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Friseur in Baden-Württemberg: Diese Regeln für den Salon-Besuch muss jeder kennen

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Von: Josefine Lenz

Baden-Württemberg - Muss man beim Friseur einen negativen Corona-Schnelltest vorzeigen? Diese neue Regelung gilt bei einer Inzidenz von unter 100:

Wer in Zeiten der Corona-Krise zum Friseur will, der muss einiges beachten. Wenn die Salons überhaupt mal öffnen dürfen, herrschen dort strikte Hygienekonzepte. Mit Maske und desinfizierten Händen sitzen Kunden auf dem Friseurstuhl und lassen sich die Haare machen. Mit der Bundes-Notbremse, die ab Samstag (24. April) auch in Baden-Württemberg greift, kommen neue Regeln für den Salon-Besuch hinzu. Was Kunden vor und während dem Friseurtermin nun beachten müssen:

BundeslandBaden-Württemberg
Anzahl der Friseur-BetriebeÜber 7.600
Einwohner im Bundesland11,07 Millionen

Baden-Württemberg: Inzidenz unter 100 – Testpflicht beim Friseur entfällt

Wenn in einer Stadt oder einem Landkreis an fünf aufeinanderfolgen Tagen die Inzidenz unter 100 liegt, wird die Notbremse außer Kraft gesetzt. Das bedeutet, dass für Friseure und andere körpernahe Dienstleistungen einige Regeln wegfallen – so unter anderem die Testpflicht. In dem Dreistufenkonzept des Landes Baden-Württemberg werden die Lockerungen erklären. Diese sind:

Baden-Württemberg: Inzidenz über 100 – Friseur-Termin nur mit Impfung, Schnelltest oder Genesung

Das Bundeskabinett hat eine „Notbremse“ für Deutschland beschlossen und dafür auch das Infektionsschutzgesetz angepasst. Bereits bevor die Bundes-Notbremse deutschlandweit griff, reagierte das Land Baden-Württemberg auf die steigenden Infektionszahlen und passte seine Coronavirus-Verordnung an. Neben Ausgangssperre, Schließung von Baumärkten und strenger Kontaktregelung wurde auch der Besuch beim Friseur verschärft. Seit dem 19. April müssen Kunden einen tagesaktuellen, negativen Corona-Schnelltest vorzeigen, bevor sie bedient werden können. „Wer Friseurdienstleistungen wahrnehmen möchte, braucht den Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder eines Nachweises einer bestätigten Infektion im Sinne des § 4a der Corona-Verordnung“, schreibt das Land Baden-Württemberg.

Zu den drei Bedingungen gibt es unterschiedliche Definitionen. So ist es auch erlaubt, einen Friseurtermin zu vereinbaren, wenn man bislang nur eine Corona-Impfung erhalten hat. In der Corona-Verordnung von Baden-Württemberg wird dies konkret erklärt:

Als genesen gelten Personen, die positiv auf Corona getestet waren und einen Nachweis durch einen PCR-Test vorzeigen können. Die Corona-Erkrankung muss überstanden und die Quarantäne-Pflicht aufgehoben sein. Die Erkrankung darf außerdem nicht länger als sechs Monate zurück liegen.

Friseure in Baden-Württemberg: Bundes-Notbremse ab 24. April – das ändert sich in den Salons

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen greift in Stadt- und Landkreisen deutschlandweit automatisch die Bundes-Notbremse. Diese sieht zwar vor, dass Friseure geöffnet bleiben dürfen – allerdings ebenfalls unter bestimmten Regeln. So ist das Tragen einer FFP2-Maske während dem Besuch im Salon verpflichtend, auch für Mitarbeiter. Auch im Rahmen der Bundes-Notbremse ist vorgesehen, dass man einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen muss.

Baden-Württemberg: Corona-Schnelltest für Friseur-Termin verpflichtend – Das muss beachtet werden

Alle anderen Personen müssen für einen Friseur-Termin in Baden-Württemberg einen Corona-Schnelltest machen. Dafür reicht der Test von Zuhause jedoch nicht aus, wie ein Sprecher des Ministeriums für Soziales und Integration auf Nachfrage von MANNHEIM24 erklärt. „Selbst durchgeführte Schnelltests sind nicht zulässig. Antigentests zur Eigenanwendung durch Laien, sogenannte Selbsttests, bei denen die Probenentnahme und Auswertung ohne Anleitung, Überwachung oder sonstiger Beteiligung einer geschulten dritten Person von den Probanden selbst oder auch von Hilfspersonen wie z.B. Sorgeberechtigten vorgenommen werden, sind nicht als Nachweis für einen tagesaktuellen COVID-19-Schnelltest geeignet, da privat durchgeführte Selbsttest nicht überprüfbar sind und kein von geschulten Dritten bestätigtes Testergebnis umfassen. Daher können diese im Falle des Erfordernisses eines negativen Antigentests nicht berücksichtigt werden“, so der Sprecher.

Man muss einen Termin in Apotheken, Schnelltestzentren oder Arztpraxen vereinbaren. Vor Ort wird ein Abstrich vom Rachen, der Nasen oder von beidem genommen und auf Corona untersucht. Wo es überall Testzentren gibt, zeigt die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg. Übrigens will auch der Drogeriemarkt dm an einigen Standorten Corona-Testcenter errichten, wie das Unternehmen jüngst mitteilt.

Wie echo24* berichtet, ist die Durchführung eines Corona-Tests weitaus unkomplizierter als vermutet. Die Terminvereinbarung läuft online ab, vor Ort muss man dann nur schnell einen Corona-Test machen, der zwischen 15 und 30 Minuten dauert und kann – bei negativem Ergebnis – gleich weiter zum Friseur düsen.

Wichtig: Ein Corona-Schnelltest ist 24 Stunden gültig, weshalb der Besuch im Salon möglichst zeitnah stattfinden sollte. Der Test ist in aller Regel gratis. Trotzdem können einzelne Apotheken Kosten erheben, dies sollte man am besten vor Terminvereinbarung nachfragen. Seit dem 8. März steht jedem Bürger in Baden-Württemberg ein kostenloser Corona-Schnelltest in der Woche zu.

Baden-Württemberg: Diese Corona-Regeln gelten beim Friseur

Wer beim Friseur dann mal angekommen ist, der muss einige Corona-Regeln beachten. Auch die Haarmeister müssen einige Maßnahmen berücksichtigen, um eine mögliche Corona-Ansteckung zu verhindern beziehungsweise um sich selbst zu schützen:

(jol) *echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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