Alles ein tragischer Unfall?

Ertrunkene Erntehelfer: Staatsanwaltschaft liefert Ergebnisse!

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Blick auf den Uferbereich des Niederwiesenweihers.

Frankenthal - Wie kommt es zum Tod der drei polnischen Erntehelfer im Niederwiesenweiher? Dieser Frage geht die Staatsanwaltschaft hinterher. Jetzt weist sie Ergebnisse vor:

Nach dem tödlichen Badeunfall bei Böhl-Iggelheim (Rhein-Pfalz-Kreis) zeichnet sich ab, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. „Im Obduktionsgutachten gibt es überhaupt keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Ereignis", erklärt Kai Hempelmann von der Staatsanwaltschaft Frankenthal der Deutschen Presseagentur. 

Ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden. Die drei jungen Männer aus Polen – 22, 27 und 34 Jahre alt – sterben in der Nacht zum 18. Juni in Kliniken. Retter bergen sie am Abend zuvor bewusstlos aus dem Niederwiesenweiher. Zum Zeitpunkt des Unfalls sollen sie unter Alkoholeinfluss stehen. 

Hilfeversuche scheitern

Daher fordert die Staatsanwaltschaft auch ein Gutachten zum Konsum. Die Ergebnisse stehen noch aus, werden aber im Lauf der Woche erwartet, sagt Oberstaatsanwalt Hempelmann.  Insgesamt fünf Erntehelfer baden am Sonntagabend (17. Juni) in dem Weiher. Als drei von ihnen nicht mehr auftauchen, versuchen die anderen beide vergeblich, sie zu retten. Die Vernehmung der Überlebenden ist mittlerweile abgeschlossen.

dpa/gs

Quelle: Mannheim24

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