Für eine halbe Stunde 

K.O.-Tropfen auf Halloween-Party: Frau (36) verliert das Bewusstsein!

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Die Frau trinkt von einem ihr spendierten Drink und wird dann sofort ohnmächtig. (Symbolbild) 

Frankenthal - Eine schreckliche Vorstellung wird für eine 36-jährige Frau auf einer Halloween-Party bittere Realität: Jemand schüttet ihr K.-O.-Tropfen in ihr Getränk! 

Nicht auszudenken, was hätte passieren können...

Eine 36-jährige Frankenthalerin bricht am Abend des 31. Oktober auf einer Halloween-Party in der Frankenstraße plötzlich zusammen. Kurz vorher hatte sie von einem Getränk getrunken, welches ihr ein unbekannter Mann spendiert hatte. 

Sie wird für etwa 30 Minuten ohnmächtig, ist aber durchgehend in Begleitung einer Freundin und des Rettungsdienstes. Eine Beschreibung des Unbekannten ist nicht vorhanden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung durch K.O.-Tropfen. 

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Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizeiinspektion Frankenthal unter der ☎ 06233/313-0 oder der Polizeiwache Maxdorf unter der ☎ 06237/934-100 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail unter pifrankenthal@polizei.rlp.de an die Polizei übermittelt werden.

Was sind K.O.-Tropfen und wie wirken sie? 

Wie die Süddeutsche berichtet, gibt es alleine in Deutschland jährlich hunderte Missbrauchsfälle durch K.o.-Tropfen - die Tendenz steigt.

Nur wenige Stunden nach der Betäubung sind die Substanzen im Blut schon meist nicht mehr sichtbar, da sie abgebaut wurden. Genau aus diesem Grund ist es sehr schwierig, den Umlauf von K.o.-Tropfen zu verhindern. Auch im Nachhinein einen Täter festzustellen, scheint viel zu oft unmöglich, da die Opfer sich am nächsten Tag an nicht mehr viel bis gar nichts erinnern können.

Die auch „Liquid Ecstasy“ genannten K.o.-Tropfen gelten als unberechenbar. Darin enthaltene Stoffe wie Gammabutyrolacton (GBL) können als Droge stimulieren oder die Aktivitäten des Gehirns und des zentralen Nervensystems verlangsamen. Der Stoff ist deshalb auch als Vergewaltigungsdroge bekannt. Die geschmacklosen Tropfen können auf Partys leicht ins Getränk gemixt werden, warnt die Polizei regelmäßig. Opfer würden dann vergewaltigt oder ausgeraubt. Eine Überdosierung kann lebensbedrohlich werden.

Gerade in Bars und Clubs werden Frauen immer wieder Opfer von sexuellen Übergriffen. Die Täter machen sie mit Betäubungsmitteln wie K.O.-Tropfen gefügig - um dem Missbrauch entgegen zu wirken, entwickelten drei Schülerinnen 2017 einen „schlauen Strohhalm“.

Erst im April 2018 geht ein Video viral, in dem einer tanzenden Frau in Frankfurt eine Pille ins Glas geworfen wird, während sie ein Video mit ihrem Handy dreht. Was erst nach Spaß am Leben aussieht, schockiert schnell das ganze Netz - und zeigt, wieso man sein Getränk niemals aus den Augen lassen sollte.

pol/kp

Quelle: Mannheim24

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