Senioren gequält und getötet

Pflegeheim-Morde in Lambrecht: Folter-Trio verurteilt! 

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Das Pflegeheim in Lambrecht, in dem die schrecklichen Taten begangen wurden. (Archivfoto)

Frankenthal - Im Prozess um Morde in einem Pflegeheim im pfälzischen Lambrecht werden drei Ex-Mitarbeiter am Dienstag verurteilt! 

Lebenslänglich für drei Ex-Mitarbeiter eines Pflegeheims in Lambrecht!

Das Landgericht Frankenthal stellt in seinem Urteil am Dienstag außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Das Gericht verurteilt das Trio – eine 27-jährige Altenpflegerin und zwei Pflegehelfer im Alter von 25 und 49 Jahren – wegen zwei Morden, eines Mordversuchs, Körperverletzung, sexuellen Missbrauchs und weiterer Vergehen an Heimbewohnerinnen in unterschiedlicher Beteiligung. 

Seit September 2017 läuft der Prozess gegen das Trio am Frankenthaler Landgericht (Archiv)

Die schrecklichen Taten

Mehr als drei Stunden braucht Richterin Eva van Daele-Hunt, um die Urteilsbegründung zu verlesen. Im ersten Fall erstickt demnach der 25-Jährige eine 85-Jährige während einer Nachtschicht Ende Dezember 2015 mit einem Kissen. Den Tipp dazu hatte ihm die 27-Jährige von zu Hause per Chat gegeben. Im zweiten Fall spritztn die beiden Männer einer 62-jährigen Bewohnerin eine tödliche Dosis Insulin. In einem dritten Fall spritzen die 27-Jährige und der 49-Jährige einer Seniorin Insulin und Morphin. Die 89-Jährige überlebt. 

Die drastischen Strafen erklärt das Gericht unter anderem mit der großen Zahl der Vergehen: Die Angeklagten übergießen Bewohnerinnen zum Beispiel auch mit Urin, bewerfen sie mit Gebäck, bespucken sie, stehlen Geld oder führen eine Wurst in das Geschlechtsteil einer Seniorin ein. 

Mehrere Quälereien halten sie auf Videos fest. „Manche Taten tragen schon sadistische Züge", sagte die Richterin.

Revision wird geprüft

Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, alle drei Angeklagten zu lebenslangen Freiheitsstrafen zu verurteilen und die besondere Schwere der Schuld festzustellen sowie Berufsverbote zu verhängen. Die Verteidiger der 27-Jährigen und des 25-Jährigen hatten für ihre Mandanten dagegen Haftstrafen von maximal sieben beziehungsweise zehn Jahren gefordert. 

Wegen des hohen Strafmaßes kündigten die Verteidiger aller drei Angeklagten an, eine Revision zu prüfen.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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