckt schon!“ ruft, brechen die Polizisten die Wohnungstür auf. „Überall war Blut“, schildert ein Polizist die Lage in der Wohnung.

Im Schlafzimmer treffen sie auf L., der beide Kinder im Klammergriff an sich drückt. In der rechten Hand hält er ein Messer. 

Durch einen gezielten Hieb können die Beamten ihn dazu, das Messer loszulassen. Das erste Kind kann schnell befreit werden. Die zweite Tochter hält L. fest umklammert, sie wird erst später gerettet. Erst nach mehrfachem Einsatz eines Schlagstocks gelingt es den Polizisten, L. an Händen und Füßen zu fesseln.  

Den Einsatzkräften des Rettungsdienstes widersetzt sich L. vehement, tritt und spuckt im Krankenwagen um sich, provoziert die Beamten: „Alles Feiglinge. Ich will mich ‚Eins gegen Eins‘ mit euch boxen!“ Erst von mehreren Polizisten kann L. fixiert und sediert werden. Ein Schnelltest im Krankenhaus liefert wenig später den Nachweis, dass L. Kokain konsumiert hat. 

Der Aussage eines Polizeibeamten zufolge kommt der Vater des Angeklagten auf der Straße dazu, fragt: „Was hast Du jetzt wieder gemacht?“. Ihm entgegnet L.: „Vater, du hast doch immer gesagt, wenn die Frau nicht hört, muss man es ihr zeigen!

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Die Fortsetzungstermine sind für den 16. Dezember sowie 3., 24. und 26. Januar 2017 (je 9 Uhr) angesetzt – stets in Sitzungssaal 20.

Anklage Mord! David L. (32) hat Baby Senna getötet

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jol/rmx

Quelle: Mannheim24

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